Welche Religion gehört zu Deutschland?
Veranstaltung am 29. Oktober 2012
Podiumsdiskussion im Rahmen der neuen Reihe »Visionen der Zugehörigkeit«
Mit der Diskussionsreihe »Visionen der Zugehörigkeit« schafft das Jüdische
Museum Berlin, mit der Beratung von DeutschPlus e.V., ein Forum
für einen konstruktiven Dialog, bei dem Visionen und
Handlungsempfehlungen für die pluraler werdende deutsche Gesellschaft
entwickelt werden.
Stephan Kramer, Petra Bahr und Detlef Pollack (v.l.n.r.)
© Zentralrat der Juden in Deutschland / Kulturbüro der Evangelischen Kirche Deutschland / Exzellenzcluster »Religion und Politik« der WWU Münster
Die religiöse Landschaft in Deutschland hat sich deutlich verändert: In der christlich geprägten, wenngleich stark säkularisierten Gesellschaft nimmt die religiöse Vielfalt zu.
In der Pluralisierung der Religionen sehen jedoch mehr als 70 % der Deutschen eine Ursache für Konflikte, während nur rund die Hälfte darin eine Bereicherung sieht. Westeuropäische Nachbarn sind gegenüber dem Islam und anderen nichtchristlichen Religionen viel toleranter als Deutsche, wie eine Umfrage der Universität Münster 2010 ergab. Danach sprechen sich Deutsche deutlich öfter als Franzosen, Dänen, Niederländer oder Portugiesen gegen neue Moscheen und Minarette aus, und sie sind auch weniger bereit, anderen Religionen gleiche Rechte zuzugestehen. Nun gibt es sogar ein Urteil des Kölner Landgerichts, das die rituelle männliche Beschneidung strafbar macht und damit die Religionsfreiheit einschränkt.
Wie soll das Verhältnis zwischen Religionsfreiheit und säkularem Staat gestaltet werden? Muss Deutschland seine religionspolitischen Strukturen öffnen? Wie positioniert sich die jüdische Gemeinde? Und warum haben Deutsche ein negativeres Bild von Buddhisten, Hindus, Juden und Muslimen?
Es diskutieren:
Wann
29. Oktober 2012, 19:30 Uhr
Wo
Altbau 2. OG, Großer Saal
Eintritt
frei
Anmeldung
Tel: +49 (0)30 259 93 488
reservierung[at]jmberlin.de
Kontakt
Julia Jürgens
Tel: +49 (0)30 259 93 353
Fax: +49 (0)30 259 93 330
j.juergens[at]jmberlin.de
Petra Bahr (Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche Deutschland)
Stephan Kramer (Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland)
Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland)
Detlef Pollack (Professor für Religionssoziologie an der Universität Münster)
und andere
Moderation: Isabel Schayani (Journalistin und Monitor-Redakteurin [ARD])
Hier finden Sie Informationen und Kurzbiografien zu den Referenten der Diskussionsreihe.
Ein Mitschnitt der Veranstaltung befindet sich auf unserem YouTube-Kanal.
Mit der Beratung von DeutschPlus e.V. - Initiative für eine plurale Republik.
Medienpartner: taz. die tageszeitung
www.taz.de









