
- Die mobile Ausstellung von »on.tour - Das JMB macht Schule«
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Sönke Tollkühn
on.tour: Das Jüdische Museum kommt in die Schule!
Welche Bestandteile hat das Programm?
1. Die mobile Ausstellung
Die mobile Ausstellung eignet sich für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen von weiterführenden Schulen. Bei gutem Wetter wird sie auf dem Schulhof aufgebaut, bei schlechtem Wetter an einem zentralen Ort im Schulgebäude. Die vier roten Würfel enthalten ausgewählte Objekte aus dem Museum und zeigen neben Exponaten zu jüdischer Religion und Zeugnissen der Verfolgung auch alltägliche Gegenstände. Viele davon haben einen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen. Alltagsgegenstände und religiöse Objekte geben Auskunft darüber, wie Religion und tägliches Leben miteinander verflochten sind. Exemplarisch werden jüdische Feste wie etwa das Pessachfest oder der jüdische Feiertag Schabbat dargestellt. Die Geschichten der Firma Julius Fromm oder des süddeutschen Landjuden Löb Strauss bieten einen historischen und biographischen Zugang.
Die Schüler können auf den Würfeln sitzen, sie drehen und wenden, die Ausstellung selbständig erkunden und die Objekttexte lesen. Im Umgang mit Exponaten und Biographien erhalten sie auf eindrückliche und abwechslungsreiche Weise Einblick in deutsch-jüdische Geschichte, jüdische Religion und Kultur. Nach der Erkundungsphase präsentieren sich die Schüler das Erarbeitete gegenseitig. Das on.tour-Team begleitet sie dabei, erzählt Wissenswertes zu den Objekten, beantwortet Fragen rund um das Thema und moderiert die Präsentation.
2. »So einfach war das«
Workshop zu jüdischer Kindheit und Jugend nach 1945
»on.tour - Das JMB macht Schule« bringt die Thematik des Raums »So einfach war das« aus der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin mit einem Workshop in die Klassenzimmer. Im Zentrum steht die Beschäftigung mit jüdischer Kindheit und Jugend nach 1945 in Deutschland. Dazu stellte das Museum bekannten und unbekannten, gläubigen und weniger gläubigen Jüdinnen und Juden verschiedener Generationen die Frage: »Wie war das eigentlich - nach 1945 als Jüdin oder Jude in Deutschland aufzuwachsen?«. Sie wurden gebeten, ein Foto einzusenden und eine für sie prägende Geschichte zu erzählen. In den Audiobeiträgen werden unterschiedliche Erfahrungen deutlich: Gefühle der Fremdheit und der Zugehörigkeit, kleine Fluchten aus dem Alltag, Träume und Hoffnungen. So berichtet beispielsweise die junge Musikerin Ekaterina Kaufmann, die mit ihrer Familie 1990 aus St. Petersburg nach Deutschland kam, von den antisemitischen Anfeindungen in Russland und dem Neubeginn in der Bundesrepublik Deutschland.
Mit iPods können die Schüler ausgewählte Kindheits- und Jugenderzählungen über Kopfhörer anhören. Anhand der biographischen Quellen in Form von Kindheits- oder Jugendfotos sowie Interviews setzen sie sich mit jüdischen Biografien auseinander und präsentieren ihre Gruppenergebnisse vor der Klasse. In der anschließenden Diskussion tauschen sie sich über die Biographien und ihre persönlichen Erfahrungen aus.
Wo
Auf dem Schulhof oder an einem zentralen Ort im Schulgebäude
Klassenstufe
ab 5. Klasse
Dauer
2 Schulstunden
Die mobile Ausstellung kann pro Schule von insgesamt 3 Klassen im Klassenverband erkundet werden. Während der großen Pausen ist sie für alle Schüler und Lehrer der besuchten Schule zugänglich.

- Ein kurzer Blick in eine der Würfelvitrinen ... sind da etwa Gummibärchen drin?
Wo
im Klassenzimmer
Klassenstufe
ab 9. Klasse
Dauer
3 Schulstunden
Der Workshop »So einfach war das« wird mit zwei Klassen pro Schule durchgeführt. Teilnehmerzahl jeweils maximal 30 Schüler

- Einige Fotos aus dem Workshop »So einfach war das«
