Veröffentlicht von am 9. Dezember 2013 0 Kommentare

Schreibübungen in Schiefer

Gleich zu Beginn unserer Sonderausstellung »Alles hat seine Zeit« erwarten unsere Besucher hebräische Schriftzeichen, die als ein schwebendes Alphabet mit Salzteigbuchstaben in Szene gesetzt sind. Daneben befindet sich eine Vitrine mit drei Schiefertafeln, die von kindlichen Schreibversuchen im Mittelalter zeugen.

Michael Wiehen erzählte uns bei der Anlieferung, was es mit diesem Fund aus der Archäologischen Zone, dem Jüdischen Museum Köln auf sich hat:


Veröffentlicht von am 19. Mai 2013 0 Kommentare

Der unfreiwillige Elch

– und andere religiöse Verwandlungen

Anhänger in Form der Buchstaben Chet und Jod

Der unfreiwillige Elch

Im Sommer letzten Jahres ging ein globales Kichern durch die jüdische Onlinegemeinde, als ein eBay-Händler einen Navajoanhänger in Form eines Elchs zum Verkauf anbot. Dieses als »einzigartiger, originaler Navajo Elchanhänger, 925 Silber, 0,8 Gramm« beschriebene Schmuckstück war  eigentlich ein jüdisches Amulett in Form des hebräischen Worts »chai«. Das Motiv, das übersetzt »Leben« bedeutet, ist beliebt und unter jüdischem Schmuck häufig zu finden. Es besteht aus den zwei Buchstaben Chet und Jod, die eigentlich kaum mit einem Tier zu verwechseln sind. Doch bei diesem Anhänger waren die Buchstaben schematisch und miteinander verbunden dargestellt, so dass sie tatsächlich wie ein Tier mit Hörnern im typisch indianischen Stil aussahen.   weiterlesen


Ich bin jüdisch – willst Du nachsehen?

Bild eines T-Shirts mit anzüglichem AufdruckEric Silvermans lang angekündigtes Buch, A Cultural History of Jewish Dress, ist vor wenigen Wochen in Bloomsburys angesehener kulturhistorischen Reihe erschienen. Es behandelt ein Thema, das der Überarbeitung bedurfte: Jüdische Kleidung war zuletzt 1967 – vor fast fünfzig Jahren – in Alfred Rubens’ A History of Jewish Costume untersucht worden.

Der Rahmen des Buchs ist sehr breit angelegt: Silverman stellt Betrachtungen an über dreitausend Jahre und die verschiedensten Regionen und Kulturen, vom Mittleren Osten, über Russland, Nordafrika und Europa bis hin zu den USA.

Mit Hilfe der Tora, der Mischna und des Talmuds sowie einer Auswahl englischsprachiger Sekundärliteratur und Zeitungsartikel als Quellenmaterial gliedert der  Anthropologe aus den USA sein Buch analytisch statt empirisch. Anstatt Kleidungsstücke zu kategorisieren, analysiert er die Debatten, die seit Jahrtausenden über die Frage geführt werden, was Juden tragen oder nicht tragen sollen.  weiterlesen

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