Veröffentlicht von am 20. November 2012

Bezalels Nachfahren

Menschen auf der Durchreise

Maurycy Minkowski, Nach dem Pogrom, 1910 © Prestel Verlag

Das Buch 50 jüdische Künstler, die man kennen sollte von Edward van Voolen stellt eine Auswahl der wichtigsten jüdischen Maler, Bildhauer und visuellen Künstler der vergangenen zweihundert Jahre vor. Van Voolen ist Kurator am Joods Historisch Museum in Amsterdam und Rabbiner und Lehrer am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam. Sein Buch ist eine Freude zu lesen. Die Einführung skizziert prägnant die Geschichte der jüdischen Kunst, ausgehend von ihren frühesten Zeugnissen von vor dreitausend Jahren, und sie beschreibt die wichtigsten Ereignisse und Persönlichkeiten – die Nachfahren des ersten biblischen Künstlers Bezalels –, ohne jedoch den Fehler zu begehen, zu viele Ähnlichkeiten zwischen den Künstlern allein aufgrund ihrer jüdischen Familienhintergründe zu suchen.  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 6. September 2012

Fehlende Elemente in der Literatur

Die Suche nach einer jüdischen Vergangenheit ist das Thema von Jonathan Safran Foers neuestem Roman, Tree of Codes. Löchrige BuchseiteSchon sein Debutroman und Bestseller Alles ist erleuchtet, der von Hollywood verfilmt wurde, handelte von einem jungen Mann, der auf der Suche nach der Vergangenheit seiner Familie in die Ukraine reist. Foers neustes Buch handelt ebenfalls von der Suche nach jüdischen Wurzeln, doch sind es dieses Mal eher künstlerische statt biographische Wurzeln.

In seinem Buch experimentiert Foer mit dem Konzept der Abwesenheit. Er reproduziert Teile von Bruno Schulz’ Street of Crocodiles (dt: Zimtläden), eines von zwei überlieferten Werken des Autors, dessen übrigen Texte verloren gingen, als die Nationalsozialisten 1941 seine Heimatstadt Drohobycz eroberten und 1942 deren Bürger, einschließlich Schulz, ermordeten.  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 6. August 2012

Heimkehr nach Polen

Emblem mit Davidstern     Europakarte mit Fahnen

2007 von der israelischen Künstlerin Yael Bartana initiiert, versucht die Jewish Renaissance Movement in Poland, 3,3 Millionen Juden nach Polen »zurückzuholen«, und das Land, das den größten Verlust jüdischen Lebens in den Jahren 1941–1945 erlitt, somit wiederzubeleben. Von den Nationalsozialisten wurden schätzungsweise drei Millionen polnische Juden ermordet, 300.000 konnten fliehen.
Im letzten Mai rief die Bewegung zu einer internationalen Konferenz bei der 7. Berliner Biennale auf, um ihr Programm zu formulieren. Bei der Venedig-Biennale des vorigen Jahres war die Bewegung durch mehre Filme repräsentiert, die von fiktionalen »Heimkehrten« erzählten. Für weitere Infos siehe: www.jrmip.org

Anna Povejsilova, Medien

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