Ein Kanon der jüdischen Renaissance

Der Autor Bernhard Jensen im Gespräch mit dem Verleger Thedel von Wallmoden

Als einzige Institution weltweit besitzt das Jüdische Museum Berlin sämtliche Publikationen der Soncino-Gesellschaft. 2016 hat das Museum die einzigartige Sammlung über den Online-Katalog der Bibliothek zugänglich gemacht.

Bernhard Jensen gibt in der ersten Monografie über die Soncino-Gesellschaft einen Überblick über sämtliche Publikationen und begreift sie als Kanon einer Epoche, die zugleich das Ende des deutschen Judentums bedeutete.

22. Februar, 18:30 Uhr
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Ort

Altbau 2. OG, Großer Saal


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Die Soncino-Gesellschaft

Mit der vom Zionismus inspirierten jüdischen Renaissance entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts ein kulturelles jüdisches Selbstbewusstsein jenseits von Religion und Assimilation. Als Ausläufer dieser Bewegung gründete sich 1924 die Soncino-Gesellschaft, die Impulse der deutschen Buchkunstbewegung aufnahm und auf die jüdische Buchkultur übertrug. Sie sprach orthodoxe, liberale wie zionistische Juden an und gehörte mit 650 Mitgliedern schon bald zu den großen bibliophilen Vereinen der Weimarer Republik.

Bis zu ihrer Auflösung 1937 hatte sie von der hebräischen Bibel bis zur modernen Literatur über hundert Publikationen herausgegeben.

Bernhard Jensen, Ein Kanon der jüdischen Renaissance, Soncino-Gesellschaft der Freunde des jüdischen Buches, Göttingen 2017; Wallstein Verlag

Bernhard Jensen

Bernhard Jensen, geb. 1968, promovierte 2001 in Philosophie und arbeitet seit 2004 als Bibliothekar im Jüdischen Museum Berlin.

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Altbau 2. OG, Großer Saal


Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin

Was, wann, wo?

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