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Kunst-Installationen

Menashe Kadishman, Via Lewandowsky, Arnold Dreyblatt und der Kunstautomat


Schalechet - Gefallenes Laub
Foto der Installation Shalechet (Gefallenes Laub)

Menashe Kadishman, Installation Schalechet (Gefallenes Laub), 1997-2001
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Marion Roßner

Menashe Kadishmans Beitrag zum Jüdischen Museum Berlin ist die Installation »Schalechet« (»Gefallenes Laub«) im Memory Void, einem der leeren Räume im Libeskind-Bau. Über 10.000 Gesichter mit aufgerissenen Mündern, grob aus schweren, runden Eisenplatten geschnitten, bedecken den Boden.

Die Installation, eine Schenkung von Dieter und Si Rosenkranz, geht eine beeindruckende Verbindung mit dem Raumgefühl der Voids ein. Während diese einen architektonischen Ausdruck für den unwiederbringlichen Verlust bilden, den der Mord an den Juden in Europa bedeutet, rufen Menashe Kadishmans Skulpturen schmerzhafte Erinnerungen an die unschuldigen Opfer von gestern, heute und morgen wach.

Menashe Kadishman (1932-2015)
Galerie der verschwundenen Dinge
Foto: Via Lewandowsky

Via Lewandowsky im Tonstudio. Der Künstler erprobt die punktgenaue Ausspielung der Audioaufnahmen.
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Hans Grunert

Via Lewandowskys »Gallery of the Missing« (Galerie der verschwundenen Dinge) erinnert die Besucher an die Idee und das Wesen »dessen, was nicht mehr existiert«. Mit seinem Projekt bezieht sich der Künstler symbolisch auf das, was verloren gegangen ist, aber noch immer dargestellt werden kann - ein Konzept, das Daniel Libeskind seiner Architektur in Gestalt der Voids (Leerräume) eingefügt hat. Fünf dieser leeren Räume »unterbrechen« den Libeskind-Bau entlang einer geraden Achse.

Schwarze Glasskulpturen, auf der Ausstellungsfläche installiert, gehen eine Wechselwirkung mit den eigentümlichen Negativräumen der Architektur ein. Die Vitrinen, in die man nicht hineinblicken kann, enthalten akustische Beschreibungen verloren gegangener Gegenstände, eingeteilt in kurze Klangportionen. So werden vor dem inneren Auge der Besucher Bilder dieser Gegenstände erzeugt.

Via Lewandowsky (*1963)
Unausgesprochen
Arnold Dreyblatt vor der Glaswandinstallation Unausgesprochen

Arnold Dreyblatt vor der Glaswandinstallation Unausgesprochen
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Sönke Tollkühn

Auszüge aus Briefen, Tagebüchern und Berichten, die vor der Deportation und in den Ghettos und Lagern entstanden, sowie Ausschnitte aus Mitteilungen der nationalsozialistischen Behörden, die den Massenmord organisierten, erscheinen und verschwinden auf einer Glaswand in der Installation »Unausgesprochen« des Künstlers Arnold Dreyblatt. Seit November 2008 befindet sich dieses Werk dauerhaft im Ausstellungsraum vor der Wand, die Photos der Alliierten vor den befreiten Konzentrationslagern zeigt.

Arnold Dreyblatt (*1953)
Der »Kunstautomat« in der Dauerausstellung
»Kunstautomat« nach dem Entwurf von Hanno Dannenfeldt

›Kunstautomat‹ nach dem Entwurf von Hanno Dannenfeldt
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Schwarz-weiß Fotografie: Zwei Frauen stehen auf einer Schaukel im Garten, im Hintergrund läuft ein Mann

Die Fotografie »Angela and Me« von Birgit Naomi Glatzel ist Teil der Serie »You and Me«, in der sich die Künstlerin mit Freunden porträtiert. Ein zeitverzögerter Selbstauslöser bewirkt, dass der Moment, in dem das Foto aufgenommen wird, nicht genau zu bestimmen ist. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Birgit Naomi Glatzel

