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Aktuelles

Die Akademie des Jüdischen Museums Berlin


Das Jüdische Museum Berlin versteht sich als ein Forum für Forschung, Diskussion und Gedankenaustausch. Bibliothek, Archiv und Sammlungen laden zu wissenschaftlichen Auseinandersetzungen, Veranstaltungen und museumspädagogischen Programmen ein. Künftig vereint die Akademie des Jüdischen Museums Berlin im Eric F. Ross Bau Bibliothek, Archiv und museumspädagogische Arbeit unter einem Dach. Das neue Gebäude befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Museums und basiert auf dem Entwurf »Zwischenräume« von Daniel Libeskind. Es bildet eine Erweiterung des bisherigen Museumsensembles, dem Altbau (Kollegienhaus) und dem Libeskind-Bau.
  

Bau der Akademie des Jüdischen Museums Berlin
© Jüdisches Museum Berlin

Die Akademie des Jüdischen Museums Berlin wurde am 17. November 2012 feierlich eingeweiht. Zur Eröffnung fand ein Colloquium  zum Lebenswerk des jüdischen Philosophen Moses Maimonides statt, das die Bedeutung der Inschrift auf dem Akademiegebäude, »Höre die Wahrheit, wer sie auch spricht«, thematisierte.

Konferenzen, Veranstaltungen und Workshops zur »Diversität« von Gesellschaft

Die Vergrößerung des Museums wird von einer thematischen Erweiterung begleitet. Unter dem Dach der Akademie bietet das Jüdische Museum Berlin sowohl individuelle Forschungsmöglichkeiten als auch Veranstaltungen, Workshops und Tagungen an, die sich mit Migrationsgeschichte, interkultureller Bildung und den Voraussetzungen für eine Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt in Deutschland beschäftigen.

Die museumspädagogischen Angebote spielen dabei eine besondere Rolle: Bereits im Februar 2012 lief das Projekt »Vielfalt in Schulen« an, das - in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und gefördert durch die Stiftung Mercator - die interkulturelle Öffnung an Schulen stärken will. Im August 2012 hat das Museum eine erste Schulpatenschaft übernommen, und zwar mit der 8. Integrierten Sekundarschule in der Skalitzer Straße in Berlin-Kreuzberg. Mit einer Geschichtswerkstatt und anderen Programmen stärkt das Museum gezielt die interkulturellen und historischen Kompetenzen der Schüler.

Die thematische Erweiterung der Museumsarbeit spiegelt sich auch in den Veranstaltungen und Konferenzen wider: Im Oktober 2011 fand das Symposion »Visionen der Zugehörigkeit« statt, auf das im September 2012 die gleichnamige Veranstaltungsreihe folgte. Beraten von DeutschPlus e.V. - Initiative für eine plurale Republik, möchte das Museum mit dieser Reihe ein Forum für einen konstruktiven Dialog über den Umgang mit der gesellschaftlichen Diversität Deutschlands schaffen. Im Jahr 2013 wird eine Tagung in Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung und dem British Council stattfinden, die internationale Erfahrungen in der Migrations- und Integrationspolitik vorstellt und deren Übertragbarkeit auf die deutsche Situation untersucht.

Das Jüdische Museum Berlin hat seit Herbst 2012 ein Fellowship-Programm eingerichtet, um seine Forschungsarbeiten weiter zu profilieren. Der erste Fellow des Museums ist die Soziologin Karen Körber.

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