Personen am Tisch mit Fotos und Wassergläsern
Gruppenarbeit bei der Jahrestagung des Leo Baeck Programms
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Svea Pietschmann

Bericht von der Jahrestagung der Projekte des Leo Baeck Programms 2014

Am 23. und 24. Januar 2014 fand das Jahrestreffen der 15 Projekte statt, die 2013 und 2014 im Leo Baeck Programm gefördert wurden. 30 Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter kamen nach Berlin und nahmen an dem Jahrestreffen teil.

Tanja Petersen (Jüdisches Museum Berlin) und Dr. Ralf Possekel (Stiftung »Erinnerung, Verantwortung, Zukunft«) eröffneten das Jahrestreffen mit ihrer Begrüßung der Teilnehmer. Der erste Fortbildungstag war dem Umgang mit Bildern gewidmet. Dabei stand die Problematik im Fokus, wie Geschichtskonstruktionen durch Bilder entstehen, die wir zur Vermittlung der deutsch-jüdischen Geschichte nutzen. Das gegenseitige Kennenlernen und die Vorstellung der Projekte erfolgten daher auch durch die aus den Projekten mitgebrachten Bilder. Die Teilnehmerinnen fanden sich in Arbeitsgruppen zusammen und stellten sich und ihre Projekte vor. Anschließend ergriffen einige Projekte die Gelegenheit, sich im Plenum zu präsentieren.

Nach einem Mittagessen im Glashof des Jüdischen Museums, erlebten die Teilnehmer zwei Führungen durch die Dauerausstellung und konnten einen individuellen Rundgang anschließen. Danach lud die Kunstwissenschaftlerin Alke Vierck zu einem Workshop über »Bildung durch Bilder« ein. Thema war, die Aussagekraft von ausgewählten Bildern zu überprüfen und Kriterien zur Beurteilung zu finden. Dabei ging es nicht nur um Bilder zur deutsch-jüdischen Geschichte, sondern auch um eine Sammlung von aktuell medial verbreiten Bildern zu verschiedenen Themen.

Zunächst sollte für die Zuschreibung von Fremdheit und Ausgrenzung die durch Bilder vermittelt werden kann, sensibilisiert werden. Für die teilnehmenden Projekte, die ganz überwiegend mit Bildern arbeiten, wurden Anstöße gegeben, die eigene Bildauswahl zu reflektieren, denn das Ziel des Leo Baeck Programms ist es, jüdische Geschichte als integrativen Teil der deutschen Geschichte zu zeigen. Während des gemeinsamen Abendessens wurden die Diskussion und der Erfahrungsaustausch fortgesetzt.

Der zweite Tag stand im Zeichen von Crowdbuilding und Crowdfunding. Johanna Stiller und Theresa Koppler, Mitarbeiterinnen von Startnext, stellten ihre Arbeit vor und gaben eine Einführung in die Strategien von Crowdfunding – dabei geht es um Möglichkeiten für Finanzierung oder andere Unterstützung über die Mobilisierung von Interessierten. In Arbeitsgruppen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, anhand von Beispielen über mögliche Strategien zu diskutieren und anschließend die Ergebnisse im Plenum zu diskutieren.

Überlegungen zur künftigen Finanzierung und Gedanken darüber, wie ein Publikum an den eigenen Projekten partizipieren kann, werden die Zukunft vieler Projekte bestimmen, wenn die die Förderung durch das Leo Baeck Programm ausgelaufen ist. Die Verantwortlichen wünschen den geförderten Projekten auch in Zukunft viel Erfolg bei der Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte.

Frau im schwarzen Pullover am Rednerpult
Tanja Petersen, die Leiterin der Bildungsabteilung des Jüdischen Museums Berlin
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Svea Pietschmann
Stellwand mit Fotos und Dokumenten
Stellwand mit Dokumenten
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Svea Pietschmann

... und was gibt's noch?

Über das Leo Baeck Programm

Das Leo Baeck Programm fördert schulische und außerschulische Bildungsträger, die sich die Vermittlung der deutsch-jüdischen Geschichte zum Ziel gesetzt haben

weiter
Schuh

Jahrestreffen der Leo-Baeck-Projekte 2013

weiter