Postkarte zeigt ein Kamel in einer Seilbahn-Gondel, darauf klebt ein kleiner, rechteckiger Kasten

Birgit Naomi Glatzel und Benjamin Seide schicken in ihrem Kunstfilm »Going to Jerusalem« ein Kamel aus einer Schnee-Schüttel-Kugel auf Weltreise und schaffen damit eine Collage aus Träumen - oder vielleicht doch Realitäten? (im Kunstautomat ab April 2016)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Bäume im Schnee

Mit der Fotoserie »Dyslexic Dysgraphia« thematisiert Daniela Orvin ihr eigenes Gefühl der Entwurzelung und Heimatlosigkeit. Die Bilder zeigen Bäume im Schnee, so dass die Baumstämme ohne Wurzeln in einem weißen Raum, im weißen Nichts, dahinzutreiben scheinen. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Daniela Orvin

Abstraktes Gemälde in Rot und Schwarz

Die Musik hat in David Benforados kreativem Schaffen schon immer eine wesentliche Rolle gespielt. In seiner Serie »Makams Malen« repräsentiert jedes Bild auf abstrakte Weise ein Makam, eine Tonfolge in der orientalischen Musik, die jeweils durch bestimmte Intervalle und einen charakteristischen Melodieverlauf gekennzeichnet ist. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Abstraktes Gemälde in Grün, Dunkelrot und Weiß

In der Serie »Zwischen Klang und Stille« verwendet David Benforado den Moment der Ruhe und Pause als Ausgangspunkt, um einen neuen Raum der Kontemplation zu schaffen. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Fotomontage: Ein Mann mit Bierflasche sitzt vor einer Hauswand mit der Aufschrift »Fleischerei Sünkler«, darunter ist gesprayt: »Ein Baum, ein Strick, ein Nazigenick«

Wie vermittelt man das zwiespältige Gefühl, das im Deutschen mit dem Wort »Heimat« einhergeht, einem Menschen, der eine andere Sprache spricht? Diese Frage beschäftigt Joachim Seinfeld in der Serie »HeimatReisen«, die prägende Stationen seines Lebens thematisiert. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Vier schwarz-weiß Fotografien von zwei etwa zehnjährigen Mädchen

Die Fotoserie »Twins: duo morality« von Noga Shtainer entstand in der Kleinstadt Cândido Godói in Brasilien. Der Ort ist bekannt für seinen hohen Anteil an eineiigen Zwillingen. Die Gründe dafür sind unbekannt. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Noga Shtainer

Vier Fotografien von zwei etwa sechzigjährigen Männern

Das genaue Betrachten der Fotografien aus der Serie »Twins: duo morality« von Noga Shtainer und der Vergleich der Zwillingspaare regen dazu an, Fragen über Konkurrenzdenken, Nähe, Eifersucht und Freundschaft zu stellen. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Noga Shtainer

Ein Stuhl und ein Haus aus rotem Ton

Die Plastiken von Rachel Kohn kreisen um das Thema Haus, Behausung und Inventar. Für den »Kunstautomaten« hat sie 100 Stühle und 100 Häuser gebaut, die einzeln und als Gruppe zu verschiedenen Geschichten zusammengestellt werden können. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Postkarte mit einem abstrakten Kreis und der Aufschrift "Liebe Grüße aus Namibia"

In ihrer Postkartenserie »Liebe Grüße aus Namibia« thematisiert Shira Wachsmann den Völkermord an den Herero in der ehemaligen deutschen Kolonie. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Rückseite einer Postkarte mit der Aufschrift "'wir wollen niemand in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne.' Bernhard von Bülow, 1897" und einem Totenschädel als Symbol für die Briefmarke

Mit den Postkarten erinnert Shira Wachsmann daran, dass 1904 Deutsche ihren Angehörigen Postkarten aus Deutsch-Südwestafrika (dem heutigen Namibia) schickten. Abgebildet auf den Karten waren Bilder von Totenköpfen der Herero, die sie umgebracht hatten. (im Kunstautomat ab April 2016)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Kunstinstallation von Anna Adam, bei der auf roten Samt hebräische Buchstaben in Gold kleben und eine Puppe durch ein Fernglas schaut, in dem Davidsterne zu erkennen sind

