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Presseinformation vom 12. Oktober 2012

Das wichtigste Archiv über das Leben deutschsprachiger Juden in Europa geht jetzt online


Das Leo Baeck Institut in New York und die Dependance im Jüdischen Museum Berlin starten DIGIBAECK

Am kommenden Dienstag, dem 16. Oktober, gehen das Archiv des New Yorker Leo Baeck Instituts und die Bestände der Dependance im Jüdischen Museum Berlin komplett online. Damit ist die jahrelange Digitalisierung des gesamten Archivbestands der wichtigsten Dokumentations- und Forschungsstätte zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums abgeschlossen. User haben jetzt kostenlosen und digitalen Zugang zu den 3,5 Millionen Seiten Archivgut aus fünf Jahrhunderten jüdischen Lebens in Mitteleuropa. Darunter befinden sich seltene Bücher, Fotografien, Kunstwerke, Briefe, Erinnerungsberichte und Drucksachen, die die Kultur und Errungenschaften des deutschsprachigen Judentums darstellen.

Die Dependance des Archivs des Leo Baeck Instituts am Jüdischen Museum Berlin lädt ein zur öffentlichen Präsentation von DigiBaeck, die ab 15.30 Uhr (MEZ) via Livestream im Internet unter http://livefrom.cjh.org/LBI/ aus New York übertragen wird.
Zeit: Dienstag, 16. Oktober 2012, ab 15.30 Uhr
Ort: Leo Baeck Institut im Jüdischen Museum Berlin

Über das Projekt DigiBaeck

Das Projekt DigiBaeck (www.lbi.org/digibaeck) bietet einen digitalen Zugang zu den stetig anwachsenden Sammlungen des LBI. Es umfasst jetzt 3,5 Millionen Dokumentenseiten, die von persönlichen Lebensdokumenten und Fotografien berühmter Persönlichkeiten wie Albert Einstein und Moses Mendelssohn bis hin zu Briefen, Tagebüchern, Rezepten und anderen Drucksachen reichen, die das Leben von gewöhnlichen Menschen in fünf Jahrhunderten beschreiben. Die Sammlung besteht aus Dokumenten in deutscher und mehr als einem Dutzend anderer Sprachen. Darüber hinaus liegen zahlreiche Schriftstücke in englischer Übersetzung vor. Mit dem Projekt DigiBaeck verpflichtet sich das Leo Baeck Institut, die Digitalisierung des eigenen Archivs weiter voranzutreiben.

»Deutschsprachige Juden leisteten Bahnbrechendes in den verschiedensten Bereichen, in der Wissenschaft und Medizin, in Kunst und Architektur. Es ist daher nur angemessen, dass dieses Archiv das erste ist, das seine gesamten Bestände im Internet präsentiert«, sagte Carol Kahn Strauss, die Direktorin des Leo Baeck Instituts. »Bevor die Nationalsozialisten an die Macht kamen, hatten Juden in Deutschland vermutlich mehr Möglichkeiten und Chancen als Juden irgendwo sonst auf der Welt. Gerade in Zeiten, in denen sich eine neue jüdische Gemeinde wieder in Deutschland etabliert, ist es überaus wichtig, zu gewährleisten, dass sie auch einen breiten Zugang zu ihrer Vergangenheit findet.«

Über das Projekt »Internet Archive«

Das Leo Baeck Institut kooperierte mit dem Projekt »Internet Archive«, einer gemeinnützigen Digitalbibliothek zur Langzeitarchivierung von digitalisierten Daten in frei zugänglicher Form. Dazu zählen Musik, Filme und annähernd drei Millionen Bücher. »Ich gründete das 'Internet Archive' mit der Mission, freien Zugang zu allen Publikationen zu schaffen, die in Bibliotheken über die Welt verstreut sind«, sagt Brewster Kahle, der Gründer von Internet Archive. »In der Leitung des Leo Baeck Instituts fand ich einen gleichgesinnten Partner, der gleich verstand, dass der digitale Zugang ganz wesentlich ist zur Förderung von Forschungsstudien, aber darüber hinaus auch zur Vergrößerung des öffentlichen Bewusstseins für eine Kultur, die sie seit mehr als einem halben Jahrhundert so sorgfältig konservieren.«

Über das Leo Baeck Institut

Kontakt

Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)30 25 993 419
k.schmidt-narischkin[at]jmberlin.de
 
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
www.jmberlin.de
www.facebook.com/jmberlin

Das Leo Baeck Institut ist eine Dokumentations- und Forschungsstätte, die über die wichtigsten Dokumentensammlungen zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums in Deutschland, Österreich und anderen deutschsprachigen Gegenden in Europa seit ihren Anfängen vor fast 2.000 Jahren verfügt. 1955 gegründet, wurde das LBI nach dem Rabbiner benannt, der der letzte Repräsentant der jüdischen Gemeinde in Deutschland unter der NS-Herrschaft war. Der Rabbiner Leo Baeck überlebte das Lager Theresienstadt und wurde erster Präsident des Instituts. Es verfügt über Teilinstitute in New York, London und Jerusalem. Anlässlich der Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin richtete das Archiv des New Yorker Leo Baeck Instituts eine weitere Dependance ein.

Für die Planung bitten wir Sie um eine kurze und formlose Anmeldung zur Präsentation.

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