Ernster Spaß.

Gedichte von jungen Lyrikerinnen und Lyrikern aus dem Lyrix-Wettbewerb

Teilnehmerinnen des Workshops beim Verfassen eines Gedichts © Deutschlandradio, Foto: Anna-Lisa Deichert

Teilnehmerinnen des Workshops beim Verfassen eines Gedichts © Deutschlandradio, Foto: Anna-Lisa Deichert

In einer Schreibwerkstatt am Jüdischen Museum Berlin haben am 13. Juni Schülerinnen und Schüler lebhaft darüber diskutiert, was Partnerschaft bedeuten kann. Die Autorin Daniela Seel legte ihnen dazu  Gedichte von Ernst Jandl und seiner Lebensgefährtin Friederike Mayröcker vor und fragte: Ist es auch die Beziehung zwischen Otto und Mops? Was sagen Mayröckers Kosenamen über ihre Beziehung zu Jandl aus? Haben wir nur Kosenamen für Menschen, die wir lieben, oder auch für andere Partner?  weiterlesen


Veröffentlicht von am 23. Juni 2014 4 Kommentare

Moderne Lyrik trifft auf historisches Objekt

Lyrix zu Gast im Jüdischen Museum

Logo des Wettbewerbs »lyrix«Auf Einladung von Deutschlandradio Kultur sind am 13. Juni 2014 Schülerinnen und Schüler ins Jüdische Museum Berlin gekommen, um mit Profis aus der Literaturszene zum Thema Partnerschaft zu dichten. Als Inspirationsquellen dienten ihnen eine Ketubba (Ehevertrag) aus der aktuellen Wechselausstellung »Die Erschaffung der Welt« und das Gedicht »hochzeit« von Kathrin Schmidt (zu lesen auf der Lyrix-Seite des Deutschlandfunks).

Im Seminarraum lässt der Lyriker Max Czollek die Schülerinnen und Schüler zunächst zu dem Begriff ›Partnerschaft‹ assoziieren. Genannt werden: Ehe, Zuneigung, Vertrauen und Liebe (beide sehr häufig), Treue und Ähnliches. Doch genau die naheliegenden Assoziationen brauchen wir in der Lyrik nicht. Aber was brauchen wir dann?

Ein paar Räume weiter geht die Lyrikerin Nadja Küchenmeister ähnlich vor. Eine Schülerin sagt später, dass ihr die Einteilung in Wörter, welche sie benutzen bzw. nicht benutzen solle, sehr geholfen habe, die Angst beim Schreiben zu nehmen. Sie hat folgendes Gedicht zu Papier gebracht:  weiterlesen


Veröffentlicht von am 12. Juni 2014 0 Kommentare

Jüdische Schrift und Liebe mit Vertrag

Ein Museumsführer mit einer Gruppe Kinder in der Ausstellung »Die Erschaffung der Welt«, ein kleiner Junge meldet sich

Schülerinnen und Schüler werden durch die Ausstellung »Die Erschaffung der Welt« geführt
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Nadja Rentzsch

»Ich weiß es«, ruft Tamo* (10 J.): »Es ist jüdische Schrift!« »Hebräisch heißt es – hebräische Schrift«, verbessert ihn Mia (10 J.). Sie weiß es genau, ihre beste Freundin kommt aus Israel. Bei ihr hat sie schon einmal diese Buchstaben gesehen. Alexander (34 J.) schmunzelt. Er ist Referent im Jüdischen Museum. Heute führt er eine Berliner Grundschulklasse durch die aktuelle Wechselausstellung »Die Erschaffung der Welt«. Historische Schriftstücke und kunstvolle Illustrationen sind zu sehen.  weiterlesen