Begleitprogramm

Mit Arnold Dreyblatt durch Kreuzberg

In der Reihe: Heimaterkundungen – Stadtspaziergänge mit Künstlern der Ausstellung »Heimatkunde« durch ihren Stadtteil

Der amerikanische Künstler Arnold Dreyblatt kam 1983 erstmals nach Berlin und begann von hier aus zahlreiche Reisen zu den Herkunftsorten seiner Familie in Osteuropa. Die Ergebnisse dieser Recherchen sind in die Installation »My Baggage« eingeflossen, einer multimedialen Arbeit zur Geschichte seiner Familie mit den Stationen Weißrussland, Berlin und den USA. Auf seinem Spaziergang führt der Künstler zu Orten, die eine besondere Bedeutung für ihn und seine historischen Erkundungen haben.

Wann: Sonntag, 22. Januar um 11 Uhr
Treffpunkt: Mariannenplatz, Künstlerhaus Bethanien, Foyer
Kosten: 7 Euro, erm. 5 Euro.
Anmeldung (für Nicht-Journalisten) unter Tel.+49 (0)30 259 93 488 oder reservierung[at]jmberlin.de

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Weimar, das künftige Jerusalem?
Podiumsgespräch mit Aktivisten des Komitees »Medinat Weimar« Moderation: Cilly Kugelmann

Die Kunstaktion »Medinat Weimar« von Ronen Eidelman setzt sich für die Gründung eines jüdischen Staates in Thüringen ein. Die Installation in der Ausstellung »Heimatkunde« unterläuft die Unterscheidung zwischen Ausstellung und öffentlichem Raum, zwischen Kunstaktion und politischer Kampagne. »Medinat Weimar« versteht sich als Lösungsversuch für politische Konflikte, sei es in Israel oder im Bundesland Thüringen.

Mit: Ronen Eidelman, Tel Aviv, Künstler
Sami Khatib, Berlin, Aktivist der Bewegung
Prof. Liz Bachhuber, Bauhaus-Universität Weimar, Lehrgebiet Freie Kunst
Prof. Dr. Hanne Seitz, Fachhochschule Potsdam, Bereich Theorie und Praxis ästhetischer Konzepte
Moderation: Cilly Kugelmann, Jüdisches Museum Berlin

Bild der Teilnehmer des Podiumgespräches


Wann: Samstag, 14. Januar um 15 Uhr
Wo: Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin,
Altbau 1. OG, Bildungsraum
EINTRITT FREI
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Mit Misha Shenbrot durch den Wedding

In der Reihe: Heimaterkundungen – Spaziergänge mit Künstlern der Ausstellung »Heimatkunde« durch ihren Stadtteil

Seit 1992 lebt und arbeitet der in Moskau geborene Künstler in Berlin. Auf seiner Exkursion führt er durch seinen Wohnbezirk und zeigt aus sehr persönlicher Sicht, was ihm dort gefällt, was befremdlich ist und wo die Fixpunkte seines Alltags liegen. Dabei kommt ebenso zur Sprache, wie sich die Gegend in den letzten zehn Jahren verändert hat. Für die »Heimatkunde«-Ausstellung hat Shenbrot eine surreale biographische Erzählung aus digitalen Bildwelten im Format eines Guckkastens geschaffen.

Wann: Sonntag, 20. November 2011, 11 Uhr
Treffpunkt:
Mauerpark/Ecke Oderberger Straße
Kosten: 7 Euro, erm. 5 Euro
Anmeldung: unter Tel. +49 (0)30 259 93 488 oder reservierung[at]jmberlin.de

Eine weitere »Heimaterkundung« mit der Künstlerin Maria Thereza Alves ist für Januar 2012 geplant.
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Fremde Zeitgenossenschaften: Kunstmigration in Deutschland
Vortrag von Ljudmila Belkin

Der Ausdruck »zeitgenössische Kunst« ist längst relativ. Während des Kalten Krieges wurde die Selbstverständlichkeit der westlichen Kunst als der einzigen »zeitgenössischen« durch die politische wie künstlerische Unfreiheit in der sowjetischen Hemisphäre nur bestätigt. Erst die Kunstmigration stellte unterschiedliche Vorstellungen von der Aktualität in der Kunst nebeneinander. Die erhoffte Vielfalt blieb jedoch aus. Das ungleiche Machtverhältnis zwischen der etablierten »contemporary art« und dem eingewanderten Kunstdenken einerseits und das gegenseitige Befremden der Positionen andererseits bestimmen die heutige Kunst in Deutschland. Dieser Situation widmet sich der Vortrag von Ljudmila Belkin.

Wann: Donnerstag, 3. November 2011, 19.30 Uhr
Wo:
Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin,
Altbau EG, Auditorium
EINTRITT FREI
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Künstlergespräche auf dem Jubiläumssofa zur Ausstellung Heimatkunde

Julian Rosefeldt über den deutschen Wald, im Gespräch mit Margret Kampmeyer



Wann: Sonntag, 30. Oktober 2011, 18 Uhr
Wo:
Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin,
Altbau 1.OG, in den Räumen der Sonderausstellung »Heimatkunde«
EINTRITT FREI

Maziar Moradi über das Deutschwerden, im Gespräch mit Martina Lüdicke



Wann: Freitag, 28. Oktober 2011, 19 Uhr
Wo:
Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin,
Altbau 1.OG, in den Räumen der Sonderausstellung »Heimatkunde«
EINTRITT FREI

Via Lewandowsky über Warteräume, im Gespräch mit Denis Grünemeier



Wann: Donnerstag, 27. Oktober 2011, 19 Uhr
Wo:
Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin,
Altbau 1.OG, in den Räumen der Sonderausstellung »Heimatkunde«
EINTRITT FREI

Eldar Farber über deutsche Landschaften, im Gespräch mit Inka Bertz (in engl. Sprache)

Wann: Mittwoch, 26. Oktober 2011, 19 Uhr
Wo:
Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin,
Altbau 1.OG, in den Räumen der Sonderausstellung »Heimatkunde«
EINTRITT FREI

Miguel Rothschild über Himmelsbilder, im Gespräch mit Margret Kampmeyer



Wann: Dienstag, 25. Oktober 2011, 19 Uhr
Wo: Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin,
Altbau 1.OG, in den Räumen der Sonderausstellung »Heimatkunde«
EINTRITT FREI
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Lesung und Gespräch mit dem Schriftsteller Zafer Şenocak
Was ist so schwierig am Deutschsein heute?

Zafer Şenocaks Buch »Deutschsein. Eine Aufklärungsschrift« legt nach den hitzigen Debatten um Integration und Migration eine Bestandsaufnahme des mentalen Zustands der Deutschen vor. Seinen Mitdeutschen bescheinigt er trotz des ereignisgebundenen Zuspruchs zu nationaler Symbolik ein gebrochenes Verhältnis zur eigenen Identität. Die Sprache als Schlüssel zu einem neuen Selbstverständnis spielt dabei eine herausragende Rolle. Zafer Şenocak, geboren 1961, gehört zu den profiliertesten deutsch-türkischen Schriftstellern und Essayisten in Deutschland und schreibt regelmäßig in großen Zeitungen zu Themen der Zeit. Seine Romane und Gedichte wurden in viele Sprachen übersetzt.

Wann: 4. Oktober 2011, 19.30 Uhr
Wo: Jüdisches Museum Berlin, Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin,
Altbau 2. OG, Großer Saal
EINTRITT FREI
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