Reisen in die deutsch-jüdische Geschichte
Hier finden Sie eine Inhaltsangabe zu den virtuellen Ausstellungen, die Sie im Rafael Roth Learning Center erwarten. Die einzelnen Geschichten werden anhand von einer Vielzahl einzigartiger Dokumente, Filme, Fotos und Audios erzählt, die Sie sich in Auszügen zu Gemüte führen können. Alles weitere erfahren Sie vor Ort!
Albert Einstein
|
Befreiung
|
Bertha Pappenheim
|
Christliche Judenbilder
|
Daniel Libeskind
|
Der falsche Messias
|
Gespräche beim Tee
|
Heinrich Heine
|
Juden in Breisach
|
Ländliche jüdische Küche
|
Mythen und Legenden ranken sich um Albert Einstein (1879–1955). Er war
einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts, ein
weltweiter Medienstar und eine schillernde Persönlichkeit.
Im April 1945 befreite die britische Armee zehntausende von Häftlingen
des KZs Bergen-Belsen. Zu den Überlebenden gehörten Celia Landau und die
Schwestern Anita und Renate Lasker. Während sie darauf warteten,
Deutschland verlassen zu können, mussten sie in einem jüdischen
Displaced Persons Camp leben, das in unmittelbarer Nähe zum vormaligen
Konzentrationslager errichtet wurde.
Bertha Pappenheim (1859-1936) gründete den Jüdischen Frauenbund. Sie setzte sich ihr
Leben lang erfolgreich für die Rechte und Bildung von jüdischen Mädchen und
Frauen ein und kämpfte gegen Prostitution und Mädchenhandel.
Die christliche Ikonografie ist seit dem Mittelalter in ihrer
Darstellung der Juden von Vorurteilen und Ablehnung geprägt. Die
Stereotypen, die über diese Bilder verbreitet wurden, haben sich
teilweise bis in die Moderne erhalten.
Daniel Libeskind (geb. 1946) ist einer der herausragenden Architekten unserer Zeit. Mit seinem ungewöhnlichen Bau für das Jüdische Museum Berlin setzte er neue Maßstäbe für eine ausdrucksstarke Architektur. Auch seine anderen Entwürfe für Gebäude in der ganzen Welt zeugen von seiner Fähigkeit, mit Bauwerken komplexe Botschaften über Geschichte und Zukunft zu vermitteln.
Schabbtai Zwi (1626–1676) rief sich im 17. Jahrhundert im Osmanischen Reich als Messias
aus. In der jüdischen Welt führte diese Nachricht zu einem noch nie da gewesenen Begeisterungstaumel.
Im Berlin des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche
Salons, in denen Menschen unterschiedlichster Herkunft zu Gesprächen zusammen
kamen. Die Gastgeberinnen waren häufig kluge und belesene Jüdinnen wie
Henriette Herz (1764–1847) und Rahel Varnhagen (1771–1833).
Heinrich Heine war einer der herausragenden Denker und Dichter seiner Zeit. Er beschrieb sich selbst als »in jeder Hinsicht politischen Schriftsteller« und »Trommler« im Kampf um die Emanzipation des Menschen. Sein Werk polarisierte und wurde insbesondere in Preußen massiv zensiert. Nach Ausbruch der französischen Julirevolution emigrierte Heine nach Paris.
Der Turner, Schauspieler und Karnevalist Louis Dreyfuss (1900–1993) war im badischen Breisach weithin bekannt und beliebt. Er emigrierte 1933 als erster Jude seiner Heimatstadt und überlebte den Krieg im Versteck in Frankreich. 1964 kehrte er nach Breisach zurück.
Die Rezepte der ländlichen jüdischen Küche sind sowohl von den religiösen Speisevorschriften geprägt als auch von den Speisen der christlichen Nachbarn beeinflusst. In dieser Geschichte werden neben der Entwicklung des Landjudentums und dem Alltag der Wanderhändler auch zahlreiche Rezepte aus dem süddeutschen Raum und der Schweiz vorgestellt. 





