statisches Bild der interaktiven Figur »Changeling«
Mann mit Mikrofon auf einem Podium
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Georg J. Lopata

Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft

Tagung zum Projektabschluss von »Vielfalt in Schulen«

Unter dem Motto »Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft« veranstaltet das Jüdische Museum Berlin eine Tagung, die sich an  Lehrer_innen, Pädagog_innen aus der schulischen Sozialarbeit und Mitarbeiter_innen von Museen und aus dem Bereich Vielfalt/Antidiskriminierung richtet. Anhand von Beispielen aus »Vielfalt in Schulen« und weiteren Schulkooperationen des Museums sind  Pädagog_innen eingeladen, sich mit Fachleuten über Perspektiven des guten Umgangs mit der Heterogenität in Schulen auszutauschen.

Fragen zur Gestaltung von Lernsituationen und schulischen Veränderungsprozessen gehören genauso dazu wie Reflexionen darüber, wie eine möglichst diskriminierungsfreie Schul- und Museumskultur aussehen kann.

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Programmüberblick für Montag, den 13. Oktober 2014

Programmüberblick für Dienstag, den 14. Oktober 2014

Tagungsmoderation: Tanja Petersen, Leiterin Bildung, Jüdisches Museum Berlin

Programm

Programm am Montag, 13. Oktober 2014

Montag, ab 12 Uhr: Ankunft, Imbiss und Registrierung

Montag, 13-13.30 Uhr Begrüßung und Einführung

  • Cilly Kugelmann, Programmdirektorin, Jüdisches Museum Berlin
  • Katharina Tesmer, Projektmanagerin, Stiftung Mercator, Essen
  • Dr. Diana Dressel, Leiterin Bildung, Jüdisches Museum Berlin

Montag, 13.30-15 Uhr Podium: Annäherung aus drei Perspektiven. Wie kommt eine interkulturell offene Schule, ein Diversität orientiertes Museum und eine diskriminierungskritische Pädagogik zusammen?

Will man die Bildungsarbeit von Schulen und Museen in der Migrationsgesellschaft zusammendenken, tauchen ganz grundlegende Fragen auf: Was verstehen wir generell unter einer vielfaltsorientierten und diskriminierungskritischen Pädagogik? Was bedeutet die interkulturelle Öffnung für Schulen und für Museen für sich betrachtet? Drei Expert_innen aus den jeweiligen Arbeitsfeldern stellen in einem kurzen Impulsvortrag ihre Perspektiven vor und diskutieren über die jeweiligen Anschlussstellen und die Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit.

  • Zahide Doğaç, Lehrerin und Interkulturelle Koordinatorin, Hamburg
  • Ibrahim Gülnar, Mobiles Beratungsteam »Ostkreuz«/Stiftung Sozialpädagogisches Institut, Berlin
  • Leontine Meijer-van Mensch, Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin
  • Dr. Rosa Fava, Projektleiterin »Vielfalt in Schulen«, Jüdisches Museum Berlin (Moderation)

Montag, 15-15.45 Uhr Kaffeepause

Montag, 15.45-17.15 Arbeitsgruppen

A 1 – Sensibilisierung für Diversität

Schule ist ein Ort, an dem Menschen mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und sozialen und kulturellen Hintergründen miteinander leben, lernen und Zuschreibungsprozessen ausgesetzt sind. Diversity Trainings geben Raum für die Reflexion von Fremd- und Eigenwahrnehmung, Zuschreibungsprozessen und sozialen Vorurteilen. Ausgehend von zwei Erfahrungsberichten von Lehrer_innen die an Diversity Trainings teilgenommen haben und einem einführenden Input zum Konzept von Diversity Trainings, sollen Möglichkeiten, Herausforderungen und Fragen ausgelotet werden, wie diskriminierenden Zuschreibungsprozessen und sozialen Vorurteilen mit Diversity Trainings entgegen gewirkt werden kann.

  • Dr. Czarina Wilpert, Eine Welt der Vielfalt e.V., Berlin
  • Grit Gottschalk, Ernst-Schering-Schule, Berlin
  • N.N., B.-Traven-Oberschule, Berlin
  • Meral El, Jüdisches Museum Berlin (Moderation)

A 2 – Durchgängige Sprachbildung

Durchgängige Sprachbildung steht für mehr als lebenslanges Lernen. Der Begriff ist zugleich Programm: Sprachbildung wird als Aufgabe aller Fächer verstanden und kann nicht nur in die Domäne des Deutschunterrichts und additiver Sprachförderung verwiesen werden. Doch wie gelingt die Verzahnung von fachlichem Lernen und sprachlicher Bildung? Ein Input sensibilisiert zunächst anhand ausgewählter Beispiele für Hürden der deutschen Bildungs- und Fachsprache und zeigt methodische Konsequenzen für einen integrativ-sprachförderlichen Unterricht auf. Der anschließende Austausch dient der Klärung, wie Lehrkräfte aller Fächer ihre Schüler_innen beim Weg von der Alltags- zur Bildungssprache unterstützen können. Eine Aufgabe, die alle Bildungseinrichtungen betrifft.

