»Bedřich Fritta. Zeichnungen aus dem Ghetto Theresienstadt«

Presseeinladung

Pressemitteilung vom7. Mai 2013

Das Ghetto Theresienstadt war von Anfang an auf Täuschung angelegt: Der Öffentlichkeit und vor allem der Delegation des Internationalen Roten Kreuzes sollte das Bild einer normalen Kleinstadt vorgegaukelt werden. Wegen der großen Zahl deportierter Künstler und Intellektueller unterschied sich Theresienstadt von anderen Ghettos durch ein vielfältiges Kulturleben. Es war Selbstbehauptung bis hin zum geistigen Widerstand, und fügte sich gleichzeitig auf paradoxe Weise in die Täuschungsabsichten der SS.

Kontakt
Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Fax: 
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Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Die Ausstellung (17. Mai bis 29. September 2013) zeigt Werke des Grafikers Bedřich Fritta. Er leitete seit 1942 das Zeichenstudio, in dem inhaftierte Künstler Baupläne und Propagandamaterial herstellen mussten. Dort fand er Tusche und Papier, um heimlich das Elend des Ghettoalltags festzuhalten. Nach der Aufdeckung wurde Fritta 1944 nach Auschwitz deportiert, wo er wenig später umkam.

Der Großteil der über einhundert großformatigen inoffiziellen Arbeiten Bedřich Frittas blieb in einem Versteck erhalten. Sie sind heute im Besitz des Sohnes des Künstlers. Die großformatigen Tuschezeichnungen und kleinere Skizzen werden erstmals in ihrer ganzen Breite gezeigt.

Frittas Arbeiten wurden bislang vor allem als zeithistorische Quelle verstanden. Die Ausstellung widmet sich dagegen den künstlerischen Mitteln, mit denen Fritta den Ghettoalltag deutete und kommentierte.

Wir möchten Ihnen die Ausstellung gerne vorab präsentieren und laden Sie hiermit herzlich zum Pressetermin in die Ausstellungsräume in der Eric F. Ross Galerie ein:

Pressetermin Mittwoch, 15. Mai 2013
Akkreditierung ab 10:30 Uhr
Beginn 11 Uhr
Wo Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie
Mit Inka Bertz, Leiterin der Sammlung
Denis Grünemeier, Kurator der Ausstellung
David Haas, Enkel des Künstlers

Für unsere Planungen bitten wir Sie uns Ihre Teilnahme am Pressegespräch bis Dienstag, 14. Mai per E-Mail mitzuteilen.

Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin