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Akademieprogramme


Mit der 2012 eröffneten Akademie hat das Jüdische Museum Berlin seine inhaltlichen Schwerpunkte erweitert. Im Zentrum der Akademieprogramme stehen die Themen Migration und Diversität sowie das Verhältnis von Judentum und Islam. Mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm aus Lesungen, Konferenzen, Workshops und Podiumsdiskussionen bietet die Akademie eine Plattform für die Auseinandersetzung mit diesen gesellschaftspolitisch hochaktuellen Themen.

Hölzerner Eingangskubus vor weißer Wand mit der Inschrift »Höre die Wahrheit, wer sie auch spricht« auf Deutsch, Englisch, Hebräisch und Arabisch

Eingang zur Akademie des Jüdischen Museums Berlin
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Ausgehend von der Aufgabe des Museums, sich der Geschichte und Kultur der jüdischen Minderheit zu widmen, bietet die Akademie auch den Perspektiven anderer religiöser und ethnischer Minderheiten einen Raum. Dabei nehmen die Akademieprogramme nicht nur die Beziehung zwischen Mehrheitsbevölkerung und einzelnen Minderheiten in den Blick, sondern fördern insbesondere den Austausch und die Vernetzung von Minderheiten untereinander.

Programme zu Migration und Diversität

In Deutschland leben heute Migrantinnen und Migranten aus 194 Ländern und ihre Nachkommen, dennoch versteht sich Deutschland erst seit kurzer Zeit als Einwanderungsland. Klassische Einwanderungsländer wie die USA oder Kanada konnten demgegenüber schon länger Erfahrungen in der Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik sammeln. Ein besonderes Interesse der Akademieprogramme gilt daher der Frage, wie diese Erfahrungswerte im deutschen Kontext fruchtbar gemacht werden können.

Hierzu werden Fachdiskussionen aus der internationalen Forschung einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Zugleich bieten die Akademieprogramme Expertinnen und Experten ein Forum für den Austausch über innovative Ansätze der Migrationsforschung.

Ein Schwerpunkt der Programme Migration und Diversität ist die Geschichte der Migration nach Deutschland. Wie kamen Migrantinnen und Migranten in die Bundesrepublik und in die DDR? Welche Lebensbedingungen fanden sie vor? Welche Erfahrungen haben sie hier gemacht und wie prägen diese Erfahrungen die nachfolgenden Generationen? Ziel ist es, die Geschichte(n) der Migration im öffentlichen historischen Bewusstsein zu verankern.

Jüdisch-Islamisches Forum
Inschrift »Höre die Wahrheit, wer sie auch spricht« auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Hebräisch

Auf der Fassade der Akademie steht »Höre die Wahrheit, wer sie auch spricht«, ein Zitat des mittelalterlichen jüdischen Philosophen Moses Maimonides (1135/38-1204).
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Das Jüdisch-Islamische Forum richtet sich mit seinen Veranstaltungen sowohl an ein breites Publikum als auch an eine Fachöffentlichkeit aus Wissenschaft und Politik. Im Blickpunkt des Forums steht die Situation von Juden und Muslimen als religiöse Minderheiten in Deutschland sowie die wechselvolle jüdisch-muslimische Beziehungsgeschichte. Das Forum greift u.a. religionsphilosophische und religionspraktische Fragen auf wie z.B. das Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Moderne in Judentum und Islam.

Ein weiteres Thema sind die Rückwirkungen des Nahostkonflikts auf Deutschland. Ziel des Forums ist es, einer dichotomen Wahrnehmung von Judentum und Islam entgegenzuwirken sowie Gemeinsamkeiten in vergleichender Perspektive herauszuarbeiten, ohne dabei Eigenheiten und Spezifika aufzulösen. Durch Begleitveranstaltungen zu den Wechselausstellungen schlägt das Jüdisch-Islamische Forum zudem eine Brücke zum Ausstellungsprogramm des Jüdischen Museums.

Veranstaltungsprogramm

Kontakt

Dr. Yasemin Shooman
Leiterin Akademieprogramme
Tel. +49 (0)30 259 93 379
y.shooman[at]jmberlin.de

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