Veröffentlicht von am 9. Oktober 2014 0 Kommentare

Berechnete Partnerschaft.

Gedichte von jungen Lyrikerinnen und Lyrikern aus dem Lyrix-Wettbewerb

Beim Betrachten der Ketubbot in der Ausstellung »Die Erschaffung der Welt« © Deutschlandradio, Foto: Anna-Lisa Deichert

Beim Betrachten der Ketubbot in der Ausstellung »Die Erschaffung der Welt« © Deutschlandradio, Foto: Anna-Lisa Deichert

Junge Menschen zwischen 10 und 20 Jahren konnten im Laufe des Monats Juli 2014 am Lyrix-Wettbewerb teilnehmen und ihre Gedichte zum Thema Partnerschaft einsenden. In einem Workshop an unserem Museum  lernten sie jüdische Eheverträge kennen und dachten über deren Sinn nach. Auch Teilnehmenden außerhalb Berlins stand als Inspirationsquelle das Foto einer Ketubba (jüdischer Ehevertrag) online zur Verfügung. Eingeführt zum Schutz der Frau stellte sich für Annabelle Kahmann aus Wuppertal die Frage nach dem Verlust der Romantik! Ist Liebe verhandelbar?  weiterlesen


Veröffentlicht von am 7. Oktober 2014 0 Kommentare

Einfach.

Gedichte von jungen Lyrikerinnen und Lyrikern aus dem Lyrix-Wettbewerb

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Lyrix-Wettbewerbs  © Deutschlandradio, Foto: Anna-Lisa Deichert

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Lyrix-Wettbewerbs © Deutschlandradio, Foto: Anna-Lisa Deichert

Im Juni 2014 war der Bundeswettbewerb für junge Dichterinnen und Dichter »Lyrix« zu Gast im Jüdischen Museum Berlin. Mitte Juli landeten 20 Gedichte auf meinem Schreibtisch, unter denen es die fünf besten Gedichte auszuwählen galt. Als Mitglied der unabhängigen Jury, die vom Deutschen Philologenverband, Deutschlandfunk und dem Deutschen Museumsbund ausgewählt wurde, freut mich sehr, dass drei der Gedichte, die mir am Besten gefielen, tatsächlich ausgewählt wurden. In den kommenden vier Blogbeiträgen möchte ich die jungen Lyrikerinnen und Lyriker und Gedichte vorstellen, die uns berührt, überrascht, gefreut und bewegt haben.  weiterlesen


»Generation ›koscher light‹« – Über den Lebensstil junger russischsprachiger Juden in Berlin

Portraitaufnahme einer Frau mit schwarzer Brille, schwarzer Kleidung und langen braunen Haaren vor einer weißen Wand

Alina Gromova © Judith Metze

Morgen Abend, am 9. September 2014, stellt die Ethnologin Alina Gromova ihr 2013 erschienenes Buch  »Generation ›koscher light‹« in der Akademie des Jüdischen Museums Berlin vor. Wie vielen der Autorinnen und Autoren, deren  »Neue deutsche Geschichten« bislang zur Sprache kamen, haben wir auch ihr vorab drei Fragen gestellt:

Alina, Du hast die Stadt als Ausgangspunkt Deiner Untersuchung von russischsprachigen Juden in Berlin gewählt – aus den Orten, an denen sie wohnen, sich aufhalten, treffen und feiern, arbeitest Du die unterschiedlichen Auffassungen von Identität, Tradition und Religion heraus, die in dieser Gruppe existieren. Wieso hast Du Dich gerade für diese Raum-Perspektive entschieden?

Identität und Tradition sind Begriffe, die oft schwer zu greifen sind, weil sie aus Symbolen, Werten, Wunschprojektionen oder Erinnerungen bestehen. Ein Raum hat dagegen nicht nur eine symbolische, sondern auch eine materielle Seite und ist deshalb viel greifbarer. Für mich sind Räume keine dreidimensionalen Container, die mit Menschen oder Dingen gefüllt werden müssen; vielmehr werden sie durch diese überhaupt erst geschaffen. Die Stadträume sind für mich besonders spannend, weil hier eine große kulturelle und religiöse Vielfalt an einem engen Fleck möglich ist und deshalb an ein und demselben Ort mehrere Räume gleichzeitig entstehen, die von verschiedenen Gruppen konstruiert werden, die sich gegenseitig überlagern und miteinander in Berührung kommen.

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