Michael Kerstgens, Beschneidung von Izaac Ben Jacob Rosenfeld in der Synagoge Joachimstaler Straße, Berlin 1992 (Ausschnitt)

Stationen der Ausstellung

  • Berlin

    20. April bis 26. August 2012 im Jüdischen Museum Berlin

  • Darmstadt

    4. November bis 2. Dezember 2012 im Designhaus Mathildenhöhe

  • Oberhausen

    24. Februar bis 21. April 2013 in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen

  • Budapest

    • 5. bis 18. März 2013 im ungarischen Außenministerium

    • 2. Mai bis 23. Juni 2013 im Historischen Museum im Burgpalast

    Weitere Informationen zur Ausstellungstation in Budapest auf Deutsch, Englisch und Ungarisch (1MB)


Titelseite der Publikation zur Ausstellung

Publikation zur Ausstellung

Neues Leben

Russen – Juden – Deutsche

Fotografien von Michael Kerstgens

Mit Texten von
Wolfgang Büscher
Michael Kerstgens
Hanno Loewy
Theresia Ziehe

Kehrer Verlag
Festeinband
Format: 29,7 x 24 cm
136 Seiten
126 Duotonabbildungen
29,90 Euro
ISBN 978-3-86828-277-1


Das Kontingent-
flüchtlings-
gesetz

Im Zuge des Vereinigungsprozesses übernahm die Bundesrepublik Deutschland das Versprechen der letzten DDR-Regierung, Juden aus der damals noch existierenden Sowjetunion aufzunehmen. Am 9. Januar 1991 beschlossen die Ministerpräsidenten der Bundesländer in Absprache mit der Regierung und dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dass jüdisch-russische Emigranten auf Basis des Kontingentflüchtlingsgesetzes in Deutschland aufgenommen werden. Alle Personen, die laut russischer Dokumente jüdisch waren, sowie deren nichtjüdische Familienangehörige, konnten entsprechende Anträge stellen und eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis erwerben.

Im Gegensatz zu den Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion erhielten Kontingentflüchtlinge nicht automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit, konnten diese aber nach bestimmten Fristen beantragen. Sie hatten Anspruch auf eine Arbeitserlaubnis, Sozialleistungen und Integrationshilfen, wie einen kostenlosen Sprachkurs und die Unterstützung bei der Wohnungssuche.

Mit dem Zuwanderungsgesetz vom 1. Januar 2005 verlor das Kontingentflüchtlingsgesetz seine Gültigkeit. 2007 wurde die weitere Aufnahme jüdischer Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion beschlossen, nun jedoch mit strengeren Auflagen.


Plakat der Ausstellung »Berlin Transit. Jüdische Migranten aus Osteuropa in den 1920er Jahren«

Inzwischen ebenfalls abgebaute Sonderausstellung

im Jüdischen Museum Berlin

Berlin Transit

Jüdische Migranten aus Osteuropa in den 1920er Jahren

Laufzeit der Ausstellung23. März bis 15. Juli 2012
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14
10969 Berlin
Altbau 1. OG

Über die Inhalte der - unterdessen wieder abgebauten - Ausstellung »Berlin Transit« können Sie sich weiterhin auf der Ausstellungswebsite informieren.



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