Péter Forgács und Labyrinth Project: »Donau Exodus - In den Wirbeln des Stroms«
Die interaktive Multimedia-Installation »Donau Exodus« des ungarischen Filmemachers und Künstlers Péter Forgács und des Labyrinth Project beschäftigt sich mit dem Thema Vertreibung. Historische Amateurfilmaufnahmen, dokumentarisches Material und Interviews werden zu einer filmischen Partitur über Bedrohung, Lebensgefahr und Flucht verwoben.
Donau Exodus. In den Wirbeln des Stroms
© Ludwig Museum, Péter Forgács
Die Installation erzählt zwei gegenläufige Auswanderungsgeschichten:
Die eine ist die Flucht von 600 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde
Bratislavas, die im Spätsommer 1939 die Donau abwärts fuhren, um das
Schiff zu erreichen, das sie über das Schwarze Meer nach Palästina
bringen sollte. Im Herbst 1940 brachte dasselbe Schiff Angehörige der
deutschen Minderheit aus Bessarabien, die ins Deutsche Reich
umgesiedelt wurden, donau-aufwärts. Der Kapitän des Ausflugsdampfers
»Königin Elisabeth« hielt diese beiden ungleichen Passagen und das
Leben auf dem Schiff mit seiner Kamera fest. Die Installation ist Teil
des Programms »Ungarischer Akzent« und wird vom Ungarischen Ministerium
für Kultur und Bildung in Budapest sowie vom Collegium Hungaricum
Berlin unterstützt.
Wann
20. April bis 26. August 2007
Wo
Libeskind-Bau, Eric. F. Ross Galerie
Eintritt
mit dem Museumsticket
Die Installation basiert auf dem Recherchematerial und dem Dokumentarfilm »The Danube Exodus« von Péter Forgács (1988, produziert von Lumen Film). »The Labyrinth Project« ist eine Forschungsinitiative an der Southern California's School of Cinematic Arts, Los Angeles.









