Hefezöpfe und bequeme Schuhe: ein Freiwilliges Jahr im Jüdischen Museum Berlin

Janik Petersdorff vor dem Eingang der Akademie Jüdischen Museums Berlin

Auf dem Weg zur Arbeit; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Anne Richter

Endlich mit der Schule fertig und keine Ahnung wohin? Ein Auslandsjahr vielleicht? Gleich studieren? Oder doch eine Ausbildung machen? Das sind die Fragen, die auch ich mir nach meinem Schulabschluss gestellt habe. Aufgrund meiner Begeisterung für die Berliner Museen und meinem Interesse an kultureller und wissenschaftlicher Arbeit hielt ich es für sinnvoll, mich durch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) mit diesem Arbeitsfeld vertraut zu machen. Das Jüdische Museum Berlin war allerdings nicht meine erste Anlaufstelle, denn nachdem ich die Online-Bewerbung für mein FSJ ausgefüllt hatte, wurde ich zu einem Bewerbungsgespräch im Archäologischen Zentrum der Staatlichen Museen zu Berlin eingeladen. Weil ich mich sehr für altägyptische Geschichte interessiere, hörte sich das natürlich optimal für mich an. Als ich eine Absage bekam, war meine Enttäuschung groß, doch ich hoffte erst einmal auf weitere Angebote meines Trägers. Die ließen allerdings auf sich warten.  weiterlesen

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Veröffentlicht von am 1. Juni 2015 1 Kommentar

Auf dem Weg zu einer Online-Plattform für jüdische Geschichte und Kultur

Die mittelfristige Online-Strategie des Jüdischen Museums Berlin

Foto von der Workshopshoparbeit bei we are museums 2014

Während eines Workshops bei wearemuseums 2014 in Warschau CC-BY-SA wearmuseums

Zurzeit findet die Konferenz »we are museums« in den Räumen unserer Akademie statt – ich arbeite seit Tagen an meiner Keynote-Lecture und lasse die letzten beiden Jahre Revue passieren: Beinahe auf den Tag genau vor zwei Jahren setzten sich einige Kolleginnen und Kollegen des Museums das erste Mal zusammen, um über den derzeitigen Webauftritt und Eckpfeiler für dessen Erneuerung zu sprechen. Unsere Online-Aktivitäten waren beständig größer und vielschichtiger geworden, externe Gutachten und Fokusgruppen-Evaluationen aber zeigten, dass unsere Besucher sich zunehmend schlechter auf unserer Website zurechtfanden. Zeit also,  weiterlesen


»Ein Symbol der Hoffnung und der Nächstenliebe«

Eine außergewöhnliche Schenkung

Goldener Kettenanhänger mit Frauenkopf

Medaillon mit Heiligenbild © Jüdisches Museum Berlin, Foto Jörg Waßmer, Schenkung von Fred Kranz

Letzte Woche nahm unser Stifter Fred Kranz auf Einladung des Museums an zwei Archivworkshops teil, bei denen er einer Schulklasse aus dem sächsischen Döbeln sowie einer Klasse aus Berlin-Tegel begegnete. Es war bereits das fünfte Mal in den letzten Jahren, dass Herr Kranz, der 1938 in Berlin geboren wurde, aus den USA anreiste, um mit Schülern über sein Leben und das seiner Eltern zu sprechen. Die dreiköpfige Familie Kranz hatte den Krieg auf einem Bauernhof im brandenburgischen Dorf Kallinchen am Motzener See überlebt, bei einem ehemaligen Mitarbeiter seines Vaters.

Bereits 2004 hat Fred Kranz dem Museum eine Sammlung von Dokumenten und Fotografien gestiftet, die jüdisches Leben in Berlin in den ersten Nachkriegsjahren auf beeindruckende Weise dokumentieren. Bei seinem jüngsten Besuch übergab er uns ein ganz besonderes, ja einmaliges Objekt. Die ergreifende Geschichte dazu wollen wir hier in seinen eigenen Worten wiedergeben:  weiterlesen

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