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orthodox

Im Judentum, wie in den meisten Religionen, gibt es verschiedene Richtungen der Religionsausübung. Menschen interpretieren die religiösen Gebote unterschiedlich und insofern unterscheidet sich auch die religiöse Praxis, die sich für sie aus dieser Interpretation ergibt.

Das orthodoxe Judentum versteht sich als jüdische Religionsrichtung, die sich sehr streng an die Halacha hält und ihre Gebote und Regeln als verbindlich ansieht bzw. sie in einem sehr traditionsverbundenen Sinne auslegt.

Entstanden ist die Bezeichnung orthodox im 19. Jahrhundert in Abgrenzung zum Reformjudentum. Im Reformjudentum gibt es eine Trennung der Religionsgesetze in rituelle und ethische Gesetze, die eine unterschiedliche Verbindlichkeit zur Folge haben können. Das heißt, dass rituelle Gesetze, also Gesetze, die die Religionspraxis betreffen, auch veränderbar sein oder geänderten Lebensumständen angepasst werden können. Während ethische Gesetze, also die Regeln, die das Verhalten auch über die rituellen Vorschriften hinaus bestimmen, unveränderbar sein sollen.

Auch innerhalb des orthodoxen und des nicht-orthodoxen Judentums gibt es unterschiedliche Auslegungen und Strömungen.

Im Christentum werden ebenfalls manche Konfessionen als orthodox bezeichnet, z.B. die russisch-orthodoxe Kirche. Orthodox kommt aus dem Griechischen und bedeutet das "rechte Preisen", also die richtige Praxis.