_
Jüdisches Museum Berlin vor Ort Kinder, Schüler, Lehrer Online-Schaukasten Der Museumsblog »Blogerim«

Familienbild Plesch


Foto: Gemälde der Familie Plesch

Max Slevogt: Familienbild Plesch
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Foto: Peter Plesch vor dem Gemälde

Peter Plesch vor dem Gemälde »Familienbild Plesch«
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Sönke Tollkühn

Gemälde im Haus der Familie Plesch

Das Familienbild in der Flurhalle des ersten Obergeschoßes im Haus Plesch in der Budapester Straße, Berlin, ca. 1930
© Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Prof. Dr. Peter H. Plesch in Erinnerung an seine Eltern Janos und Melanie Plesch

Das Familienbild in der Flurhalle des ersten Obergeschoßes im Haus Plesch in der Budapester Straße, Berlin, ca. 1930
© Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Prof. Dr. Peter H. Plesch in Erinnerung an seine Eltern Janos und Melanie Plesch

Die wichtigste Neuerwerbung des Jahres 2005 für die Kunstsammlung des Jüdischen Museums Berlin ist das 1928 entstandene Bild der Familie Plesch von Max Slevogt.

Janos Plesch (1878-1957), der 1903 von Budapest nach Berlin übersiedelte, war ein renommierter Arzt. Mit seiner Ehefrau Melanie, geb. Gans, die aus der Frankfurter Gründerfamilie der Cassella Farbwerke stammte, hatte er drei Kinder: Andreas Odilo, auf dem Gemälde auf dem Schoß der Mutter sitzend, Dagmar Honoria und Peter Hariolf, der dem Museum bereits 1986 den umfangreichen Nachlass seiner Eltern als Schenkung überlassen hatte.

Janos Plesch verband eine lange Freundschaft zu Max Slevogt (1868-1932), der neben Max Liebermann und Lovis Corinth zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus zählt. Bereits 1923 hatte der Maler seinen Hausarzt in einem hochformatigen Porträt als eleganten Herren abgebildet. Es folgten Wandgemälde für Loggia und Gartenpavillon für die Villa der Pleschs und 1928 schließlich das Familienbild. Seinen Platz hatte es in der Flurhalle des ersten Obergeschosses, von der man in die Privaträume der Familie gelangte.

Slevogt knüpfte in seiner Komposition an die Tradition der Familienbilder des Biedermeier an. Dabei gelang ihm eine für Familienbilder der Moderne ungewöhnliche Synthese: die Darstellung familiärer Intimität auf der einen und dem repräsentativen Charakter eines Gruppenporträts auf der anderen Seite. Das langjährige Vertrauensverhältnis und die Harmonie zwischen Künstler und Auftraggeber mögen dazu beigetragen haben, dass dieses Bild besonders geglückt erscheint.

Objektdaten:
Max Slevogt
Familienbild Plesch
Berlin 1928
Öl auf Leinwand
105 x 135,4 cm

Helfen Sie uns, ...

... unsere Website zu verbessern, indem Sie an unserer Online-Umfrage teilnehmen!
(Zeitaufwand: 1 Minute)

In Kontakt bleiben über