  • Lilo Martens, Multiplikatorin für interkulturelle Bildung und durchgängige Sprachbildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin

A 3 – Rassistische Diskriminierung zur Sprache bringen

Vielfältig sind die Formen rassistischer Diskriminierung, wie sie Schüler_innen im Schulalltag erleben können: z.B. schlechtere Bewertungen, verbale Herabwürdigungen oder auch das Ausblenden und Ignorieren ihrer Person und ihres mitgebrachten Wissens. Im Workshop wollen wir darüber reflektieren, wie sich dies auf die pädagogischen Beziehungen und die Lernbedingungen ausprägt und warum es wichtig ist, das Sprechen über Rassismus zu lernen. Ziel ist es, konkrete Ideen und Ansätze für eine rassismuskritische Haltung nicht nur in der Schule zu erwerben.

  • Toan Nguyen, Bildungswerkstatt Migration & Gesellschaft e.V., Berlin

A 4 – Ausstellungen werden von Museen gemacht, oder? Über unterschiedliche Bedeutungen von Ausstellung für Schule

Mehr und mehr diskutieren Museen die Frage nach der Partizipation von Besucher_innen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wir fokussieren gezielt das Kuratieren:  Das Jugend Museum Schöneberg bindet Bewohner_innen des Stadtteils in diese museumseigene Arbeit ein. Das Jüdische Museum Berlin unterstützt Schulen, eigene Ausstellungen zu erarbeiten. Lehrkräfte berichten über ihren Umgang mit Ausstellungsobjekten. Gemeinsam diskutieren wir, was eine partizipativ angelegte Ausstellung verändern kann; einerseits die Arbeitsweise eines Museums, indem sie Menschen Teilhabe und Identifikation bietet. Andererseits gibt sie Lernenden wie Lehrenden an Schulen die Möglichkeit, bei einem Ausstellungsbesuch eine aktive Rolle einzunehmen.

  • Petra Zwaka, Jugend Museum Berlin
  • Silvia Linnenbürger, B.-Traven-Oberschule, Berlin
  • Birger Warmuth, B.-Traven-Oberschule, Berlin
  • Jutta Dücker, Ernst-Schering-Oberschule, Berlin
  • Dr. Diana Dressel, Jüdisches Museum Berlin (Moderation)

A 5 – Vielfalt durch Beteiligung. Wie Schülerbeteiligung zu einem guten Umgang mit Heterogenität beitragen kann

In dieser Arbeitsgruppe gehen wir der Frage nach, wie Schüler_innenbeteiligung als Schulentwicklungsthema einen guten Umgang mit Vielfalt unterstützen kann. Die Teilnehmer_innen erfahren, welche Aspekte zu einer erfolgreichen Beteiligungskultur beitragen und diskutieren, wie alle Schüler_innen – unabhängig von ihrer Herkunft, ihren Fähigkeiten oder ihrem sozialen Status – Verantwortung für sich und die Schule übernehmen können.

  • Karin Schreibhaus, Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V., Berlin
  • Sandra Christal, Hermann-Hesse-Oberschule, Berlin
  • Andrea Blaneck, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Berlin (Moderation)

A 6 – Historisches Lernen in der Migrationsgesellschaft

Lernen in der Einwanderungsgesellschaft kann unterschiedliche Ansätze verfolgen. Hierbei hinterfragen wir die Rolle von Lernenden und Lehrenden. Welche Rolle spielen eigene Identifizierungen und das Gefühl von Zugehörigkeit in Lernsituationen? Welche Rolle spielt die Zielgruppe für die Erarbeitung pädagogischer Materialien? Welche Rolle spielt die soziale Position und Zugehörigkeit von Lehrer_innen? Ausgehend von Erfahrungen in der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz und in der »Geschichtswerkstatt« des Jüdischen Museums Berlin mit der Refik-Veseli-Schule werden Vor- und Nachteile diskutiert und Möglichkeiten für das historische Lernen in der Einwanderungsgesellschaft gesucht.

