Veröffentlicht von am 10. April 2017 0 Kommentare

Eine Art Familientreffen – bittere Kräuter und ihre Verwandten im Garten der Diaspora

Gelber Teller mit Speisen aus Ton und der Aufschrift »Pessach« in der Mitte und rund herum »Chaseret«, »Beizah«, »Sroa«, »Maror«, »Charoset« und »Karpas«

Diesen Seder-Teller aus Ton gestaltete Shlomit Tulgan für unsere Kinderausstellung zu Pessach; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe.

Es ist Seder und die Familie kommt zusammen. Einige reisen von weiter weg an, die anderen gedeihen vor Ort ganz gut. Am Tisch sitzen Endivie, Kopfsalat, Petersilie, Kohlrabi, Chicorée und Löwenzahn. Doch was ist mit Meerrettich und Radieschen? Beide sind dieses Jahr spät dran.

So oder so ähnlich könnte die Erzählung über Pflanzen und Früchte beginnen, die auf dem Seder-Teller zu Pessach eine Bedeutung haben. Sie alle gedeihen im Garten der Diaspora, der im Inneren der W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdischen Museums zu erleben ist.  weiterlesen


Veröffentlicht von am 31. März 2017 0 Kommentare

Die Macht des Haars

Von persischen Märchen und weiblicher Selbstbestimmung

Frau steht neben einer Virtrine, in der sich eine Skulptur aus Haaren befindet

Die Künsterlin Mandana Moghaddam neben ihrer Skulptur Chelgis I in der Ausstellung Cherchez la femme. Perücke, Burka, Ordenstracht; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Anlässlich unserer neuen Ausstellung Cherchez la femme – über die Traditionen der Verhüllung von Frauen in den drei großen monotheistischen Religionen – sprachen wir mit der iranischen Künstlerin Mandana Moghaddam. Ihr Werk Chelgis ist ein besonders eindrucksvoller Beitrag zum Ausstellungsthema und regt dazu an, sich noch auf ganz persönliche Weise weiter mit den Fragen, die Cherchez la femme aufwirft, zu beschäftigen.

Liebe Frau Moghaddam, würden Sie uns ein wenig über Ihre künstlerische Arbeit und über die Geschichte hinter Chelgis erzählen?

Ich begann diese Arbeit, indem ich über heutige Frauenthemen nachdachte und über verschiedene Sichtweisen auf diese Themen. Als ich die erste Skizze zeichnete, hatte ich die Geschichte von Chelgis – das bedeutet »40 Zöpfe« –  vor Augen.  weiterlesen


Veröffentlicht von am 30. März 2017 0 Kommentare

Heinz-Joachim Aris sel. A.

Traueranzeige

Mit tiefer Trauer erfüllt uns die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Mitglieds im Stiftungsrat und Freundes Heinz-Joachim Aris. In der Nacht zu Freitag, den 24.03.2017 ist er im Alter von 82 Jahren verstorben.

Seit 2007 gehörte Heinz-Joachim Aris als stellvertretendes Mitglied dem Stiftungsrat des Jüdischen Museums Berlin an. Die Arbeit des Jüdischen Museums Berlin hat er stets mit großem Engagement und tiefer Sympathie begleitet. Wir verlieren einen ebenso klugen wie besonnenen Begleiter und werden seine warmherzige Freundschaft vermissen. Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Frau, seiner Familie und allen, die ihm nahe standen.

Prof. Dr. Peter Schäfer
Direktor der Stiftung Jüdisches Museum Berlin
im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Veröffentlicht unter Allgemein, Museumswelt
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