Veröffentlicht von am 30. März 2017 0 Kommentare

Heinz-Joachim Aris sel. A.

Traueranzeige

Mit tiefer Trauer erfüllt uns die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Mitglieds im Stiftungsrat und Freundes Heinz-Joachim Aris. In der Nacht zu Freitag, den 24.03.2017 ist er im Alter von 82 Jahren verstorben.

Seit 2007 gehörte Heinz-Joachim Aris als stellvertretendes Mitglied dem Stiftungsrat des Jüdischen Museums Berlin an. Die Arbeit des Jüdischen Museums Berlin hat er stets mit großem Engagement und tiefer Sympathie begleitet. Wir verlieren einen ebenso klugen wie besonnenen Begleiter und werden seine warmherzige Freundschaft vermissen. Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Frau, seiner Familie und allen, die ihm nahe standen.

Prof. Dr. Peter Schäfer
Direktor der Stiftung Jüdisches Museum Berlin
im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

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Veröffentlicht von am 9. März 2017 0 Kommentare

»Das Vertraute im Fremden suchen«

Workshops für junge Geflüchtete

Ob auf Hebräisch, Arabisch oder Deutsch – es gibt viele Möglichkeiten seinen Namen zu schreiben; Foto: privat

Was steht in einem jüdischen Hochzeitsvertrag, wie verschafft man sich als Minderheit mehr Rechte und warum wird Chanukka acht Tage lang gefeiert? Bei meiner Arbeit als Guide im Jüdischen Museum Berlin geht es darum, wie man den Objekten Geschichten entlockt, und natürlich geht es auch um Sprache. Das erste, was ich gemacht habe, als ich vor knapp vier Jahren anfing hier zu arbeiten, war, „Wiederkäuer mit gespaltenen Hufen“ auf Französisch nachzuschlagen. Diesen Begriff sollte man nämlich parat haben, wenn man französischsprachigen Gruppen die jüdischen Speisegesetze erklären möchte. Mein Französisch half mir jedoch nur wenig, als ich im August 2016 die ersten Workshops für Willkommensklassen durchführte.  weiterlesen


Das Gastmahl wird restituiert

– die Geschichte einer Recherche

Ein Ölgemälde mit der Darstellung eines Gastmahls, in goldenem Rahmen

Diese Ölskizze mit dem Titel Das Gastmahl der Familie Mosse wurde an die Erbengemeinschaft nach Felicia Lachmann-Mosse restituiert; Foto: Jüdisches Museum Berlin, Jens Ziehe.

Der heutige Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert unter anderem an die bis heute spürbaren Folgen des verbrecherischen NS-Regimes. Eine dieser Folgen ist, dass sich in vielen Museen noch immer Kulturgüter befinden, die ihren Besitzern zwangsweise während der NS-Zeit entzogen wurden. Im Dezember letzten Jahres restituierte das Jüdische Museum Berlin nun die Ölskizze Das Gastmahl der Familie Mosse an die Erben von Felicia Lachmann-Mosse. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Und wie geht das überhaupt mit der Provenienzforschung, die in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen hat und oft für Rauschen im medialen Blätterwald sorgt?  weiterlesen