  • Dr. Elke Gryglewsky, Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin
  • Selman Erkovan, Bildungsreferent, Berlin
  • Fabian Schnedler, Jüdisches Museum Berlin
  • Ulrike Wagner, Universität Leipzig, (Moderation)

A 7 – Diversität in der Jugendliteratur

Es gibt zahlreiche Bücher, die von dem Zusammentreffen unterschiedlicher Lebensentwürfe und -erfahrungen handeln. Doch welche bilden die Migrationsgesellschaft differenziert, glaubwürdig und zugleich mit Wertschätzung ab, sind auch gut geschrieben oder illustriert? Gibt es Qualitätsmerkmale, an denen wir uns orientieren können? Die Teilnehmenden erproben Arbeitsanregungen zu der Graphic Novel »Ein neues Land« von Shaun Tan und können sich mit Expert_innen aus der Praxis über ihre Erfahrungen mit dem Buch im Unterricht austauschen.

  • André Barth, Ernst-Schering-Oberschule, Berlin
  • Ulrich Hipler, B.-Traven-Oberschule, Berlin
  • Nina Wilkens, Jüdisches Museum Berlin (Moderation und Input)

Montag, 17.15-18.30 Imbiss

Montag 18.30-20 Uhr Podium: Wie können Politik und Gesellschaft die interkulturelle Öffnung von Schulen unterstützen?

Im letzten Jahrzehnt haben Schulen ihre pädagogischen Konzepte auf eine interkulturelle und diskriminierungskritische Perspektive hin erweitert. Dennoch scheint der Umgang mit Differenzen und Ungleichheit noch eher ein Experimentierfeld zu sein. Das Jüdische Museum Berlin arbeitet seit Jahren eng mit Schulen zusammen und möchte in der Podiumsdiskussion Ergebnisse, offene Fragen und  konfliktträchtige Aspekte von Bildungsarbeit diskutieren. Dabei soll es auch um politische Handlungsperspektiven gehen.
Anlass ist das Ende des dreijährigen Projekts »Vielfalt in Schulen«, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung durchgeführt und von der Stiftung Mercator gefördert wurde.

Es diskutieren:

  • Özcan Mutlu, MdB für Bündnis 90/ Die Grünen, Berlin
  • Evelin Lubig-Fohsel, Landesausschuss für Migration, Diversität und Antidiskriminierung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Berlin
  • André Barth, Ernst-Schering-Oberschule, Berlin
  • Dr. Diana Dressel, Leiterin Bildung, Jüdisches Museum Berlin
  • Dr. Nkechi Madubuko, Moderatorin und Autorin, Marburg (Moderation)

Die Podiumsdiskussion ist öffentlich und kann ohne vorherige Anmeldung besucht werden.

Programm am Dienstag, 14. Oktober 2014

Dienstag, 10-10.15 Uhr Ankommen

Dienstag, 10.15-10.30 Uhr Begrüßung und Tagesrückblick

Dienstag, 10.30-11.30 Uhr Impulsreferat und Austausch: »Differenzfreundlich und diskriminierungskritisch. Anforderungen an Bildungsinstitutionen in der Migrationsgesellschaft«

Schulen und andere Bildungseinrichtungen wollen sich auf Heterogenität hin ausrichten und differenzfreundlicher werden. Dies stellt sie vor große Herausforderungen angesichts der gegebenen Vielzahl bestehender (bildungs-)biographischer Hintergründe, der Vielzahl von gesprochenen Sprachen oder der Pluralität der in der Migrationsgesellschaft entstehenden und sich verändernden Kulturen. Gleichzeitig verlangt das hohe, auch von nationalen/ethnischen/kulturellen Machtverhältnissen vermittelte Ausmaß sozialer Ungleichheit nach einer diskriminierungskritischen Perspektive auf Vielfalt. Im Vortrag wird die migrationspädagogische Herangehensweise vorgestellt, die bei der Frage nach Veränderungen gerade nicht in erster Linie  Schüler_innen sowie auf ihre Eltern fokussiert, die als »mit Migrationshintergrund« gelten. Diese verbreitete, zumeist auf Förderung und Defizitkompensation ausgerichtete Zielgruppenorientierung wird zwei Erfordernissen nicht gerecht: Erstens müssen die notwendigen Veränderungen im Feld Migration und Bildung in erster Linie als Veränderungen der Bildungsinstitutionen gedacht und konzipiert werden. Zweitens geht das komplexe Feld Migration und Bildung mit Anforderungen einher, die alle Schüler_innen fokussiert, die als »mit Migrationshintergrund« gelten.

