Die Erschaffung der Welt

Illustrierte Handschriften aus der Braginsky Collection

Die Erschaffung der Welt. Illustrierte Handschriften aus der Braginsky Collection

Die Braginsky Collection ist die größte Privatsammlung hebräischer Handschriften aus verschiedenen Gebieten der westlichen und östlichen Diaspora. Sie vermittelt einen umfassenden Eindruck von der Vielseitigkeit der jüdischen Schriftkunst und war nach Stationen in Amsterdam, New York, Jerusalem und Zürich im Jahr 2014 im Jüdischen Museum Berlin zu sehen.

Ausstellung bereits beendet
Ort

Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Die Braginsky Collection

Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg hat René Braginsky seine spektakuläre Sammlung hebräischer Handschriften zusammengetragen: Sie umfasst mittelalterliche Schriftstücke, kunstvoll angefertigte Hochzeitsverträge, reich illustrierte Schriftrollen, illuminierte Handschriften und wertvolle Drucke.

Die Sammlung zeichnet sich durch eine besondere Verbindung von Text und Kunst aus, da diese hebräischen Schriften mit einer oft sehr aufwändigen Buchmalerei verziert wurden. Ihr Schwerpunkt liegt auf illustrierten Handschriften, die im 18. Jahrhundert in Mittel- und Nordeuropa entstanden sind. Alle bedeutenden jüdischen Schriftkünstler*innen und Illuminator*innen dieser Epoche, die als ein Höhepunkt jüdischer Handschriftenkunst gilt, sind mit exzellenten Arbeiten in der Sammlung von René Braginsky vertreten.

Die kostbaren Handschriften dieser Privatsammlung zeugen davon, welch große Bedeutung das Judentum dem schriftlichen Festhalten heiliger Texte und biblischer Kommentare beimisst. Während der Verfolgungen über die Jahrhunderte hinweg nahmen viele hebräische Handschriften und Bücher Schaden oder wurden gänzlich vernichtet. Umso kostbarer ist die Sammlung von René Braginsky mit ihren herausragenden Beispielen jüdischer Schriftkunst.

Kalligrafen in der Ausstellung

Die Besucher*innen konnten in der Ausstellung mehrere Kalligrafen bei der Ausübung ihrer Kunst beobachten:

  • Der Rabbiner und Tora-Schreiber Reuven Yaacobov arbeitete an fünf Tagen der Woche an einer Tora,
  • Murad Kahraman demonstrierte arabische Kalligrafie und Khatkunst,
  • Prof. Ding Yuan zeigte chinesische Kalligrafie und chinesische Malerei,
  • Lahsen Azougaye führte verschiedene Stile arabischer Kalligrafie vor.

Roboter-Installation bios [torah]

Ergänzend zur Ausstellung präsentierte das Museum von Juli 2014 bis April 2015 die Installation bios [torah] der Künstlergruppe robotlab, die auf die Tätigkeit des Tora-Schreibens verweist. Anders als ausgebildete Tora-Schreiber*innen, die die Heiligkeit der Schrift garantieren, zeigte die Installation ihre industrielle Reproduzierbarkeit.

Informationen zur Ausstellung im Überblick

  • Wann

    4. April bis 3. August 2014

  • Wo

    Altbau 1. OG
    Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin Zum Lageplan

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Altbau 1. OG


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

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Die Erschaffung der Welt. Illustrierte Handschriften aus der Braginsky Collection

Während der Ausstellungslaufzeit richtete das Jüdische Museum Berlin 2014 ein Symposion zum Thema Bilderverbot aus und bot verschiedene Workshops an, die sich mit Themen wie Schriftkunst, Illustration und Papierschöpfen beschäftigten.

Kunstfrühstück für die ganze Familie

13. April 2014
Schriftkunst und Buchbinden mit den Buchbindermeisterinnen Kirstin Sieling und Grit Wenig der Künstlerin Cornelia Brauer.

Kunstfrühstück am Muttertag

11. Mai 2014
Schriftkunst und Illustration mit Cornelia Brauer & Michal Zamir

Symposion
Bilder und Bilderverbot

16. Mai 2014
Das Symposion untersucht den Umgang mit Bildern in verschiedenen Epochen, Regionen und religiösen Strömungen im Judentum und Islam.

Kunstfrühstück
Schöne Seiten

25. Mai 2014
Papierschöpfen mit der Künstlerin und Gestalterin Cornelia Brauer

Kunstfrühstück
Im Anfang war das Wort

8. Juni 2014
Schriftkunst mit der Künstlerin und Gestalterin Cornelia Brauer

Kunstfrühstück
Liebesbrief und Ehevertrag

22. Juni 2014 – abgesagt!

Kunstfrühstück
Was die Welt zusammenhält

6. Juli 2014
Buchbinden mit der Buchbindemeisterin Ria Tiemeyer