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Eine jüdische Welt zwischen Tradition und Modernismus

Reise: Wien und Brünn

Veranstaltung vom 5. - 7. September 2014


Veranstaltung der Freunde des Jüdischen Museums Berlin

Luftaufnahme Wien

Reise nach Wien und Brünn
© Wien Tourismus / Christian Stemper

Wann

5. - 7. September 2014

Wo

Wien und Brünn

Kontakt und Anmeldung

Johanna Brandt
Tel: +49 (0)30 259 93 553/436
Fax: +49 (0)30 259 93 432
freunde[at]jmberlin.de

»Was die Natur anbelangt, so reicht mir der Schnittlauch auf meiner Suppe«, sagt Friedrich Torbergs Tante Jolesch, als man ihr vorschlug, den Sommer in den Bergen zu verbringen. Aber auch die berühmte Sommerfrische in Altaussee, wo der Kaiser Urlaub machte, weshalb ihm die Wiener Haute-Volée jährlich dorthin folgte, ist nicht als Naturerlebnis, sondern als urbaner Luxus mit Bergen als Kulisse zu verstehen. Sigmund Freud und seine Tochter Anna gehörten zu den vielen jüdischen Urlaubern, er in Knickerbockern und sie im Dirndl.

Im Zweiten Bezirk, der Mazzesinsel lebten die Juden aus dem Osten, traditionell, fromm, arm und kinderreich. Beide Gruppen liebten ihr Wien; den Antisemitismus eines Karl Lueger, des Wiener Bürgermeisters bis 1910, nahmen sie gleichmütig hin. Im Habsburgischen Brünn - heute liegt es in der Tschechischen Republik - lebten auch Juden aus dem Osten und eine emanzipierte und akkulturierte jüdische Fabrikantenfamilie. In dieses Provinzstädtchen baute sich das Brautpaar Fritz Tugendhat und Grete Löw-Beer eine moderne Villa, ein Geschenk der Brauteltern. Mies van der Rohe wurde beauftragt und baute ein Haus, von dem Beobachter meinen, dass es von der Straße wie eine Tankstelle aussehe. Dieses spektakuläre Haus, Sinnbild der modernen Sachlichkeit, wurde kürzlich renoviert und kann besichtigt werden.

Auf der dreitägigen Reise besuchen Sie gemeinsam mit der Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin Cilly Kugelmann und mit Kollegen des dortigen Jüdischen Museums die Stadt Wien und das jüdische Brünn.

Zu weiteren Informationen und dem Anmeldeformular (pdf-Datei)

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