  • Prof. Dr. Paul Mecheril, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Dr. Rosa Fava, Projektleiterin »Vielfalt in Schulen«, Jüdisches Museum Berlin (Moderation)

Dienstag, 11.30-13 Uhr Welt Café. Möglichkeiten, Herausforderungen und Ansätze zur gelingenden Kooperation zwischen Schulen und Museum

In Form eines interaktiven Dialogs wollen wir uns gemeinsam der Frage nähern, wie eine Kooperation zwischen Schule und Museum in der Migrationsgesellschaft konkret gestaltet werden kann. Die Erfahrungen aus der Praxis werden in lebendigen Gesprächen mit den fachlichen Ansätzen in einen Austausch gebracht und wichtige Fragen und Handlungsfelder gemeinsam identifiziert. Hier kommen alle zu Wort und alle Perspektiven werden miteinander vernetzt.

  • Jutta Weimar, Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin (Moderation)

Dienstag, 13-14.30 Uhr Mittagessen

Dienstag, 14.30-16 Uhr Arbeitsgruppen

B1 – »Wir wollen etwas verändern – aber nur in Begleitung!« Wie Prozessbegleitung Schulen bei Veränderungen unterstützen kann

Schulen in der Migrationsgesellschaft stehen vor Herausforderungen, die in vielerlei Hinsicht neue Wege und Herangehensweisen verlangen. Eine professionelle Prozessbegleitung unterstützt Schulen und ihre Partner_innen, realistische Ziele zu definieren und die von anstehenden Veränderungen Betroffenen zu Beteiligten zu machen.

  • Andrea Blaneck, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Berlin

B2 – Zwischen Identifikation und Außenwahrnehmung: Was macht Schule aus?

Ein ansprechendes pädagogisches Lernkonzept, mit dem sich sowohl das Lehrerkollegium als auch die Schüler_innenschaft identifizieren, ist ebenso wichtig wie das Image der Schule nach außen. Aber wie entsteht eigentlich ein Image und wer ist dafür verantwortlich? Warum befinden sich Schulen im Spannungsfeld zwischen Identifikation und Außenwahrnehmung? Betrifft dies alle Schulen in Berlin? Diese und andere Fragen diskutieren wir anhand von zwei Erfahrungsberichten.

  • Heinrich Meise, Refik-Veseli-Sekundarschule, Berlin
  • Markus Schega, Nürtingen Grundschule, Berlin
  • N.N., Hermann-Hesse-Schule, Berlin
  • Meral El, Jüdisches Museum Berlin (Moderation)

B3 – Theaterpädagogik. Methoden und Ansätze für Pädagog_innen in Schule und Museum

Die Theaterpädagogik bietet Lehrkräften und Museumspädagog_innen Methoden, die weit über das Unterrichtsfach »Darstellendes Spiel« oder eine Theateraufführung hinausgehen. Einblicke in die Kooperation des Jüdischen Museums Berlin mit der Universität der Künste und in die Theaterarbeit dreier Berliner Schulen veranschaulichen theaterpädagogische Ansätze für Schule und Museum. Die Arbeitsgruppe bietet den Raum für einen Austausch über Chancen, Ansprüche und Herausforderung in der praktischen Arbeit mit einer heterogenen Schülerschaft.

  • Laura Söllner, Theaterpädagogin, Berlin
  • Anja Scheffer, Schauspielerin und Regisseurin
  • Heidemarie Link, B.-Traven-Oberschule, Berlin
  • Silvia Linnenbürger, B.-Traven-Oberschule, Berlin
  • Eva Albert, Hermann-Hesse-Schule, Berlin
  • Dr. Diana Dressel, Jüdisches Museum Berlin (Moderation)

B4 – Biografiearbeit als Beitrag zur interkulturellen Öffnung

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit Biografien aus Vergangenheit und Gegenwart zu arbeiten, um zu erkennen, wie unterschiedlich sich Ereignisse in eine Lebensgeschichte einschreiben. Anhand von Beispielen aus dem Jüdischen Museum Berlin und aus Schulen werden sich die Teilnehmer_innen über ihre Erfahrungen austauschen. Wie lassen sich die eigene und andere Biografien sinnvoll zueinander ins Verhältnis setzen? Welche Themen hinsichtlich der Identität werden angesprochen? Welche besonderen Herausforderungen und Fallstricke gibt es bei der Biografiearbeit mit einer heterogenen Teilnehmerschaft?

