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Die Tora (hebräisches Wort für Lehre) ist der aus fünf Schriftrollen bestehende erste Teil der aus drei Teilen bestehenden hebräischen Bibel (Tanach). Die fünf Teile der schriftlichen Tora, der Moses auf dem Berg Sinai übergebenen Offenbarung Gottes, werden nach ihren Anfangsworten benannt:
Das Tora-Lernen ist keine ruhige Angelegenheit, sondern soll im Gespräch oder in einer Diskussion erfolgen. Zwei oder mehr Personen lesen gemeinsam den Text laut und besprechen das, was sie gelesen haben, z. B. im Bet Hamidrasch, dem Lernhaus. Das Tora-Lesen und -Verstehen soll lebendig sein. Es geht eben nicht darum, einen Text zu lernen, sondern immer wieder Fragen zu stellen.

Die Tora-Rolle hat eine ganz besondere Bedeutung, sie wird im Tora-Schrank, hinter dem Tora-Vorhang aufbewahrt, dem sie beim Gottesdienst feierlich entnommen wird. Die Tora-Rolle wird geschützt durch einen Tora-Mantel, ein Tora-Schild schmückt die Tora, ebenso wie die Tora-Aufsätze. Der Tora-Zeiger erleichtert das Lesen aus der Tora, die man nicht berühren darf.
Am Schabbat wird ein Abschnitt aus der Tora gelesen. Die Abschnitte werden so eingeteilt, dass im Laufe des Jahres die Tora von Anfang bis Ende vorgetragen wird.
Tora-Rollen werden aus Pergament angefertigt und handschriftlich von einem Tora-Schreiber geschrieben. Eine beschädigte Tora-Rolle wird nicht weggeworfen, sondern auf einem Friedhof begraben.
