
- Die mobile Ausstellung I von »on.tour - Das Jüdische Museum Berlin macht Schule«
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Sönke Tollkühn
on.tour: Das Jüdische Museum kommt in die Schule!
Der on.tour-Bus kommt für einen Tag an Ihre Schule. Von der ersten bis
zur sechsten Schulstunde begleiten unsere pädagogischen Referenten
Schulklassen durch die mobile Ausstellung und führen Workshops in den Klassen durch.
Seit Mai 2012 sind wir mit zwei Bussen und zwei Programmen unterwegs:
Tourbus I mit mobiler Ausstellung und
Workshop »So einfach war das«
2013 fährt der on.tour-Bus mit der mobilen Ausstellung und dem Workshop »So einfach war das« weiterführende Schulen in folgenden Bundesländern an:
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Brandenburg
- Bremen
- Hamburg
- Hessen
- Niedersachsen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen-Anhalt
- Schleswig-Holstein
- Thüringen
1. Die mobile Ausstellung
Die mobile Ausstellung eignet sich für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen von weiterführenden Schulen. Bei gutem Wetter wird sie auf dem Schulhof aufgebaut, bei schlechtem Wetter an einem zentralen Ort im Schulgebäude. Die vier roten Würfel enthalten ausgewählte Objekte aus dem Museum und zeigen neben Exponaten zu jüdischer Religion und Zeugnissen der Verfolgung auch alltägliche Gegenstände. Viele davon haben einen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen. Alltagsgegenstände und religiöse Objekte geben Auskunft darüber, wie Religion und tägliches Leben miteinander verflochten sind. Exemplarisch werden jüdische Feste wie etwa das Pessachfest oder der jüdische Feiertag Schabbat dargestellt. Die Geschichten der Firma Julius Fromm oder des süddeutschen Landjuden Löb Strauss bieten einen historischen und biographischen Zugang.
Die Schüler können auf den Würfeln sitzen, sie drehen und wenden, die Ausstellung selbständig erkunden und die Objekttexte lesen. Im Umgang mit Exponaten und Biographien erhalten sie auf eindrückliche und abwechslungsreiche Weise Einblick in deutsch-jüdische Geschichte, jüdische Religion und Kultur. Nach der Erkundungsphase präsentieren sich die Schüler das Erarbeitete gegenseitig. Das on.tour-Team begleitet sie dabei, erzählt Wissenswertes zu den Objekten, beantwortet Fragen rund um das Thema und moderiert die Präsentation.
2. »So einfach war das«
Workshop zu jüdischer Kindheit und Jugend nach 1945
»on.tour - Das Jüdische Museum Berlin macht Schule« bringt die Thematik des Raums »So einfach war das« aus der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin mit einem Workshop in die Klassenzimmer. Im Zentrum steht die Beschäftigung mit jüdischer Kindheit und Jugend nach 1945 in Deutschland. Dazu stellte das Museum bekannten und unbekannten, gläubigen und weniger gläubigen Jüdinnen und Juden verschiedener Generationen die Frage: »Wie war das eigentlich - nach 1945 als Jüdin oder Jude in Deutschland aufzuwachsen?«. Sie wurden gebeten, ein Foto einzusenden und eine für sie prägende Geschichte zu erzählen. In den Audiobeiträgen werden unterschiedliche Erfahrungen deutlich: Gefühle der Fremdheit und der Zugehörigkeit, kleine Fluchten aus dem Alltag, Träume und Hoffnungen. So berichtet beispielsweise die junge Musikerin Ekaterina Kaufmann, die mit ihrer Familie 1990 aus St. Petersburg nach Deutschland kam, von den antisemitischen Anfeindungen in Russland und dem Neubeginn in der Bundesrepublik Deutschland.
Mit iPods können die Schüler ausgewählte Kindheits- und Jugenderzählungen über Kopfhörer anhören. Anhand der biographischen Quellen in Form von Kindheits- oder Jugendfotos sowie Interviews setzen sie sich mit jüdischen Biografien auseinander und präsentieren ihre Gruppenergebnisse vor der Klasse. In der anschließenden Diskussion tauschen sie sich über die Biographien und ihre persönlichen Erfahrungen aus.
Tourbus II mit mobiler Ausstellung und Workshop »Meine Seite(n)«
2013 fährt der on.tour-Bus II mit mobilen Ausstellung und dem Workshop »Meine Seite(n)« folgende Bundesländer an:
- Mecklenburg-Vorpommern
- Nordrhein-Westfalen
- Sachsen
1. Die mobile Ausstellung
In der Ausstellung, die aus vier Themeninseln besteht, geben wir einen Einblick in jüdische Lebensläufe, jüdischen Alltag und jüdische Religion. Hands-on-Objekte, Videos und multimediale Anwendungen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, die Ausstellung individuell zu erkunden. In Kleingruppen werden unterschiedliche Arbeitsaufträge vergeben, deren Ergebnisse im Plenum vorgestellt und gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten vertieft werden.
Die Ausstellung eignet sich für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8.
2. »Meine Seite(n)«
Workshop zum Thema Identität, Herkunft, Glaube und Heimat
In interaktiven Fotoalben auf iPads stellen sich sechs jüdische Jugendliche bzw. junge Erwachsene aus Deutschland vor. Persönliche Video-Interviews geben einen Einblick in ihr Leben sowie in ihren Alltag. Gleichzeitig zeigen sie die kulturelle Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland heute. Der Workshop widmet sich in diesem Zusammenhang den Themen Identität, Herkunft, Glaube und Heimat. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Gelegenheit, sich selbst in Beziehung zu dem Gehörten und Gesehenen zu setzen und sich konkrete Fragen zu stellen: Wie prägt mich die Geschichte meiner Familie? – Woran glaube ich? – Was glauben eigentlich andere? – Wo gehöre ich dazu? - Was bedeutet Heimat für mich?

- Ein kurzer Blick in eine der Würfelvitrinen ... sind da etwa Gummibärchen drin?
Wo
Auf dem Schulhof oder an einem zentralen Ort im Schulgebäude
Klassenstufe
ab 5. Klasse
Dauer
2 Schulstunden
Die mobile Ausstellung kann pro Schule von insgesamt 3 Klassen im Klassenverband erkundet werden. Während der großen Pausen ist sie für alle Schüler und Lehrer der besuchten Schule zugänglich.

- on.tour-Mitarbeiterin zeigt Schülern Ausstellungsobjekte an einer Schule in Berlin-Neukölln
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Sönke Tollkühn, Berlin
Wo
im Klassenzimmer
Klassenstufe
ab 9. Klasse
Dauer
3 Schulstunden
Der Workshop »So einfach war das« wird mit zwei Klassen pro Schule durchgeführt. Teilnehmerzahl jeweils maximal 30 Schüler

- Einige Fotos aus dem Workshop »So einfach war das«
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Cornelius M. Braun
Wo
Auf dem Schulhof oder einen ebenerdig zugänglichen Bereich in der Schule
Klassenstufe
ab 8. Klasse
Dauer
2 Schulstunden
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Cornelius M. Braun
Wo
Im Klassenraum
Klassenstufe
ab 8. Klasse
Dauer
3 Schulstunden
© Jüdisches Museum Berlin, Grafik: Studio GOOD, Berlin