  • Franziska Bogdanov, Mitarbeiterin des Archivs, Jüdisches Museum Berlin
  • Beate Klammt, Bildungsreferentin, ehemals Anne Frank Zentrum, Berlin
  • Rainer Brieske, Albrecht-Dürer-Gymnasium, Berlin
  • Michael Merbitz, B.-Traven-Oberschule, Berlin
  • Sarah Hiron, Jüdisches Museum Berlin (Moderation)

B5 – Film als Methode einer diskriminierungskritischen Pädagogik

Welche Chancen bieten filmpädagogische Projekte, um Diskriminierungen und Zuschreibungen bewusst zu machen? Wie können Filmprojekte Teilnehmende aktivieren, sich mit unterschiedlichen Lebensvorstellungen auseinander zu setzen? Welche Methoden fördern Multiperspektivität? Ausgehend von Erfahrungen der »Geschichtswerkstatt« des Jüdischen Museums Berlin und der Israel/Palästina-Jugendbegegnungsreise der »BildungsBausteine gegen Antisemitismus« werden Möglichkeiten filmpädagogischer Projekte für eine diskriminierungskritische Pädagogik diskutiert.

  • Gunnar Meyer, BildungsBausteine gegen Antisemitismus, Berlin
  • Vera March Berg, Refik-Veseli-Schule, Berlin
  • Fabian Schnedler, Jüdisches Museum Berlin (Input und Moderation)

B6 – Marginalisierte Biografien: Lebensgeschichten von Juden und Roma und Sinti in der Bildungsarbeit

Erkenntnisse zum Thema »Othering« (zum/zur Anderen machen), seiner Folgen auf Schüler_innen aus den betroffenen Minderheiten und die Rolle der Mehrheitsgesellschaft im Geschichtslernen in der Einwanderungsgesellschaft sollen vorgestellt werden. Anhand von einem Praxisbericht aus dem Max Mannheimer Studienzentrum in Dachau und der Ergebnisse einer empirischen Lehr-Lernforschung aus dem Jüdischen Museum Berlin wird der Frage nachgegangen, inwiefern Geschichtslernen – insbesondere anhand von Biografien über den Nationalsozialismus und den Holocaust – auch in der heutigen Einwanderungsgesellschaft noch exkludierende Praktiken aufweist. Ausgehend von den Beiträgen werden wir Möglichkeiten einer differenzsensiblen Pädagogik ausloten.

  • Steffen Jost, Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau
  • Katharina Obens, Diplompsychologin, Berlin
  • Ulrike Wagner, Universität Leipzig (Moderation)

B7 – Antisemitismus in Social Media

Wie können die Kompetenzen der Lehrer_innen bezüglich Social Media gestärkt werden? Was benötigen Lehrkräfte, um kritisch im Unterricht mit Antisemitismus in Social Media umgehen zu können? Viele Foren, die Jugendliche benutzen, sind Lehrer_innen häufig nicht bekannt, daher auch nicht das Wissen um problematische und antisemitische Vorstellungen, die dort verbreitet werden. Ausgehend von einer Einführung in das Thema durch das Archiv der Jugendkulturen und von zwei Erfahrungsberichten von Lehrer_innen sollen Fragen nachgegangen werden, wie Lehrer_innen sich mit dem Thema im Unterricht befassen können.

  • Gabriele Rohmann, Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin
  • André Barth, Ernst-Schering-Oberschule, Berlin
  • Martina Brandes-Parow, B.-Traven-Oberschule, Berlin
  • Jutta Weimar, Großgruppenmoderatorin und Prozessbegleiterin, Berlin

Dienstag, 16-16.30 Uhr Kaffeepause

Dienstag, 16.30-17.15 Uhr Tagungsreflexion

Moderation

  • Anja Durdel, Leiterin Programm Kommunikation Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Berlin
  • Tanja Petersen, Leiterin Bildung, Jüdisches Museum Berlin

Glossar:
Wortlogo: Vielfalt in Schulen
Wann

13.-14. Oktober 2014

Wo

Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14
10969 Berlin

Preis

kostenlos

Buchung

Anmeldung erforderlich

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Tagungsprogramm
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Hinweis

Diese Veranstaltung wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft als Lehrerfortbildung anerkannt.

Kontakt

Friederike Tesch
Tel.: +49 (0)30 259 93 341
E-Mail: fachtagung_bildung[at]jmberlin.de

Mo-Do, 10-16 Uhr


»Vielfalt in Schulen« ist ein Projekt des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), gefördert durch die Stiftung Mercator.


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