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Projekte


Vielfalt in Schulen

Das Projekt Vielfalt in Schulen will innovative und übertragbare Lösungsansätze und
Methoden für die schulische Bildungsarbeit entwickeln, damit eine offene, wertschätzende und gemeinschaftlich orientierte Schulkultur entsteht.

Gemeinsam mit drei Berliner Sekundarschulen werden in dem dreijährigen Projekt Module für die kulturelle Bildung und historisch-politische Fortbildung von Lehrern entwickelt, die sich an den Fragen und dem Praxisbedarf der Lehrerschaft orientieren und mit denen zeitgemäße Inhalte und Ansätze in den Schulalltag integriert werden. Inhaltlich werden sich die Module mit der kulturellen Bildung, der Wissensvermittlung über Geschichte und Migration und dem Umgang mit stereotypen Darstellungen in Schulbüchern befassen. Zudem werden die interkulturellen und die Diversitäts-Kompetenzen der Lehrer in der Weiterbildung gestärkt und ihre Medienkompetenz ausgebaut. Parallel dazu werden die Leitung und das Lehrerkollegium in einem Schulentwicklungsprozess fortlaufend beraten und bei der interkulturellen Öffnung der Schule unterstützt. Das Projekt findet in Abstimmung mit der Bildungsbehörde statt, mit dem Ziel, die Erfahrungen und Ergebnisse für weitere Schulen nutzbar zu machen.

Vielfalt in Schulen ist ein Projekt des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gefördert durch die Stiftung Mercator.

Das Projekt hat im Februar 2012 begonnen und endet im Januar 2015.
  

Das Leo Baeck Programm »Jüdisches Leben in Deutschland - Schule und Fortbildung«

Seit dem 1. Januar 2013 hat die Bildungsabteilung des Jüdischen Museums Berlin die inhaltliche und methodische Begleitung und Beratung der Projekte übernommen, die im Leo Baeck Programm »Jüdisches Leben in Deutschland - Schule und Fortbildung« gefördert werden. Das Leo Baeck Programm wird von der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ) organisiert und finanziert.

Das Programm der EVZ beinhaltet die Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte durch schulische und außerschulische Bildungsträger und unterstützt dabei Bildungsprojekte, die einen integrativen Ansatz verfolgen. Das bedeutet, die Geschichte der Juden in Deutschland grundsätzlich als Teil der allgemeinen Geschichte zu begreifen. Die jüdische Geschichte soll im Unterricht als Bestandteil der allgemeinen Geschichte thematisiert und erarbeitet werden - denn sie war und ist keine Sondergeschichte.

Das Ziel des Leo Baeck Programms ist insbesondere die Förderung von Projekten, die das jüdische Leben in Deutschland zeigen, ohne sich ausschließlich auf die Zeit des Nationalsozialismus zu fokussieren. Es wird versucht, Juden und Jüdinnen nicht ausschließlich auf ihre Rolle als Opfer der NS-Politik zu reduzieren, sondern in ihrem beruflichen, sozialen, politischen und familiären Leben vor und nach dem Nationalsozialismus darzustellen.

Unterstützt werden Lehrerfortbildungen und schulische sowie außerschulische Aktivitäten wie Workshops zur Erkundung lokaler jüdischer Geschichte, aber auch Bildungsangebote, in denen Online- und Printprodukte erarbeitet werden. Pro Jahr werden etwa 30 Projekte mit jeweils bis zu 6.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen zum Leo Baeck Programm mit den aktuellen Ausschreibungsfristen finden Sie hier bei der EVZ oder auch in unserem Website-Bereich »Kinder, Schüler, Lehrer«.
  

Retrospektive Bestandsergänzung und Tiefenerschließung der Bestände zur bildenden und angewandten Kunst, visuellen und materiellen Kultur
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt im Rahmen ihrer Förderung herausragender Forschungsbibliotheken die Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin und wird ihren Bestand im Bereich der Systematikgruppe Kunst ergänzen, erweitern und umfassend inhaltlich erschließen.

Die in Deutschland vorhandene Literatur zu jüdischer bildender und angewandter Kunst, visueller und materieller Kultur ist heute auf zahlreiche Standorte verteilt und wird aufgrund ihres interdisziplinären Charakters in den Erwerbungsprofilen der wissenschaftlichen Bibliotheken nicht in ihrer ganzen Breite berücksichtig. Eine zentrale Anlaufstelle in Form einer Bibliothek, die auf dieses Forschungsfeld spezialisiert wäre, existiert bislang nicht.

Das bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beantragte Projekt knüpft an einen bereits vorhandenen Bestand in der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin an. Sein Ziel ist es, Lücken innerhalb des Bestandes systematisch zu schließen. Außerdem soll durch die gezielte Erwerbung von grauer Literatur und Non-Book-Medien, sowie durch die Vervollständigung der im Haus bereits vorhandenen Spezialsammlungen der Forschung sonst nur schwer zugängliches Quellenmaterial in einer attraktiven Forschungsumgebung bereitgestellt werden. Die Tiefenerschließung und die Anbindung an den Thesaurus des Jüdischen Museums Berlin ermöglicht eine themenorientierte und medienübergreifende Suche, die die Sammlungen und das Archiv des Museums mit einschließt und dadurch einen Zugang zu den Primärquellen eröffnet. Ziel ist es, einen Sammelschwerpunkt von überregionaler Bedeutung zu entwickeln, der langfristig dazu beiträgt, diese 1933 abgebrochene Forschungstradition wieder in Deutschland zu etablieren.

Das Projekt hat im Herbst 2013 begonnen und endet im Herbst 2015.

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