_
Museum vor Ort Kinder, Schule und Museum Online Schaukasten

Raub und Restitution

Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute


Foto: Amerikanische GI's transportieren Gemälde auf einer Treppe

Amerikanische GI's transportieren unter der Aufsicht des MFA&A Offiziers James Rorimer Gemälde aus dem Raubkunstdepot in Schloss Neuschwanstein, Mai 1945
© National Archives, Washington

Auch sechzig Jahre nach Kriegsende sind Raub und Restitution von Kulturgut aus jüdischem Besitz brisante Themen. Die Zahl der offenen Fragen und ungeklärten Fälle ist groß, die Meinungen sind kontrovers.
Die Ausstellung »Raub und Restitution« zeichnet die historischen Abläufe, Zusammenhänge und Folgen dieses europaweiten Raubzuges der Nationalsozialisten nach. Im Mittelpunkt stehen der Weg einzelner Kulturgüter, die während der NS-Zeit ihren jüdischen Besitzern entzogen wurden - von Gemälden und Bibliotheken über Porzellane bis hin zu Silberarbeiten und Privatfotografien - und die Schicksale ihrer Eigentümer. Neben bekannten Namen wie der Familie Rothschild oder dem Kunsthändler Jacques Goudstikker werden auch in Vergessenheit geratene Sammlungen wie die Judaica-Sammlung von Sigmund Nauheim oder die Sammlung historischer Musikinstrumente der Pianistin Wanda Landowska vorgestellt.

Wann:

19. September 2008 bis 1. Februar 2009

Wo:

Altbau 1. OG

Eintritt:

4 Euro, erm. 2 Euro

Die Ausstellung richtet ihren Blick aber auch auf die Akteure und Profiteure des Raubes. Sie beleuchtet NS-Organisationen wie den »Sonderauftrag Linz« oder den »Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg« und thematisiert die unrühmliche Rolle von Museen, Bibliotheken und Kunsthändlern. Nicht zuletzt fragt die Ausstellung nach den Versäumnissen und Unzulänglichkeiten der Restitutionspolitik in den 1950er Jahren und den damals nicht befriedigten Ansprüchen, die heute die aktuelle Debatte prägen.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Frankfurt.

Text einblenden
Text ausblenden /