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Frag mich, ich bin nicht jüdisch

Veranstaltung am 1. September 2013


Plexiglas-Schaukasten in der Sonderausstellung

Plexiglas-Schaukasten in der Sonderausstellung »Die ganze Wahrheit …was Sie schon immer über Juden wissen wollten«
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Linus Lintner

Eine Vitrine im Jüdischen Museum Berlin ist berühmt geworden. Sie ist Teil der aktuellen Ausstellung »Die ganze Wahrheit …was Sie schon immer über Juden wissen wollten«. Täglich außer samstags nehmen seit März jüdische Gäste im Plexiglas-Schaukasten Platz und antworten auf die Frage »Gibt es noch Juden in Deutschland?«. Das Konzept hat weltweit für Begeisterung, Diskussionen und Kritik gesorgt – eine ideale Gelegenheit mit einer weiteren Aktion anzuknüpfen.

Wann

1. September 2013, 12-19 Uhr

Wo

Altbau 1. OG, Sonderausstellung

Eintritt

mit dem Museumsticket: 7 Euro, erm. 3,50 Euro

Kontakt

Gesa Struve
Tel: +49 (0)30 259 93 517
Fax: +49 (0)30 259 93 409
g.struve[at]jmberlin.de

Unter dem Motto »Frag mich, ich bin nicht jüdisch« nehmen am letzten Tag der Ausstellung Personen in der Vitrine Platz, deren Lebensweise, Herkunft oder Religion mit bestimmten Zuschreibungen verknüpft werden. Eingeladen ist u.a. Tuba Arikan. Sie ist deutsche Muslimin und in einer anatolischen Gastarbeiterfamilie in Berlin aufgewachsen. Weil sie ein Kopftuch trägt, werde sie immer und überall mit Fragen zu ihrer Identität konfrontiert. »Ohne eine ironische Herangehensweise an meinen Alltag würde ich verrückt werden«, sagt sie. Mit ihr stehen vier weitere Gäste Rede und Antwort.

Programm:

12 bis 13 Uhr:
Pater Tobias Zimmermann SJ, seit 1990 Mitglied des Jesuitenordens, Mag. Philosophie, Mag. Kunsttherapie und Theologie. Lange Jahre tätig in der Jugendarbeit und in der Schulseelsorge. Seit 2011 leitet Pater Zimmermann als Rektor das Canisius-Kolleg und ist auch Kirchenrektor der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum.

13 bis 14 Uhr:
Tuba Arikan ist Muslima, Türkin und deutsche Staatsangehörige, die in Berlin als Kind einer anatolischen Gastarbeiterfamilie geboren und aufgewachsen ist. Sie studiert an der Universität Potsdam Geschichte, Politik- und Verwaltungswissenschaft. Im letzten Jahr absolvierte sie im Jüdischen Museum Berlin ein Praktikum und war an der inhaltlichen Gestaltung der Ausstellung »Die ganze Wahrheit« beteiligt. Weil sie ein Kopftuch trägt, werde sie immer und überall mit Fragen zur ihrer Identität konfrontiert. »Ohne eine ironische Herangehensweise an meinen Alltag, würde ich verrückt werden«, sagt sie.

14 bis 15 Uhr:
Johanna Straub lebt seit 1990 ohne Fleisch und seit Anfang 2013 vegan. Bei Begegnungen im Alltag ist die gängigste Zuschreibung der Verzicht. Situationsbedingt wird das Thema häufig zu den Mahlzeiten auf den Tisch gebracht. Das ist aber nicht unbedingt die beste Situation, um unbefangen zu sprechen. Diesmal wird das Gespräch auf nach dem Essen vertagt und in eine Vitrine verlegt.

15 bis 16 Uhr:
Samuel Schidem verrät sein Alter nicht, er ist 1974 in einem drusischen Dorf auf dem Karmelberg geboren. Er lebt in Berlin und vereint Identitäten: Israelisch, palästinensisch, arabisch, hebräisch, muslimisch, jüdisch. Eingedeutscht ist er, liebt Gummibärchen, doch das Berlinern hat er immer noch nicht drauf. Neben seiner Beschäftigung als Geigenbauer hat er Geschichtswissenschaft, Mathematik und Philosophie studiert. Er ist als Berater für interreligiöse Projekte und als Museumspädagoge tätig. Ihn beschäftigen besonders Geschichts- und Religions- Narrative, mit denen er sich täglich auseinandersetzt und worüber er auch Seminare hält. »Integration« hält er für ...

17 bis 19 Uhr:
Empfang in den Ausstellungsräumen für alle Vitrinengäste, die in den vergangenen Monaten mit Besuchern diskutiert haben. Einige werden über ihre Erfahrungen berichten.

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