res·o·nant

Eine Licht- und Klanginstallation von Mischa Kuball im Jüdischen Museum Berlin

Ausstellung res.o.nant

Das Jüdische Museum Berlin präsentiert mit res·o·nant eine begehbare Licht- und Klanginstallation des Düsseldorfer Konzeptkünstlers Mischa Kuball. Die Installation wurde eigens für die neue Ausstellungsfläche im Untergeschoss des Libeskind-Baus geschaffen.

ab 17. November 2017
Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau UG, Rafael Roth Galerie

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Auf insgesamt mehr als 350 Quadratmetern bespielt res·o·nant zwei der fünf den Museumsbau vertikal durchziehenden Voids. Diese symbolischen Leerstellen, auf deren Materialität, Wirkung und Bedeutung sich Mischa Kuball bezieht, bilden den Ausgangspunkt für sein Werk. Damit sind diese beiden charakteristischen Voids des Gebäudes seit Eröffnung des Museums 2001 neu zu erleben.

In den 24 Meter hohen Räumen werfen rotierende Projektoren Lichtfelder in Form der Void-Grundrisse an Wände und Decken. Mittels drehender Spiegelelemente und Stroboskop-Blitze entsteht eine »Resonanz zwischen Architektur und Haut«, so der Künstler.

Als wichtiges Element der Installation sind über mehrere im Raum verteilte Lautsprecher jeweils 60-sekündige Soundclips – sogenannte Skits – zu hören, die von mehr als 50 Musiker*innen eigens für res·o·nant produziert wurden.

Außerhalb des Museums sind bis zum Sommer 2019 verschiedene Interventionen an belebten Plätzen in Berlin geplant. Neben Performances und Konzerten werden auch hier die Grundrisse der Voids im öffentlichen Raum projiziert und damit die physischen Grenzen des Museums überwunden.

Links erleuchtet rotes Licht den Raum, rechts ist das Grau der Wände zu sehen
Rotierende Projektoren werfen Lichtfelder an Wände und Decken; Foto: Ladislav Zajac/Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf/VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Eine Leuchte taucht den Raum in bläulich-violettes Licht

Drehende Spiegelelemente und Stroboskop-Blitze lassen die Räume erleuchten; Foto: Ladislav Zajac/Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf/VG Bild-Kunst, Bonn 2017


Open Call

Mit der Eröffnung von res·o·nant am 16. November laden wir zu einem Open Call für weitere musikalische Beiträge ein. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2018.

Unter anderem beteiligte Musiker*innen:

John Zorn / Roedelius / Jürgen Paape / Stabil Elite / Kreidler / Thomas Fehlmann / Heiner Goebbels / Frank Bretschneider / Emmanuel Witzthum / Monika Werkstatt (AGF, Barbara Morgenstern, Beate Bartel, Danielle de Picciotto, Gudrun Gut, Islaja, Lucrecia Dalt, Pilocka Krach, Sonae) / Ihor Holubizky / Kurt Dahlke aka Pyrolator / Pamela Z / Dee C’rell / Michael Scheibenreiter / Eberhard Kranemann / Andrew Pekler / Robert Kolinsky / Florian Bocksrucker / Alessandro Gaia / Karl Felix Bionek / Marlon T.L. Fink / Thomas Klein / Lucas Croon / Kobermann aka Johannes Piller / hans w. koch / Axel Heilhecker / Zafraan Ensemble / Minou Oram / BAR / Kurt Hentschläger / Odysseas Klissouras & Alexandros Kontogeorgakopoulos / Ascion / Alma Quartet / Michele Pedrazzi / Florian Scheibein / Söhnlein Brilliant / Alex Wirth / XAMBUCA / Yejin Gil / Tim Schumacher aka DJ Normal 4 / Midori Hirano / Anja Penner / Luis Negron / Opera Factory Freiburg & Holst-Sinfonietta / Ross Downes / Cass. aka Niklas Rehme-Schlüter / Michal Zietara / Krzysztof Honowski / Hans Nieswandt / Ali Chakav / …

Eine Leuchte taucht ein Void im Libeskind-Bau in violettes Licht

Zwei der fünf Voids werden bespielt; Foto: Ladislav Zajac/Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Die ausgewählten Einreichungen werden über Mediaplayer in die Installation eingespielt und sind kontinuierlicher Bestandteil der Ausstellung. Den Besucher*innen werden die Urheber*innen, Titel und andere Informationen zu den Musikstücken in der Ausstellung zugänglich gemacht. Die teilnehmenden Künstler*innen werden darüber hinaus auf der Website des Jüdischen Museums gelistet sowie in der Begleitpublikation zum Gesamtprojekt, die im Lauf des Jahres 2018 erscheinen wird.

Die Produktion werden dem Projekt honorarfrei zur Verfügung gestellt und sind ausschließlich während der Laufzeit von res·o·nant im Jüdischen Museum Berlin sowie zur Bewerbung der Installation, zum Beispiel über Medienpartner, zu hören.

Technische Spezifikationen Audio-Datei
wav, mono, 44 kHz, 32 Bit
Angaben auf dem Monitor Titel
Herstellungsjahr
Laufzeit
Autor
Kommentar (maximal 200 Zeichen)

Wir bitten um eine E-Mail an resonant@jmberlin.de zur Erläuterung des Upload-Prozesses.

Ein Spiegelelement wird von einer Leuchte angestrahlt

Die Installation wurde eigens für die neue Ausstellungsfläche in der Rafael Roth Galerie geschaffen; Foto: Ladislav Zajac/Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Mischa Kuball

Mischa Kuball, geboren 1959 in Düsseldorf, arbeitet seit 1977 im öffentlichen und institutionellen Raum. Mit Hilfe des Mediums Licht erforscht er architektonische Räume und deren soziale und politische Diskurse. Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für public art an der Kunsthochschule für Medien in Köln, assoziierter Professor für Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung/ZKM, Karlsruhe und seit 2015 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Künste NRW, Düsseldorf. Im Januar 2016 wurde er mit dem Deutschen Lichtkunstpreis ausgezeichnet.

Portrait des Künstlers; Foto: Archiv Mischa Kuball, Düsseldorf/Daniel Biskup, Wittenberg

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    ab dem 17. November 2017

  • Eintritt

    mit dem Museumsticket (8 Euro, ermäßigt 3 Euro)

  • Wo

    Libeskind-Bau UG, Rafael Roth Galerie Zum Lageplan

Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau UG, Rafael Roth Galerie

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin