Hefezöpfe und bequeme Schuhe: ein Freiwilliges Jahr im Jüdischen Museum Berlin

Janik Petersdorff vor dem Eingang der Akademie Jüdischen Museums Berlin

Auf dem Weg zur Arbeit; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Anne Richter

Endlich mit der Schule fertig und keine Ahnung wohin? Ein Auslandsjahr vielleicht? Gleich studieren? Oder doch eine Ausbildung machen? Das sind die Fragen, die auch ich mir nach meinem Schulabschluss gestellt habe. Aufgrund meiner Begeisterung für die Berliner Museen und meinem Interesse an kultureller und wissenschaftlicher Arbeit hielt ich es für sinnvoll, mich durch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) mit diesem Arbeitsfeld vertraut zu machen. Das Jüdische Museum Berlin war allerdings nicht meine erste Anlaufstelle, denn nachdem ich die Online-Bewerbung für mein FSJ ausgefüllt hatte, wurde ich zu einem Bewerbungsgespräch im Archäologischen Zentrum der Staatlichen Museen zu Berlin eingeladen. Weil ich mich sehr für altägyptische Geschichte interessiere, hörte sich das natürlich optimal für mich an. Als ich eine Absage bekam, war meine Enttäuschung groß, doch ich hoffte erst einmal auf weitere Angebote meines Trägers. Die ließen allerdings auf sich warten.  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 1. April 2016 2 Kommentare

Maden, Kekse und Kunst

Was man so alles aus Automaten ziehen kann

In Automaten findet sich vieles, was man im Alltagsleben benötigt oder zu benötigen glaubt: Getränke, Süßigkeiten, Zigaretten, Fahrradschläuche, Zahnbürsten und selbst »Zubehör« für Angler*innen. Letzteres Angebot mit der schönen Aufschrift »Maden« überraschte mich als Nichtanglerin schon vor längerer Zeit im Stadtteil Wedding, so dass ich diesen Automaten seitdem gern meinen Gästen zeige. Die gehören ebenfalls nicht zur Spezies der Angler*innen und machen dann große Augen.  weiterlesen

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Im Oberstübchen ist Jahrmarkt

– oder warum ein Taschenhund nicht mit ins Museum darf

Ein kleiner Hund guckt aus einer Umhängetasche

Bild von Gertraud Zimmermann aus dem Beitrag Eine ganz süße Begleitung – ein Chihuahua – Taschenhund auf www.myheimat.de

Vor einiger Zeit wollte eine Berliner Großfamilie das Jüdische Museum Berlin besuchen, mit Oma, Kind und Kegel und dem Taschenhund Choux-Choux. Als die Familie sich in Richtung Dauerausstellung aufmachte, war ein reibungsloser Einlass an der Kartenkontrolle vorbei für alle Familienmitglieder kein Problem – außer für das Familienoberhaupt. Der stattliche Herr trug nämlich eine kleine Tasche unter dem Arm, aus der ein noch kleinerer Hund herausschaute.

Die Hosts des Museums machten das Familienoberhaupt freundlich darauf aufmerksam, dass der Hund zwar in die Lobby und den Museumsgarten dürfe, nicht aber in die Ausstellungsgeschosse. Sie stießen damit allerdings auf wenig Einsicht, und eine hitzige Diskussion entbrannte. Das Argument: »Dies ist ein Taschenhund, der darf überall hin!« Die verwunderten Hosts, die bis dato nicht einmal den Begriff »Taschenhund« gekannt hatten, gingen der ungeklärten Frage nach: Warum genau durfte Choux-Choux eigentlich nicht mit ins Museum?  weiterlesen

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