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Nivea


Nivea Werbeplakat

Plakatentwurf von Charlotte Voepel, 1928
© Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung

Der jüdische Apotheker Oscar Troplowitz (1863-1918) aus Gleiwitz baute die Hamburger Firma Beiersdorf von einem Labor zur Herstellung von medizinischen Pflastern zu einem modernen Pharmazie- und Kosmetikkonzern aus. Dessen Produkte Nivea, Hansaplast oder Tesa werden bis heute weltweit verkauft.
Als die Nivea-Creme 1911 auf den Markt kam, war sie die erste stabile Fett- und Feuchtigkeitscreme der Welt.

Mit sicherem Gespür für die ästhetischen und technologischen Entwicklungen seiner Zeit, beauftragte Troplowitz unter anderem den Wegbereiter des Industrie- und Reklamefilms Julius Pinschewer mit der Bewerbung der Beiersdorf-Produkte.

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»Eulalias Verjüngung«, Werbefilm für Nivea-Creme von Julius Pinschewer, 1921
© »Eulalias Verjüngung«, Werbefilm für Nivea-Creme von Julius Pinschewer, 1921

Foto: Oscar Troplowitz

Oscar Troplowitz 1895
© Beiersdorf AG, Archiv

Oscar Troplowitz baute Beiersdorf nicht nur zu einem weltweit agierenden Unternehmen aus, er übernahm auch soziale Verantwortung für seine Mitarbeiter. Schon früh führte er in seinem Unternehmen den 8-Stunden-Tag, bezahlten Urlaub, Mutterschutz und eine betriebliche Altersversorgung ein. Privat engagierte er sich als Kunst-Mäzen.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann der systematische Boykott von Beiersdorf als »jüdische« Firma. Unter dem Druck der drohenden Arisierung traten die »nichtarischen« Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Beiersdorf AG zurück und verließen Deutschland.

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