Der Glashof

Eine Laubhütte aus Glas und Stahl

Seit September 2007 überdacht eine Konstruktion aus Glas und Stahl den 670 Quadratmeter großen Innenhof des barocken Altbaus. Der sogenannte Glashof entstand nach dem Entwurf »Sukka« (hebräisch für Laubhütte) des Architekten Daniel Libeskind. Dieser bezieht sich auf das jüdische Laubhütten- und Erntedankfest »Sukkot«, das seit der Zeit des Exils in Erinnerung daran gefeiert wird, dass die Israelit*innen während der Wüstenwanderung in Hütten gelebt haben.

Ort

Altbau EG, Glashof


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Komplexes Bauprojekt

Das Glasdach wird von vier freistehenden Stützenbündeln aus Stahl getragen. Deren Form erinnert an die Verzweigungen eines Baumes, die sich unter dem Dach als Liniennetz aus Stahl fortsetzen. Die gläserne Fassade gibt den Blick frei auf den weitläufigen Garten des Museums.

Der Glashof war ein komplexes Bauprojekt – unkonventionell in der Gestaltung wie im verwandten Material. Die verwinkelten Äste und Baumkronen stellen eine der ungewöhnlichsten Verwendungen des Materials Stahl in der zeitgenössischen Architektur dar. Die Glasfassade besteht aus neun verschiedenen Scheibentypen, in denen sich der Libeskind-Bau und die Bäume des Museumsgartens spiegeln. Das Ergebnis ist ein lichtdurchfluteter, transparenter Raum voller Reflexionen.

Der Glashof nach dem Entwurf »Sukka« von Daniel Libeskind überdacht den Innenhof des barocken Altbaus; Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Raum für vielfältige Veranstaltungen

Den vielfältigen pädagogischen und kulturellen Programmen des Museums bietet der Glashof ein architektonisch reizvolles, stimmungsvolles Ambiente. Er fasst rund 500 Personen und eignet sich für Bildungsprogramme, Konzerte, Konferenzen und Empfänge. Der Glashof kann auch gemietet werden. Alle Informationen zum Thema Raumvermietungen finden Sie auf unserer Website.

Mit freundlicher Unterstützung von

Logo: Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V.
Ort

Altbau EG, Glashof


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Unsere Gebäude (6) Barock und Daniel Libeskind Alle anzeigen

Barock und Daniel Libeskind

Die Architektur des Jüdischen Museums Berlin ist stark von Daniel Libeskind geprägt: Von ihm stammt nicht nur der Entwurf des Museumsgebäudes, auch die W. Michael Blumenthal Akademie und den Glashof hat der US-amerikanische Architekt gestaltet. Zum Gebäudeensemble gehören aber auch ein Barockpalais sowie eine denkmalgeschütze Gartenanlage aus den 1980er-Jahren.

Der Libeskind-Bau

Ein Zick-Zack-Bau aus Titanzink, unterirdische Achsen, schiefe Wände: Daniel Libeskind wollte mit seinem Entwurf »Between the Lines« nicht nur ein Museum bauen, sondern deutsch-jüdische Geschichte erzählen.

Der Altbau

Das ehemalige Kollegiengebäude ist das letzte erhaltene Barockgebäude in der historischen Friedrichstadt. Der ehemalige Sitz der königlichen Justizverwaltung ist heute Eingangsbereich zum Museum mit Ausstellungsflächen im Obergeschoss.

Die W. Michael Blumenthal Akademie

Nach dem Entwurf »Zwischenräume« von Daniel Libeskind wurde eine frühere Blumengroßmarkthalle umgebaut. Mit drei Kuben knüpft die Formensprache an die übrige Museumsarchitektur an.

Der Glashof

Der Glashof enstand nach dem Entwurf »Sukka« (hebräisch für Laubhütte) von Daniel Libeskind und überdacht mit einer Konstruktion aus Glas und Stahl den Innenhof des barocken Altbaus.

Der Garten der Diaspora

Der Garten der Diaspora liegt im Inneren der W. Michael Blumenthal Akademie. Auf vier scheinbar schwebenden Plateaus wachsen Pflanzen mit einem Bezug zu jüdischem Leben oder einer eigenen Geschichte der Zerstreuung.

Unsere Museumsgärten

Hinter dem Altbau und rund um den Libeskind-Bau ergänzen zwei Gartenanlagen das Gebäudeensemble und bieten unseren Besucher*innen einen Ort für Ruhepausen vor und nach dem Museumsbesuch.

Sukkot

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