Das Leo Baeck Programm – ein Förderprogramm zur Vermittlung der deutsch-jüdischen Geschichte

Ein Programm der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«

Die Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ) wurde im Jahr 2000 gegründet, um Zahlungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter zu leisten. Diesen Auftrag hat sie bis Ende 2006 erfüllt. In Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischen Unrechts engagiert sich die Stiftung EVZ weiterhin für die Überlebenden und setzt sich für Menschenrechte und Völkerverständigung ein. Für ihre Fördertätigkeit wurde der Stiftung EVZ ein Grundkapital von 358 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Aus den Erträgen fördert sie mit jährlich ca. 7,5 Millionen Euro internationale Projekte in den Bereichen »Auseinandersetzung mit der Geschichte«, »Handeln für Menschenrechte« und »Engagement für Opfer des Nationalsozialismus«.

Das Leo Baeck Programm ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung EVZ und der Kommission des Leo Baeck Instituts zur Verbreitung deutsch-jüdischer Geschichte. Das Programm trägt den Namen des liberalen Rabbiners Dr. Leo Baeck, der einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Judentums im 20 Jahrhundert war.

Im Leo Baeck Programm werden schulische und außerschulische Bildungsträger gefördert, die sich die Vermittlung der deutsch-jüdischen Geschichte zum Ziel gesetzt haben. Unterstützt werden Bildungsprojekte mit integrativem Ansatz: Die Geschichte der Juden in Deutschland ist Teil der deutschen Geschichte. Jüdische Geschichte und jüdisches Leben in Deutschland werden thematisiert, ohne sich ausschließlich auf die Zeit des Nationalsozialismus zu konzentrieren. Dabei geht es auch um jüdisches Leben in Deutschland vor und nach der Schoa.

Es werden Lehrerfortbildungen, schulische und außerschulische Aktivitäten finanziert. Das können Workshops zur Erkundung lokaler jüdischer Geschichte sein, aber auch Bildungsangebote, in denen Online- und Printprodukte erarbeitet und eingesetzt werden. Seit der Begründung des Programms 2005 wurden fast 150 Projekte in Deutschland gefördert. Die Vorhaben werden mit bis zu 6.000 Euro unterstützt. Die aktuelle Ausschreibung läuft bis zum 2. Mai 2014. Details finden Sie hier.

Die Bildungsabteilung des Jüdischen Museums Berlin begleitet und berät die Leo-Baeck-Projekte bei inhaltlichen und methodischen Fragen. Mit seinem Engagement für die Projekte des Leo Baeck Programms will das Museum seine jahrelangen intensive n Erfahrungen in der Vermittlung von deutsch-jüdischer Geschichte weitergeben sowie lokale und regionale Initiativen unterstützen. Die Projekte können so von den Erfahrungen bei der Produktion von Lehrerhandreichungen und Unterrichtsmaterialien oder der Organisation und Durchführung von Lehrerfortbildungen profitieren. Es gibt für alle laufenden Projekte ein zweitägiges Jahrestreffen im Jüdischen Museum Berlin, das der Vernetzung untereinander und der eigenen Fortbildung dient.

Hinweis

Am 2. Mai 2014 ist das Ausschreibungsende für Projekte, die sich um eine Förderung im Leo Baeck Programm bewerben wollen.

Antragsstellung

Bitte ausschließlich über die Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« bewerben - mehr Informationen zum Bewerbungsverfahren


Inhaltliche und
methodische Begleitung

Karin Grimme
Tel.: +49 (0)30 259 93 352
E-Mail: k.grimme[at]jmberlin.de


... und was gibt's noch?

Schuh

Jahrestreffen der Leo-Baeck-Projekte 2013

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