Mit ihrer Satire-Reihe »Feinkost Adam ©« wirft die deutsche Künstlerin Anna Adam einen augenzwinkernden Blick auf Klischees und Vorurteile gegenüber Juden. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Rückseite einer bedruckten Klappkarte der Künstlerin Anna Adam

Anna Adams verspielte Klappkarten ironisieren nicht nur gängige Klischees gegenüber Juden, denen die als nach der Shoa in Deutschland geborene Jüdin immer wieder begegnet - sie laden den neuen Besitzer auch ein, die Karten selbst bastelnd fertig zu stellen. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Eine CD-Rom neben einer leeren gelben CD-Hülle mit der Aufschrift »MIX Tape«

Auf eine »Zeitreise« will der Musiker, Choreograf, Lehrer und Performer Howard Katz mit seinem »MIX Tape« entführen, der ersten Serie für den Kunstautomaten. Auf der CD finden sich Musikstücke, die für Katz bestimmte verrückte Erlebnisse oder Momente seines Lebens symbolisieren. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Eine DVD neben einer leeren grünen DVD-Hülle

Die zweite Serie von Howard Katz vereint unter dem Titel »4 Short Films« vier Kurzfilme des Künstlers, die er mit dem Handy aufnahm und einen Blick in sein Gehirn erlauben sollen, so die Selbstbeschreibung. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Oliver Stratz

Drei braun-beige Spatzen aus Acrylharz und Mineralpulver

Für ihre Reihe »Spatzen« schufen die Zwillinge Maria und Natalia Petschatnikov 200 Spatzen-Reliefs aus Acrylharz und Mineralpulver, die sie individuell in verschiedenen Brauntönen bemalten. Spatzen wie andere Stadtvögel gehören zum Straßenbild jeder Großstadt und sind praktisch auf der ganzen Welt heimisch. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Ölbild, das Münzen im Wert von vier Euro zeigt

Ironisch mutet die zweite Reihe an, welche Maria und Natalia Petschatnikov für den »Kunstautomaten« des Jüdischen Museums Berlin schufen. Unter dem Titel »4 Euro« malten die gebürtigen Russinnen 200 kleinformatige Ölbilder, die genau das zeigen, was der Titel verspricht: Münzen im Wert von 4 Euro in unterschiedlichen Sortierungen. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Foto: Maria & Natalia Petschatnikov

Abstraktes Bild mit blauen Farbspuren auf einer weißen Leinwand

Die Serie »T'cheletfragmente« von Deborah S. Phillips ist das Ergebnis der intensiven Recherche der Künstlerin über die Farbe blau. Phillips lebt und arbeitet in Berlin - da der Himmel hier überwiegend grau sei, habe blau noch einmal eine ganz andere Bedeutung. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Abstraktes Bild mit blauen Farbspuren auf einer weißen Leinwand

Derzeit arbeitet Deborah S. Phillips an einem Buch mit Lithographien in verschiedenen Blautönen. Die Reste, die dabei entstehen, hat sie unter anderem für die Serie »T’chelet ve Argaman« verwendet - im Kunstautomaten bekommen sie so eine ganz eigene Bestimmung. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Oliver Stratz

Abstraktes Bild mit kräftigem schwarz-blauen Muster

Mit dem kräftigen Offsetdruck »Die Mühle« will der Künstler Georg Sadowicz auf eine Reise mitnehmen: Der dargestellte Formrhythmus entzieht sich der üblichen Raumperspektive und fordert so die Wahrnehmung der Betrachter heraus. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Abstraktes Bild mit kräftigem schwarz-rot-blauen Muster und einer betenden Figur im Zentrum

