statisches Bild der interaktiven Figur »Changeling«
Schülerinnen vor Bücherregalen untersuchen Objekt (Saxophon)
Archivworkshop im Jüdischen Museum Berlin

Im Archiv mit Zeitzeugen

An einem Projekttag im Jüdischen Museum Berlin selbst forschen!

Das Archiv bewahrt einzigartige Familiensammlungen, die nicht nur in den Ausstellungen zu sehen sind, sondern auch für Forschung und Bildungsarbeit genutzt werden. Urkunden, Briefe, Tagebücher und Fotografien aus Alltag und Beruf geben unbekannte Einblicke in das Leben und Schicksal deutscher Juden.

Die Zeitzeugen mit den von ihnen gestifteten Objekten stehen im Mittelpunkt der Archivworkshops. Zu Beginn erarbeiten sich die Jugendlichen anhand von Originaldokumenten verschiedene Themen zur Biografie des Stifters. Mitarbeiter des Archivs begleiten die Quellenarbeit und zeigen den professionellen Umgang mit Archivalien.

Im zweiten Teil des Workshops findet die Begegnung mit den Stiftern statt. Das persönliche Gespräch mit den Menschen, die die Geschichte(n) selbst erlebt haben und von ihren Erfahrungen berichten, gibt Raum und Zeit zum Nachfragen.

Aktuelle Termine

Im Sommer 2016 werden wieder Zeitzeugen aus den USA, England, Israel und Schweden anreisen.
Wir erwarten u.a. Rudi Leavor, der 1926 als Sohn des Zahnarztes Dr. Hans Librowicz und seiner Frau Luise geb. Schwab in Berlin geboren wurde. Rudi Leavor verbrachte seine ersten Lebensjahre in Berlin-Schmargendorf  und besuchte hier die Volksschule bis die Familie im November 1937 aus Deutschland floh und sich in England niederließ.

Der Vater konnte in England wieder als Zahnarzt arbeiten und auch Rudi Leavor studierte hier Zahnmedizin. 1958, inzwischen britischer Staatsbürger, änderte Rudi seinen Nachnamen von Librowicz in Leavor um.

Rudi Leavor und seine verstorbene Frau Marianne, die ebenfalls aus Deutschland stammte, haben vier Kinder und acht Enkelkinder. Rudi Leavor ist religiös, fungiert als Cantor in einer Reform-Synagoge und komponiert auch selbst.

Er ist dem Jüdischen Museum Berlin seit vielen Jahren verbunden und hat dem Museum sehr beeindruckende Objekte gestiftet.

Der Workshop wird gefördert von der Stiftung »Erinnerung - Verantwortung - Zukunft«.

Für alle, die mehr über das Archiv des Jüdischen Museums Berlin erfahren möchten: Im Website-Bereich »Museum vor Ort« wird das Archiv des Jüdischen Museums Berlin ausführlich vorgestellt.

Wann

Sommer 2016

Wo

Akademie des Jüdischen Museums Berlin

Klassenstufe

9. bis 13. Klasse

Schultyp

alle Schultypen

Teilnehmerzahl

10 bis 20 Personen

Dauer

5 Stunden (mit Pause)

Preis

70 Euro (inkl. Eintritt, Begleitpersonen frei)

Kontakt

Jörg Waßmer - Archiv
Tel.: +49 (0)30 259 93 332
Fax: +49 (0)30 259 93 409
E-Mail: archive[at]jmberlin.de

Für die Vorbereitung des Workshops ist ein Vorgespräch mit dem Leiter/der Leiterin der Gruppe erforderlich.


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