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Tora-Rolle

Die Tora-Rolle hat eine ganz besondere Bedeutung, sie wird im Tora-Schrank, hinter dem Tora-Vorhang aufbewahrt, dem sie beim Gottesdienst feierlich entnommen wird. Die Tora-Rolle wird geschützt durch einen Tora-Mantel, ein Tora-Schild schmückt die Tora, ebenso wie die Tora-Aufsätze. Der Tora-Zeiger erleichtert das Lesen aus der Tora, die man nicht berühren darf.

Am Schabbat wird ein Abschnitt aus der Tora gelesen. Die Abschnitte werden so eingeteilt, dass im Laufe des Jahres die Tora von Anfang bis Ende vorgetragen wird.

Tora-Rollen werden aus Pergament angefertigt und handschriftlich von einem Tora-Schreiber geschrieben. Eine beschädigte Tora-Rolle wird nicht weggeworfen, sondern auf einem Friedhof begraben.

Schreiben der Tora
Ein Tora-Schreiber korrigiert etwas in der Tora-Rolle
© Jüdisches Museum Berlin

Tora

Die Tora (Hebräisch für Lehre) sind die fünf Bücher Mose, der erste Teil der hebräischen Bibel (Tanach). Mit Tora kann auch die Tora-Rolle gemeint sein, aus der in jüdischen Gottesdiensten gelesen wird. Die fünf Teile der schriftlichen Tora, der Moses auf dem Berg Sinai übergebenen Offenbarung Gottes, werden nach ihren Anfangsworten benannt:

  • Bereschit (1. Buch Mose, griechisch: Genesis) von den Anfangsworten »Im Anfang«, damit beginnt die Schöpfungsgeschichte
  • Schemot (2. Buch Mose, griechisch: Exodus), von den Anfangsworten »Dies sind die Namen«
  • Wajikra (3. Buch Mose, griechisch: Levitikus) von den Anfangsworten »Und er rief«
  • Bamidbar (4. Buch Mose, griechisch: Numeri) von den Anfangsworten »In der Wüste«
  • Dewarim (5. Buch Mose, griechisch: Deutoronomium) von den Anfangsworten »Dies sind die Worte«

Das Tora-Lernen ist keine ruhige Angelegenheit, sondern soll im Gespräch oder in einer Diskussion erfolgen. Zwei oder mehr Personen lesen gemeinsam den Text laut und besprechen das, was sie gelesen haben, z. B. im Bet Hamidrasch, dem Lernhaus. Das Tora-Lesen und -Verstehen soll lebendig sein. Es geht eben nicht darum, einen Text zu lernen, sondern immer wieder Fragen zu stellen.

Tora-Rolle
Eine Tora-Rolle, die wahrscheinlich 300 Jahre alt ist (Ausschnitt)
© Jüdisches Museum Berlin