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Heinrich Heine


Ölgemälde von Heine als junger Mann

Porträt Heinrich Heine, Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim, 1831
© Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin

Heinrich Heine (1797-1856) war einer der herausragenden Denker und Dichter seiner Zeit. Er beschrieb sich selbst als »in jeder Hinsicht politischen Schriftsteller« und »Trommler« im Kampf um die Emanzipation des Menschen. Sein Werk polarisierte und wurde insbesondere in Preußen massiv zensiert. Nach Ausbruch der französischen Julirevolution 1830 emigrierte Heine nach Paris.

Unsere multimedial präsentierte Geschichte zeichnet ein lebendiges Porträt des feinsinnigen Lyrikers und scharfzüngigen Beobachters. Sie beleuchtet ihn und sein Werk in drei Kapiteln:

Das erste schildert die wichtigsten Stationen seines Lebens, von seiner Geburt in Düsseldorf bis hin zu seinem Tod in Paris.

Das zweite Kapitel widmet sich seinen wichtigsten Werken wie dem »Buch der Lieder«, den »Reisebildern« und »Deutschland. Ein Wintermärchen«, das im französischen Exil entstand.

Aktentasche mit Inhalt: Besteck, Heines »Buch der Lieder« und ein Tuch

Emigrantengepäck: Heines »Buch der Lieder«, ein Besteck und ein Seidentuch war das einzige, was der Berliner Gerd Ehrlich 1943 in seiner Aktentasche mit ins Exil nahm.
© Jüdisches Museum Berlin, Dauerleihgabe von Sibylle Ehrlich

Im letzten Kapitel konzentrieren wir uns auf den ebenfalls nach Paris geflüchteten Schriftstellerkollegen Ludwig Börne und dessen schwieriges Verhältnis zu Heine. Einen besonderen Schwerpunkt bildet Heines lebenslange Auseinandersetzung mit dem Judentum, die sich auch in seinen Schriften niederschlug.

Die Erfahrung der Ausgrenzung und Demütigung, der viele deutsche Juden im 19. Jahrhundert ausgestzt waren, machte auch Heine. Selbst nach der Taufe konnte er keine Beamtenlaufbahn einschlagen; seine Person und sein Werk waren immer wieder Ziel judenfeindlicher Angriffe.

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Heines »Loreley« ist der Inbegriff der romantischen Vorstellungswelt (Sprecher: Jens Schäfer)

Nach seinem Tod blieb Heinrich Heine die uneingeschränkte Anerkennung zunächst verwehrt. Seine Gedichte und deren Vertonungen, allen voran die »Loreley«, wurden zwar zum Bestandteil des deutschen Liedguts; seine politischen Texte hingegen galten bis in die 1960er Jahre als umstritten. Heute zählt Heines Werk uneingeschränkt zu den Klassikern der deutschen Literatur.

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