Defiant Requiem. Verdis Messa da Requiem im Ghetto Theresienstadt

Konzert-Drama im Konzerthaus Berlin

Das Konzert-Drama »Defiant Requiem« ist dem tschechischen Dirigenten und Pianisten Rafael Schächter gewidmet, der vor rund 70 Jahren mit Hunderten von Häftlingen im Ghetto Theresienstadt Verdis Messa da Requiem aufführte.

Für die Menschen im Ghetto Theresienstadt war Musik ein Element der Selbstbehauptung in einem Lageralltag, geprägt von Erniedrigung, Elend, Krankheit und Tod. Die zunächst heimlich aufgeführten Konzerte wurden später von den Nationalsozialist*innen zu Propagandazwecken missbraucht. Rafael Schächter und nahezu alle Mitglieder des Chors wurden durch die Nationalsozialisten ermordet.

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Ort

Konzerthaus Berlin

Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

Mit dem »Defiant Requiem« erinnert der amerikanische Dirigent Murry Sidlin an die Menschen in Theresienstadt, für die das Requiem und die Arbeit mit Rafael Schächter zu einem Mittel des inneren Widerstands wurden. In seiner Inszenierung verknüpft er Verdis Totenmesse mit Filmaufnahmen und Zeitzeugenberichten von Chormitgliedern. 70 Jahre nach dem letzten Konzert in Theresienstadt möchten wir an die Menschen erinnern, die unter den widrigsten Bedingungen zu einem vielfältigen kulturellen Leben im Ghetto Theresienstadt beitrugen.

Künstler*innen des Abends

Murry Sidlin (Dirigent), das Konzerthausorchester Berlin, der Chor des Jungen Ensembles Berlin und der Vokalakademie Berlin (Leitung: Frank Markowitsch), Aga Mikolaj (Sopran), Gerhild Romberger (Mezzospran), Steven Tharp (Tenor), István Kovács (Bass)
Iris Berben und Ulrich Matthes (Sprecher)

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«.

Eine Veranstaltung zum Themenschwerpunkt »Ghetto Theresienstadt«

Hier finden Sie das Programmheft zum Defiant Requiem als PDF-Datei zum Herunterladen.

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deutsch
/nicht barrierefrei

Mit freundlicher Unterstützung von

Logo: Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V.
Ort

Konzerthaus Berlin

Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

Weitere Informationen

  • Wann

    4. März 2014, 20 Uhr

  • Wo
    Konzerthaus Berlin

    Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

Begleitprogramm Defiant Requiem (6) Themenwoche Theresienstadt Alle anzeigen

Themenwoche Theresienstadt

Das Defiant Requiem ist eine ungekürzte Inszenierung von Verdis Totenmesse mit gelesenen Zeitzeugenberichten und Auszügen aus einem NS-Propagandafilm über Theresienstadt. Mit dem Konzert-Drama, das seit 2002 international präsentiert wird, greift der amerikanische Dirigent Murry Sidlin die Aufführungen von Verdis Messa da Requiem im Ghetto Theresienstadt auf. Am 4. März 2014 findet die Deutschlandpremiere im Konzerthaus Berlin statt. Im Begleitprogramm finden zahlreiche Veranstaltungen zum Thema statt.

Studienreise Prag und Theresienstadt

31. Januar – 2. Februar 2014
Aus Anlass der Aufführung von Verdis Totenmesse, inszeniert als Konzert-Drama »Defiant Requiem«, bieten wir eine Studienreise nach Prag und Theresienstadt an.

»Als ob’s ein Leben wär«

27. Februar 2014, 19:30 Uhr
Lesung aus dem Tatsachenbericht von Philipp Manes aus dem Ghetto Theresienstadt 1942-1944

Transport aus dem Paradies

1. März 2014, 19:30 Uhr
Regie: Zbyněk Brynych, ČSSR 1963, 98 Min.

Kunst und Kultur im Ghetto Theresienstadt

2. März 2014, 11–18 Uhr
Das Symposium greift in vier Vorträgen die Geschichte des »Ausnahmeghettos« Theresienstadt unter einem jeweils unterschiedlichen Blickwinkel auf.

Defiant Requiem (Dokumentarfilm)

3. März 2014, 19:30 Uhr
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des tschechischen Dirigenten und Pianisten Rafael Schächter und seiner Aufführung von Verdis Messa da Requiem in Theresienstadt

Verdis Messa da Requiem im Ghetto Theresienstadt

4. März 2014, 20 Uhr
Das Konzert-Drama Defiant Requiem ist dem tschechischen Dirigenten und Pianisten Rafael Schächter gewidmet, der vor rund 70 Jahren mit Hunderten von Häftlingen im Ghetto Theresienstadt Verdis Messa da Requiem aufführte.

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