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Der Islam in Europa. Genealogien und aktuelle Kontroversen

Podiumsdiskussion

Veranstaltung am 19. Juni 2014


Akademieprogramm
Veranstaltung in englischer Sprache

Wilmersdorfer Moschee um 1930, Berlin

Wilmersdorfer Moschee um 1930, Berlin

Wann

19. Juni 2014, 19 Uhr

Wo

Akademie, Saal

Eintritt

frei

Anmeldung

Tel: +49 (0)30 25 993 488
reservierung[at]jmberlin.de

Kontakt

Gesa Struve
Tel: +49 (0)30 259 93 517
Fax: +49 (0)30 259 93 513
g.struve[at]jmberlin.de

Die Präsenz des Islams in Europa wird seit einiger Zeit kontrovers diskutiert. Politiker, Intellektuelle und bekannte Persönlichkeiten haben sich dazu geäußert und die zunehmende öffentliche Sichtbarkeit islamischer religiöser Praktiken hat europaweit Debatten ausgelöst. Einige Kommentatoren vergleichen die gegenwärtige Situation der Muslime in Europa mit der der Juden im späten 19. Jahrhundert und beobachten die Entstehung einer »muslimischen Frage«.

Die Veranstaltung greift diese Diskussion auf und fragt danach, inwiefern von historischen Kontinuitäten gesprochen werden kann und ob die aktuellen Islam-Debatten ältere Spannungen reflektieren, die in das Konzept eines säkularen Europas eingeschrieben sind.

Podiumsteilnehmer:

Gil Anidjar ist Professor am »Department of Religion and Middle Eastern, South Asian, and African Studies (MESAAS)« an der Columbia University, New York. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Konstruktion des Jüdischen und Arabischen, mit politischer Theologie, »Rasse« und Religion sowie der Philosophie Kontinentaleuropas.

Ruth Mas ist Professorin für »Kritische Theorie und zeitgenössischen Islam« am »Department of Religious Studies« der University of Colorado, Boulder. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Säkularisierung der Diskurstradition innerhalb des Islams sowie die Konsequenzen einer Auseinandersetzung mit den Konzepten Macht, Säkularismus, muslimische Subjektivität und Technologien des islamischen Selbstverständnisses.

Susannah Heschel ist Eli Black Professorin am Dartmouth College, New Hampshire. Im Rahmen ihrer Forschung befasst sie sich mit den Beziehungen zwischen Juden und Christen im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts, mit der Geschichte der Bibelwissenschaften und der Geschichte des Antisemitismus.

Damani J. Partridge ist Professor am »Department of Anthropology« und am »Department of Afro-American and African Studies an der University of Michigan«. Er hat umfangreich publiziert zu den Themen Citizenship, Sexualität, Erinnerungskultur des Holocausts sowie Prozessen der »Rassifizierung«.

Moderation:

Nadia Fadil ist Professorin am »Interculturalism, Migration and Minorities Research Centre« der Katholischen Universität in Leuven, Belgien. In ihrer Forschung widmet sie sich Fragen von Religion und Säkularismus mit besonderer Berücksichtigung des Islams in Europa.

Schirin Amir-Moazami ist Professorin für »Islam in Europa« am Institut für Islamwissenschaft der Freien Universität Berlin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit politisierter Religion und verwandten Formen muslimischer Subjektivitäten in Europa unter besonderer Berücksichtigung von Geschlechterfragen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Freien Universität Berlin, der KU Leuven und dem Wissenschaftskolleg zu Berlin.

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