Gehört der Rassismus zu Deutschland? Und wenn ja: warum?
Veranstaltung am 19. September 2012
Podiumsdiskussion im Rahmen der neuen Reihe »Visionen der Zugehörigkeit«
Mit der Diskussionsreihe »Visionen der Zugehörigkeit« schafft das Jüdische
Museum Berlin, mit der Beratung von DeutschPlus e.V., ein Forum
für einen konstruktiven Dialog, bei dem Visionen und
Handlungsempfehlungen für die pluraler werdende deutsche Gesellschaft
entwickelt werden.
Nuran Yigit, Mark Terkessidis und Isabel Schayani (v.l.n.r.)
© Derya Ovali / privat / WDR - Annika Fußwinkel
Seit geraumer Zeit wird debattiert, ob der Islam zu Deutschland gehört. Wir stellen eine andere Frage: Gehört der Rassismus zu Deutschland? Und wie breit ist er in der Gesellschaft verankert? Die im vergangenen Jahr bekannt gewordene NSU-Mordserie und das behördliche Versagen bei den Ermittlungen geben diesen Fragen neue Dringlichkeit. Die Bielefelder Forschergruppe um Wilhelm Heitmeyer untersucht die »deutschen Zustände« schon seit zehn Jahren und diagnostiziert einen Anstieg von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Jeder zweite Befragte sieht Deutschland demnach »in einem gefährlichen Maß überfremdet«. Fast jeder Dritte meint, er fühle sich durch »die vielen Muslime hier manchmal wie ein Fremder im eigenen Land« und dass man in Deutschland lebende Ausländer »wieder in ihre Heimat zurückschicken sollte,« wenn Arbeitsplätze knapp werden. Haltungen wie diese sind keine Ausnahmeerscheinungen - und sie finden sich in allen gesellschaftlichen Schichten.
Werden die Deutschen rassistischer? Und wenn ja, woran liegt das? Ist die wachsende soziale Ungleichheit eine Ursache? Wie gehen wir damit um und dagegen vor?
Es diskutieren:
Wann
19. September 2012, 19:30 Uhr
Wo
Glashof EG
Eintritt
frei
Anmeldung
Tel: +49 (0)30 259 93 488
reservierung[at]jmberlin.de
Kontakt
Julia Jürgens
Tel: +49 (0)30 259 93 353
Fax: +49 (0)30 259 93 330
j.juergens[at]jmberlin.de
Mehmet Gürcan Daimagüler (Rechtsanwalt und Autor)
Micha Guttmann (Rechtsanwalt und Mitglied des Parlaments der Jüdischen Gemeinde Berlin)
Mark Terkessidis (Psychologe und Autor)
Nuran Yigit (Projektleiterin beim Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg)
Andreas Zick (Professor für Pädagogik am Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld)
Moderation: Isabel Schayani (Journalistin und Monitor-Redakteurin [ARD])
Hier finden Sie Informationen und Kurzbiografien zu den Referenten der Diskussionsreihe.
Ein Mitschnitt der Veranstaltung befindet sich auf unserem YouTube-Kanal.
Zum Thema:
»Mit Interkultur gegen Rassismus« von Mark Terkessidis
Mit der Beratung von DeutschPlus e.V. - Initiative für eine plurale Republik.
Medienpartner: taz. die tageszeitung
www.taz.de









