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Glashof

Ein Bau aus Glas und Stahl – die neue Hofüberdachung


Der Glashof des Jüdischen Museums Berlin

Im September 2007 eröffnete das Jüdische Museum feierlich seinen neuen Glashof. Er entstand nach dem Entwurf »Sukka« (hebräisch für Laubhütte) des Architekten Daniel Libeskind. Der Entwurf bezieht sich auf das jüdische Laubhütten- und Erntedankfest »Sukkot«, das seit der Zeit des Exils in Erinnerung daran gefeiert wird, dass die Israeliten während der Wüstenwanderung in Hütten gelebt haben.

Das Glasdach überspannt den 670 Quadratmeter großen Innenhof des barocken Altbaus und wird von vier freistehenden Stützenbündeln aus Stahl getragen, deren Form an die Verzweigungen eines Baumes erinnert, die sich unter dem Dach als Liniennetz aus Stahl fortsetzen. Die gläserne Fassade gibt den Blick frei auf den weitläufigen Garten des Museums.

Schattenspiele im Glashof

Innenansicht des Glashofes
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Der Glashof ist ein komplexes Bauprojekt – unkonventionell in der Gestaltung wie im verwandten Material. Die aussagekräftige und ungleichmäßige Geometrie von Libeskinds Entwurf war eine Herausforderung für alle beteiligten Baufirmen und Planer. Die verwinkelten Äste und Baumkronen stellen eine der ungewöhnlichsten Verwendungen des Materials Stahl in der zeitgenössischen Architektur dar. Die Glasfassade besteht aus neun verschiedenen Scheibentypen, in denen sich der Libeskind-Bau und die Bäume des Museumsgartens spiegeln. Das Ergebnis ist ein lichtdurchfluteter, transparenter Raum voller Reflexionen.

Innenansicht des Glashofes

Innenansicht des Glashofes
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Der Glashof fasst rund 500 Personen und eignet sich für Bildungsprogramme, Konzerte, Theateraufführungen und Empfänge. Seit der Eröffnung im Jahr 2001 ist das Interesse am Jüdischen Museum Berlin unverändert hoch, bisher sind über vier Millionen Besucher gekommen. Den vielfältigen pädagogischen und kulturellen Programme des Museums bietet der überdachte Hof ein architektonisch reizvolles, stimmungsvolles Ambiente.

Auch Sie können den Glashof mieten. Bei Interesse informieren Sie sich hier.

Lichtspiegelungen auf dem Glashof

Der Glashof des Jüdischen Museums Berlin
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

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