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Veranstaltung am 4. Dezember 2010

Raphael Gross: Anständig geblieben. Nationalsozialistische Moral


Dan Diner im Gespräch mit dem Autor

Porträt Raphael Gross

Raphael Gross
© Elisabeth Scheder-Bieschin

Ehre, Treue, Schande und Kameradschaft: Raphael Gross stellt in seinem neuen Buch erstmals eine moralhistorische Perspektive auf die NS-Geschichte vor. Er zeigt, dass erst ein System gegenseitig eingeforderter Gefühle und Tugenden die Begeisterung der deutschen Bevölkerung für die nationalsozialistische Volksgemeinschaft ermöglicht hat. Es prägte politische Reden, Schulbücher sowie den nur scheinbar apolitischen Unterhaltungsbetrieb. Und ist nach der militärischen Niederlage 1945 nicht auf einen Schlag verschwunden.

Wann

4. Dezember 2010, 19 Uhr

Wo

ICI Kulturlabor Berlin, Christinenstr. 18-19, Haus 8, 10119 Berlin

Eintritt

frei

Kontakt

Birgitta Schmidt
Tel: +49 (0)30 259 93 497
Fax: +49 (0)30 259 93 330
b.schmidt[at]jmberlin.de

Eine Veranstaltung des ICI Kulturlabor Berlin und des Jüdischen Museums Berlin in Kooperation mit dem S. Fischer Verlag

Hinweis: Diese Veranstaltung findet im ICI Kulturlabor Berlin statt. Christinenstr. 18-19, Haus 8, 10119 Berlin

Programm:

Begrüßung: Christoph Holzhey (Direktor ICI Berlin)

Einführung: Astrid Deuber-Mankowsky (Ruhr-Universität Bochum) und Cilly Kugelmann (Jüdisches Museum Berlin)

Buchvorstellung: Raphael Gross und Dan Diner mit anschließender Diskussion

Raphael Gross studierte Geschichte in Zürich, Berlin, Cambridge, Bielefeld, Jerusalem und Essen. Seit 2001 Direktor des Leo Baeck Instituts in London, leitet er seit Februar 2006 das Jüdische Museum und seit April 2007 das Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Raphael Gross ist Honorarprofessor im Fachbereich Geschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Dan Diner ist Professor für Neuere Geschichte an der Hebrew University of Jerusalem, Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und Professor am Historischen Seminar der Universität Leipzig. Autor zahlreicher Publikationen zur europäischen Geschichte des 20.Jahrhunderts, des Vorderen Orients, der deutschen Geschichte, insbesondere des Nationalsozialismus und des Holocaust sowie der jüdischen Geschichte.

Astrid Deuber-Mankowsky ist Professorin am Institut für Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und Associate Member des ICI Berlin. Sie studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Zürich und Berlin und hat in den Bereichen Religion und Moderne, Philosophie und feministische Theorie, Gender und Medien zahlreich veröffentlicht.

Cilly Kugelmann ist Programmdirektorin und stellvertretende Direktorin am Jüdischen Museum Berlin. Sie kommt aus Frankfurt am Main, wo sie von 1986 bis 2000 das Bildungsprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit am dortigen Jüdischen Museum betreut hat und als Kuratorin für historische Ausstellungen tätig war. Seit 1980 ist sie Mitherausgeberin der Zeitschrift »Babylon, Beiträge zur jüdischen Gegenwart« und hat an mehreren Büchern zur Nachkriegsgeschichte der Juden in Deutschland und zum Antisemitismus mitgewirkt.

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