Veröffentlicht von am 30. Juni 2014 0 Kommentare

Fußball & Erster Weltkrieg

Kleinodien aus unserer Sammlung

Schwarz-weiß Foto einer Fußballmannschaft

Harry Engel (1892-1950) mit der Mannschaft des FC Bayern München, München, September 1916
© Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Alfred Engel, Foto: Jens Ziehe
Zum Objekt in der Online-Datenbank unserer Sammlungen …

Am 15. Februar 1940 erreicht die Münchner Familie Engel das rettende Ufer Manhattans – nach vierjährigem Warten auf das amerikanische Visum und der geglückten Flucht aus Nazideutschland. In ihrem Gepäck befinden sich einige Erinnerungsstücke, die der damals 13 Jahre alte Alfred Engel Jahrzehnte später dem Jüdischen Museum Berlin aus dem Nachlass seines Vaters schenken wird. Darunter sind seltene Fotografien aus den 1910er Jahren, in denen Harry Engel (1892-1950) aktiver Fußballer beim FC Bayern München war.  weiterlesen


Fußballfreunde

Heute Abend wird in Netanja das erste Spiel der U-21-Fußball-Europameisterschaft angepfiffen. Antreten werden die Mannschaften von Israel und Norwegen. Besonders für die Spieler der israelischen Mannschaft wird das Auftaktspiel in ihrem Heimatland etwas Besonderes sein.

Da ich ein großer Fußballfan bin, ist diese EM für mich der Anstoß gewesen, mich über den Sammlungsbestand des Jüdischen Museums zum Thema Fußball zu informieren. In unserem Online-Schaukasten finde ich eine »kleine Geschichte des jüdischen Fußballs« und in unserer Sammlungsdatenbank mehrere Objekte, die meine Neugierde erwecken. Ein Foto aus dem Jahr 1936 oder 1937 spricht mich besonders an. Ich finde es spannend, dass Fußball bereits in den 1930er Jahren eines der Dinge war, die Jungs in ihrer Freizeit begeisterten. Auf dem Foto ist der 1924 geborene Walter Frankenstein (hintere Reihe, Mitte) zusammen mit seiner Fußballmannschaft zu sehen:

Schwarz-weiß-Fotografie: Mannschaftsaufstellung einer Jungen-Fußballmannschaft

Das Fußballteam des Auerbach’schen Waisenhauses von 1936 oder 1937. Stiftung von Walter Frankenstein (hintere Reihe, Mitte). Fotograf unbekannt
© Jüdischen Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Alle Jungen auf dem Bild sind zu diesem Zeitpunkt Bewohner des Auerbach’schen Waisenhauses in der Berliner Schönhauser Allee.  weiterlesen


Veröffentlicht von am 13. August 2012

STÜRMER-Riegel

Schokoladenriegel mit der Aufschrift »STÜRMER«Ich traute meinen Augen kaum, als eine Kollegin gestern Mittag in der Kantine des Jüdischen Museums einen Schokoriegel kaufte, der abgesehen von der Aufschrift STÜRMER haargenau aussah wie der vertraute Snickers-Riegel. Es sollte sich herausstellen, dass meinen Augen nichts fehlte. Denn mit Hilfe der Webseite des Schokoriegelherstellers Mars, Inc., fand ich nach der Mittagspause heraus, dass die sogenannten »Stürmer-Riegel« Teil einer »happy day«-Sonderkampagne sind, die den Absatz während der Fußball-Europameisterschaft ankurbeln soll. Manchmal sehen wir im Museum Gespenster, weshalb ich erleichtert war, dass nicht jeder den Namen »Stürmer« mit dem berüchtigten antisemitischen Hetzblatt verbindet, das die Nazis in den 1920er und 1930er Jahren in Umlauf brachten…

Naomi Lubrich, Medien

Veröffentlicht unter Im Jüdischen Museum Berlin, Küche
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