Gegenstände: Schuh, Bilderrahmen, Buch auf einem Tisch
Fußballschuh vom Verein »Eintracht Frankfurt« (Gruppenarbeit zur Vorstellung der Projekte)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Svea Pietschmann

Bericht von der Jahrestagung der Projekte des Leo Baeck Programms 2013

Eingeladen waren 30 Projekte, die in den Jahren 2012 und 2013 im Leo Baeck Programm gefördert wurden. 34 Projekt-Mitarbeiter kamen nach Berlin und nahmen am Jahrestreffen teil.

Alle Teilnehmer hatten ein Objekt zur Vorstellung ihres Projekts mitgebracht, das in Arbeitsgruppen den anderen Teilnehmern präsentiert wurde. Im Plenum wurden dann die Projekte mit ihren Objekten vorgestellt, die die Arbeitsgruppen zuvor benannt hatten. So haben alle Teilnehmer einen Teil der Projekte etwas näher kennengelernt. Mit den Objekten wurden anschließend Vitrinen und Pinnwände gestaltet, so dass die Projektarbeit jederzeit präsent war.

Verblüffend waren das große Spektrum an Themen und Methoden, die zur Sprache kamen, und die vielen überraschenden Objekte. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Sylvia Wüllner brachte vom Verein »Eintracht Frankfurt« einen Fußballschuh mit, Ricarda Wawra, Mitarbeiterin der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank in Frankfurt/Main legte einen Stein der Frankfurter Synagoge am Börneplatz in die Vitrine.

Weiter ging der Tag mit Führungen durch die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin. Ihr Schwerpunkt lag auf der deutsch-jüdischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, da diese Epochen von allen Projekten behandelt wurden. Nachdem die Führungen die praktische Anwendung einen Blick in die Praxis der Bildungsarbeit geworfen hatten, lieferte der anschließende Vortrag Theoretisches. Gundula Avenarius von Kultur im Dialog erklärte Grundlagen und Anwendung der »Dialogischen Wissensvermittlung« und führte mit den Teilnehmern einige praktische Übungen durch. Zum Abschluss des Tages ging es zum gemeinsamen Essen in das Restaurant »Brachvogel« am Landwehrkanal.

Der nächste Tag war dem Thema Crowdbuilding und Crowdfunding gewidmet. Johanna Stiller und Theresa Koppler von der Initiative Startnext erläuterten, wie diese partizipativen Methoden funktionieren und beantworteten Fragen.

Anschließend ging es in Arbeitsgruppen um Anwendungsmöglichkeiten anhand von praktischen Beispielen, um Chancen und Herausforderungen für die einzelnen Projekte durchzuspielen.

Nach dem Mittagessen kamen alle noch einmal in der Abschlussrunde zusammen. Viele bedauerten, dass nicht genug Zeit war, alle Teilnehmer kennenzulernen, und es gab Kritik an zu langen, theoretischen Ausführungen. Insgesamt aber waren alle begeistert, so viele andere Projekte kennenzulernen, lobten die gute Atmosphäre und die gelungene Organisation und gingen mit neuen Anregungen auseinander. Es bleibt zu hoffen, dass das gegründete Netzwerk weiter besteht!

Mann im Anzug mit Vortragspapier
Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« bei der Begrüßung der TeilnehmerInnen
Frau im gelben Kleid vor Folienpräsentation
Theresa Koppler von Startnext erläutert die Funktionsweise der gleichnamigen Internetplattform

... und was gibt's noch?

Über das Leo Baeck Programm

Das Leo Baeck Programm fördert schulische und außerschulische Bildungsträger, die sich die Vermittlung der deutsch-jüdischen Geschichte zum Ziel gesetzt haben

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