Auch mit seiner zweiten Reihe »Der Vorbeter« schafft Georg Sadowicz eine Herausforderung für den Betrachter: Klare Ebenen oder Fluchtpunkte gibt es in dem abstrakten Druck nicht. Der polnische Künstler will mit seinen Werken kein Abbild der Wirklichkeit, sondern vielmehr Sinnbilder der Realität schaffen. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Ein junger tätowierter Mann liegt auf dem Boden und stützt sich mit dem rechten Arm ab, während er verloren aus dem Schwarz-Weiß-Foto blickt

In ihrer Fotoserie »Dritte Generation« porträtiert Hadas Tapouchi junge jüdische und arabische Israelis sowie Deutsche, die alle eine doppelte Identität haben: Einerseits gehören sie der dritten Generation nach dem Zweiten Weltkrieg an, andererseits der »queer community«. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Foto: Hadas Tapouchi

Zwei Männer blicken in der Schwarz-Weiß-Fotografie in die Kamera und haben die Arme umeinander gelegt.

Für die Israelin Hadas Tapouchi geht es in ihrer Fotoserie »Dritte Generation« um einen möglichen Zusammenhang zwischen Krieg und Sexualität. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Foto: Hadas Tapouchi

100 kleine Ölzeichnungen zeigen einen Mann, der mit den Händen Grimassen zieht

Daniel Wiesenfeld will mit der Reihe »Smile« den Betrachter zum Lachen bringen: Die hundert kleinformatigen Ölbilder sind Selbstporträts und zeigen den Künstler beim Schneiden wilder Grimassen. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Foto: Detlef Baltrock

Kreidezeichnung, die ineinander verschachtelte menschliche Figuren zeigt

Die zweite Reihe von Daniel Wiesenfeld für den Kunstautomaten zeigt fragile Kohlebilder, bei denen jede Zeichnung einen Abdruck auf der nächsten Seite hinterlassen hat, der so Ausgangspunkt für ein neues Werk wird. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Schwarzlotmalerei auf Glas von einem Zimmer mit Sessel, Sofa, Tisch und Kamin und vielen Bildern an der Wand

Für die dritte Serie von Daniel Wiesenfeld, »Ein Bett, ein Stuhl, ein Tisch« hat der Künstler die alte Technik der Schwarzlotmalerei auf Glas für sich wiederentdeckt. Er sprach darüber im Interview auf unserem Blog. (im Kunstautomat April – September 2015)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Fotoabzug der einen einzelnen, weit entfernten und blühenden Baum vor einer Steinmauer und  blauem Himmel zeigt

Mit ihrer Serie »PHOTOMAT. Challenging WallMAT« nimmt die israelisch-deutsche Künstlerin Ruthe Zuntz den Lebensrhythmus in ihrer Heimat Israel in den Fokus. (im Kunstautomat August – Oktober 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Schwarzweiße Straßenansicht eines Hauses

»Highway, Berlin, 2011.« Ihre ständigen Reisen zwischen Israel und Deutschland kamen der Künstlerin wie ein Roadmovie vor. So schuf Daphna Westerman mit »In and Between the Cities« einen (fiktiven) Film, den es nur in Gestalt der Postkarten gab, die sie Freunden und anderen Künstlern regelmäßig schickte. (im Kunstautomat August – Oktober 2014)
© Daphna Westerman

Zwei bunte Knöpfe aus Holz, handbemalt und handbeschriftet mit hebräischen Buchstaben

Mit ihrem Werk »Tsemed Chemed - dicke Freunde« möchte die Künstlerin Lina Khesina die Schönheit der hebräischen Sprache zeigen und sie in den Alltag übertragen, genauer gesagt: sie im Alltag tragen. (im Kunstautomat August – Oktober 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Eine menschliche Figur, die aus einem Stück Gleisschotter mit Draht gefertigt ist

Als »Testamentsvollstreckerin« setzt sich Deborah Wargon durch ihr Kunstwerk »Das Vermächtnis der Friede Traurig. It's never too late to have a happy childhood« mit den Reichtümern und dunklen Geheimnissen der Vermächtnisse auseinander. (im Kunstautomat August – Oktober 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Radierung, die vier menschliche Figuren auf einem Balkon zeigt

