Barfuß im Dunkeln

Junger Mann in grauem Rollkragenpulli lehnt an einem Schrank, auf dem ein Totenschädel liegt

Victor Alaluf in seinem Atelier in Berlin-Friedrichshain © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Denis Grünemeier

Ein Kleiderschrank im Retro-Stil, darauf ruht ein Totenkopf – ein Sammelstück von Victor Alaluf. In seinem Atelier in Berlin-Friedrichshain treffe ich den aus Argentinien stammenden Künstler zum Gespräch.

In seinen Werken – vor allem Installationen, in denen Zeichnungen, Kollagen, Skulpturen, Videoarbeiten und Objekte des Alltags miteinander kombiniert werden – thematisiert Alaluf existenzielle Erfahrungen im Umgang mit Tod und Schmerz, Vergänglichkeit und Fragilität alles Lebenden. Entscheidend ist dabei die Wahl des Materials und der Objekte. Häufig sind es zerbrechliche Stoffe wie Glas oder Keramik, oder auch organisches Material wie menschliches Haar oder Blut. Eine besondere Vorliebe hat der Künstler für  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 22. Februar 2015 0 Kommentare

Wir räumen auf!
Auf dem Weg zum Schluss – Vielfalt in Schulen

Farbfotografie mit den Mitarbeitenden des Projekts, zwei Frauen und ein Mann

Die Mitarbeiter von »Vielfalt in Schulen«: Roman Labunski, Rosa Fava und Meral El, Foto: Violetta Gershman-Labunski

Aufräumen ist kein Spaß! Da stehen wir als das Projektteam von ViS (Kurzform für Vielfalt in Schulen) vor Fotos, Dokumenten um Dokumenten, Zeitschriften, Büchern und vielem mehr, was sich in den letzten drei Jahren in unseren Büros so angesammelt hat. Was machen damit? Was ist aus Museumsperspektive an diesen Unterlagen interessant und brauchbar?  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 17. Februar 2015 3 Kommentare

»Teil von etwas Ganzem«: Ein Gespräch über eine rituelle Beschneidung, mit der die Geschichte überwunden wurde

Farbfotografie einer Beschneidungsfeier in der Synagoge mit mehreren Personen

»Eine Feier mit Familie und Freunden«: Die Brit von Jaal, Foto: William Noah Glucroft

In den vergangenen Wochen haben wir auf »Blogerim« von den Diskussionen berichtet, die das Thema Beschneidung nach sich ziehen kann. Dabei sollte allerdings nicht aus den Augen verloren werden, dass für die meisten jüdischen und muslimischen Familien der Ritus eine Selbstverständlichkeit ist – so auch für Amitay und Meital aus Israel. Das Paar lebt in Berlin und hat Anfang Dezember einen Jungen bekommen. Ich habe die beiden gefragt, wie sie die Brit Mila des kleinen Jaal erlebt haben.

Mitte Dezember habt Ihr Jaal in der Synagoge Fraenkelufer von einem Mohel beschneiden lassen. Habt Ihr lange überlegt, ob Ihr diesen Schritt geht?

Meital: Für mich war es gar keine Frage.
Amitay: Für mich auch nicht. Als der Moment immer näher rückte, kamen mir aber doch einige Fragen.  weiterlesen