Veranstaltung am 31. Januar 2011
Zur Geschichte von Juden und Dönme in der Türkei
Im Rahmen der Reihe »Gespräche über jüdische Gegenwart und Vergangenheit«
Corry Guttstadt und Marc David Baer
© Corry Guttstadt; Marc David Baer
Vor drei Jahrhunderten gründeten die Anhänger von Rabbi Schabbtai Zwi eine eigene religiöse Gruppierung. Dem Vorbild ihres Messias folgend, traten sie zum Islam über und wurden Dönme (Türkisch: Konvertiten) genannt. Welches Verhältnis unterhielten sie zu den jüdischen Gemeinden im Osmanischen Reich? Welche Rolle spielen beide Minderheiten in der Geschichte der türkischen Republik?
Wann
31. Januar 2011, 19:30 Uhr
Wo
Altbau 2. OG, Großer Saal
Eintritt
frei. Einlass nur mit Eintrittskarte (an der Kasse erhältlich)
Kartenreservierung
Tel. +49 (0)30 259 93 488
reservierung[at]jmberlin.de
Kontakt
Birgitta Schmidt
Tel: +49 (0)30 259 93 497
Fax: +49 (0)30 259 93 330
b.schmidt[at]jmberlin.de
Die Turkologin Corry Guttstadt und der Historiker Marc Baer widmen den Abend diesen und anderen Fragen.
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum Moderner Orient.
Marc David Baer
Marc David Baer ist Professor am Historischen Institut der University of California, Irvine, und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Moderner Orient, Berlin. Er hat sich intensiv mit der Geschichte des Osmanischen Reiches sowie mit der südöstlichen europäischen Geschichte beschäftigt; sein besonderes Interesse gilt der religiösen und kulturellen Konversion. Zu seinen Publikationen zählen »Honored by the Glory of Islam: Conversion and Conquest in Ottoman Europe« (2008, ausgezeichnet mit dem Albert Hourani Award der Middle East Studies Association of North America) und The Dönme: Jewish Converts, Muslim Revolutionaries, and Secular Turks (2010).
Corry Guttstadt
Corry Guttstadt ist Turkologin, Historikerin und Leiterin des Projekts: »…zuerst einmal bin ich Mensch’ – Deutsch-türkische Biografien aus dem Zweiten Weltkrieg« am Anne Frank Zentrum in Berlin. Ihr Forschungsinteresse gilt der Situation von Juden in der Türkei sowie dem Schicksal türkischer Juden in Europa während des Holocaust und wurde vom Center for Advanced Holocaust Studies des USHMM in Washington und der Fondation pour la mémoire de la Shoah gefördert. Zu ihren Publikationen zählt die Studie »Die Türkei, die Juden und der Holocaust« (2008).






