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Wanderpreis vom
Jüdischen Ruderclub Oberspree


Skulptur eines rudernden Mannes im Boot

Wanderpreis vom Jüdischen Ruderclub Oberspree, den Fred Eisenberg Mitte der 1930er Jahre als jugendlicher Sportler gewann.
© Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Fred Eisenberg, Foto: Jens Ziehe

Junge Männer mit Pokal

Rudermannschaft B.R.C. Oberspree mit Fred Eisenberg, 3. v. r. (geb. 1918)
© Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Fred Eisenberg, Foto: Jens Ziehe

Rudermannschaft B.R.C. Oberspree mit Fred Eisenberg, 3. v. r. (geb. 1918)
© Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Fred Eisenberg, Foto: Jens Ziehe

Zur Kabinettausstellung »Schneller, höher, weiter...« über die Jüdische Sportbewegung in Deutschland konnte das Museum seine Sammlung um einige neue Objekte zum Thema Sport erweitern. Zu den wichtigsten Exponaten zählt ein Ruder-Wanderpreis, den Fred Eisenberg dem Museum im Jahr 2006 stiftete. Die über 50 cm lange Trophäe gewann er Mitte der 1930er Jahre als jugendlicher Sportler beim Berliner Ruderclub Oberspree, einem der zahlreichen jüdischen Rudervereine Berlins.

Diesen Wanderpreis verlieh der Club jährlich an den Ruderer mit den meisten zurückgelegten Wasserkilometern. Um den Jahressieger ermitteln zu können, führten die Ruderer ein Fahrtenbuch mit sich und ließen sich am entferntesten Punkt jeder Strecke die Ankunft von unabhängiger Seite bestätigen – von einem Restaurantwirt, einem Tankwart oder einem Geschäftsinhaber. Nachdem Fred Eisenberg den Preis in drei aufeinander folgenden Jahren gewonnen hatte, ging er in seinen persönlichen Besitz über. Dem Museum schenkte er zudem seine Siegerurkunden, Fotografien und eine Bootsflagge des BRC Oberspree.

Fred Eisenberg arbeitete in der Berliner Textilfirma Nussbaum. 1939 emigrierte er zu Verwandten nach London und diente im Zweiten Weltkrieg als Soldat in der britischen Armee. Nach dem Krieg arbeitete er in Schottland in einer Bekleidungsfirma, heiratete 1948 in Glasgow und emigrierte später in die USA. Heute lebt Fred Eisenberg in Atlanta.

Objektdaten:
Wanderpreis vom Jüdischen Ruderclub Oberspree
Berlin 1919
Metall
23 x 53 x 6 cm

Hintergrund:

Eine jüdische Frau reinigt sich rituell im Tauchbad, Illustration aus einem Gebetbuch, Deutschland 1427-1428
© Staats- und Universitätsbibliothek »Carl von Ossietzky«, Hamburg

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