Der Holzschnitt »Der Balkon« ist eine künstlerische Auseinandersetzung von David Moses mit einer Radierung, die sein Großvater nach den Eindrücken eines Berlinbesuches 1963-64 anfertigte. (im Kunstautomat August – Oktober 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Zwei gegenüberliegende Skelettfragmente gedruckt auf verkohltem Samt

Victor Alaluf: »Essence«, Siebdruck auf verkohltem Samt, 2013. Das Kunstwerk zielt darauf ab, sowohl Zerstörung als auch Wiedergeburt auszudrücken, den Tod und das Leben, Struktur und Zerbrechlichkeit. (im Kunstautomat August – Oktober 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Aus Bowlingkugeln herausgeschnittene Steine an Schlüsselanhängern

Assaf Gruber: »Spares«. Zerschnittene Bowlingkugeln, 2014. Der Künstler regt an, sie als Schlüsselanhänger oder als Halskette zu verwenden. (im Kunstautomat August – Oktober 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Vater und Tochter auf einem Sofa

Fotografie aus der Serie »In den Armen der Väter« von Mascha Danzis (im Kunstautomat August 2013 – August 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Eine Kerze in Wurzelform

Die Suche nach den eigenen Wurzeln – Die Fundstücke aus der kalifornischen Heimat formte Alexis Hyman Wolff ab und goss sie mit Bienenwachs nach (im Kunstautomat August 2013 – August 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Platt gedrückte Coca-Cola-Dosen mit hebräischer und arabischer Aufschrift

Bearbeitete Coca-Cola-Dosen aus Israel und Palästina von Andrei Krioukov, dem Begründer der Kunstform »Einwegrealismus« (im Kunstautomat August 2013 – August 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Gefaltetes Papier mit der Aufschrift »A letter to Deutsche Post, 2013, 27/80«

Konzeptkunst von Alex Martinis Roe zur Neuauflage der Briefmarken »Hannah Arendt« und »Rahel Varnhagen« (im Kunstautomat August 2013 – August 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Papier-Mesusa mit herausgezogenem Comic-Strip

Papier-Mesusa mit ausziehbarem Comic-Strip von Zara Verity Morris (im Kunstautomat August 2013 – August 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Büchlein »The Guardian / Sycamore Group«

Booklet mit einer auf Archivdokumenten aus dem Kibbuz Hazorea (Israel) basierenden Erzählung und Illustrationen von Atalya Laufer (im Kunstautomat August 2013 – August 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Videostill mit Blick auf ein Zimmer durch eine Wand

Postkarte mit einem Videostill aus dem Film »The Fourth Wall« von Daniel Laufer (im Kunstautomat August 2013 – August 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Postkarte mit einem Videostill aus dem Film »The Fourth Wall« von Daniel Laufer (im Kunstautomat August 2013 – August 2014)
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Farbenfrohe Ölbilder, hochwertige Fotoabzüge oder kleine Keramiken: Der »Kunstautomat« im Jüdischen Museum Berlin verbirgt seit August 2013 in seinen 30 Fächern ein breites Spektrum überraschender Gegenwartskunst. Die kleinformatigen Unikate wurden von internationalen jüdischen Künstlern geschaffen, die in Berlin leben. Alle Kunstwerke sind exklusiv für den Automaten kreiert, handsigniert und existieren nur in limitierter Auflage.

Für 6 Euro (zu zahlen in drei Zwei Euro Münzen) können sich Besucherinnen und Besucher ein Stück Gegenwartskunst aus dem Automaten ziehen, bei dem es sich um einen umgebauten und neu gestalteten Warenautomaten aus den 1970er Jahren handelt.

In der aktuellen Runde (ab 1. April 2016) hat fast jeder der beteiligten Künstler gleich zwei Serien für den Automaten geschaffen: Insgesamt 3.000 Werke werden so in den kommenden Monaten im 1. Obergeschoss der Dauerausstellung angeboten.

Folgende Künstlerinnen und Künstler nehmen am Projekt teil:
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