Galerie der verschwundenen Dinge

Eine Installation von Via Lewandowsky in unserer Dauerausstellung

Via Lewandowskys Installation »Gallery of the Missing« (Galerie der verschwundenen Dinge) ist über die Ausstellungsfläche der Dauerausstellung verteilt.

Besucher*innen begegnen schwarzen, trapezförmigen Glasskulpturen, an denen sie über Kopfhörer (auf Deutsch und Englisch) etwas über vernichtete Gegenstände erfahren können.

Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau, Dauerausstellung gesamt

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

In den Hörstücken geht es um Objekte, die stellvertretend für Zeugnisse zerstörten jüdischen Kulturguts stehen. Sie sollen – so der Künstler – an die Idee und das Wesen »dessen, was nicht mehr existiert« erinnern.

Mit seinem Projekt bezieht sich der Künstler auf Daniel Libeskinds Architektur: In Gestalt der »Voids« (Leerräume) hat Libeskind dem Museumsgebäude den Verlust eingeschrieben, den Berlin und Deutschland durch die Ermordung der Jüd*innen erlitten hat. Fünf dieser leeren Voids »unterbrechen« den Libeskind-Bau entlang einer geraden Achse. Die schwarzen Glasskulpturen Lewandowskys in der Dauerausstellung stehen in einer Wechselbeziehung zu diesen Negativräumen in der Architektur.

Via Lewandowsky

Via Lewandowsky wurde 1963 in Dresden geboren und studierte dort von 1982 bis 1987 an der Universität der Künste.

In den 1990er-Jahren war er Stipendiat am PS 1 Contemporary Art Center in New York und am Baff Center for the Arts in Kanada.

In Deutschland ist Via Lewandoswky mit mehreren Kunstpreisen ausgezeichnet worden. Neben zahlreichen Ausstellungen z. B. in Wien, Amsterdam und New York wurde sein Werk auch auf der documenta IX in Kassel und in den Ausstellungen Deutschlandbilder (Berlin 1997) und Art of the XXth Century: a Century of Art in Germany (Berlin 1999) gezeigt.

Gebäudeplan mit Markierung des Libeskindbaus
Ort

Libeskind-Bau, Dauerausstellung gesamt

Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin