Einladung
8. März 2016, 19.30 Uhr
Jüdisches Museum Berlin JMB
Eingangsbereich der Akademie
Vortrag und Podiumsdiskussion

Rromnja* Power Reloaded

JMB
Ein Rückblick auf politisches Engagement in den 90er Jahren
und Gegenwartsperspektiven
In den 1990er Jahren gab es ein starkes politisches Engagement von Rromnja* (Roma-Frauen), die sich insbesondere in Köln für das Bleiberecht von Flüchtlingen einsetzten und gegen Rassismus und Sexismus kämpften. Rromnja* sind auch heute als Bürgerrechtlerinnen und zivilgesellschaftliche Akteurinnen in sozialen Bewegungen aktiv, ihre Arbeit und ihre Biographien sind jedoch weitgehend unbekannt und in gesellschaftlichen und medialen Debatten wenig präsent.
Der Abend soll daher das politische Engagement von Rromnja* in den 90er Jahren und heute in den Blick nehmen und folgenden Fragen nachgehen: Welche Themen waren damals wichtig und welche stehen heute im Mittelpunkt? Welche Akteurinnen waren und sind beteiligt? Welche Erfolge und Hürden, welche Unterstützung gab es damals und gibt es heute in ihrer Arbeit? Und wie waren bzw. sind die gesellschaftlichen Voraussetzungen für das Engagement von Rromnja*?
Auf dem Podium: Radmila Anić, Hasiba Dzemajlji, Marija Georgi, Fatima Hartmann (Input), Isidora Randjelović (Input), Dr. Jane Schuch (Moderation)
Über die Teilnehmerinnen:
Radmila Anić ist Gründerin der Organisation Majcina Kolevka in Novi Sad, Serbien. Aktuell lebt sie in Erfurt und kämpft für die Anerkennung ihres Asylverfahrens. Sie ist Mitautorin des Bandes »In our own Words, In unseren eigenen Worten, Geflüchtete Frauen in Deutschland erzählen von ihren Erfahrungen«, Berlin 2015.
Hasiba Dzemajlji ist tätig beim Rom e. V. in Köln als Flüchtlings- und Sozialberaterin für Sinti und Roma. Sie ist Mitbegründerin der Hildegard Lagrenne Stiftung und Mitarbeiterin im Projekt Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus. Sie engagiert sich in der Initiative Schulplätze für alle.
Marija Georgi ist ehemalige Bewohnerin der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin und engagiert sich innerhalb der Flüchtlingsproteste in der Stadt. Sie ist Mitautorin des Bandes »In our own Words, In unseren eigenen Worten, Geflüchtete Frauen in Deutschland erzählen von ihren Erfahrungen«, Berlin 2015.
Fatima Hartmann ist Erzieherin und bei der Stadt Köln beschäftigt. Sie war ehemals Redakteurin der Romani Zeitschrift Jek Chib sowie Journalistin beim WDR. In den 1990er Jahren engagierte sie sich im Rom e. V. in Köln, war Teil der Protestbewegungen für Aufenthaltsrechte von Roma und organisierte eine große Romnja-Frauenkonferenz mit.
Dr. Jane Schuch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin in der Historischen Bildungsforschung. Sie engagiert sich in der IniRromnja, einer Initiative von und für Rromnja und Sintezza, und ist im Vorstand der Hildegard Lagrenne Stiftung.
Isidora Randjelović ist Dipl. Sozialpädagogin sowie Sozialarbeiterin und beschäftigt im feministischen Romani Archiv RomaniPhen. Sie interessiert sich für und schreibt über Verflechtungen von Race und Gender sowie über soziale Bewegungen und Selbstorganisierung. Sie ist in der IniRromnja engagiert.
Eine Veranstaltung zum Internationalen Frauentag und ein Auftakt in den Rromnja* Power Month in Kooperation mit dem feministischen Rromnja Archiv RomaniPhen und der Initiative IniRromnja.
Der Rromnja* Power Month findet zwischen dem Internationalen Frauentag am 8. März und dem Internationalen Tag der Roma am 8. April statt und wird vom feministischen Rromnja Archiv RomaniPhen und der IniRromnja organisiert. Nähere Informationen und das Programm zum Rromnja* Power Month unter: inirromnja.wordpress.com.
Logo der Landeszentrale für politische Bildung   Die IniRromnja ist ein politischer Zusammenschluss von Rromnja und Sintezza, die mit ihrem Engagement auf Self-Empowerment und Bekämpfung von Rassismus zielen. Das feministische RomaniPhen Archiv ist ein Kooperationsprojekt der IniRromnja, des Rroma Informations Centrum e.V. und des VIA Verbandes Berlin/Brandenburg e.V.

Logo der Landeszentrale für politische Bildung
  Logo: Unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Programm Demokratie leben!
Foto oben: Eingangsbereich der Akademie © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe
WANN Dienstag, 8. März 2015, 19.30 Uhr
WO Saal in der W. Michael Blumenthal Akademie (auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Museums)
EINTRITT frei
ANMELDUNG erbeten unter Tel. +49 (0)30 259 93 488 oder per E-Mail an reservierung@jmberlin.de
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Vertreten durch den Direktor Prof. Dr. Peter Schäfer
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