
- Neu gestalteter Ausstellungsbereich »Hofjuden«
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe (Ausschnitt)
Führung: Jüdisches Leben auf dem Lande
Geschichten von Hausieren und Händlern, Heereslieferanten und Hoffaktoren führen in den Westen und Süden des Landes. In den vielen kleinen Fürstentümern des späteren Deutschlands lebten Juden meist in großer Armut auf dem Lande.
Kleine und große Kaufleute oder Viehhändler bewegten sich als Mittler zwischen Stadt und Land und füllten auf diese Weise eine wirtschaftliche Nische. Die weite Zerstreuung führte zu völlig neuen Strukturen: es entstanden die jüdischen Landgemeinden. Frömmigkeit bestimmte den Alltag von Christen und Juden, die ein engeres nachbarschaftliches Zusammenleben pflegten als vormals in den Städten.
Im Gegensatz dazu steht der Glanz der Hofjuden, die als Finanziers und Diplomaten stets von der Gunst ihres absolutistischen Herrschers abhängig blieben. Als kleine Minderheit bewegten sie sich permanent zwischen zwei Welten: der adligen Gesellschaft bei Hofe und dem jüdischen Gemeindeleben.
Wo
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14
10969 Berlin
Klassenstufe
ab 7. Klasse
Schultyp
alle Schultypen
Teilnehmerzahl
max. 15 Personen
Dauer
1 Stunde
Preis
2,75 Euro (inkl. Eintritt) pro Person
Buchung
Anmeldung erforderlich
Kontakt
Bildungsabteilung
Tel.: +49 (0)30 259 93 305
Fax: +49 (0)30 259 93 412
E-Mail: fuehrungen[at]jmberlin.de
