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Presseinformation vom 22. Oktober 2012

David Hockney besucht spontan die große Retrospektive zu R.B. Kitaj im Jüdischen Museum Berlin


David Hockney (75) entschloss sich am Sonntag spontan, mit seinem Privatjet aus Köln nach Berlin zu fliegen, um die große Retrospektive zu R.B. Kitaj im Jüdischen Museum Berlin zu besuchen. David Hockney und R.B. Kitaj waren zeitlebens enge Freunde. Der Besuch der Ausstellung war für Hockney fünf Jahre nach dem überraschenden Tod seines Freundes »very touching« (sehr bewegend). Er war besonders berührt, weil er noch nie eine derart umfassende Kitaj-Ausstellung über das gesamte Lebenswerk mit privaten Fotos und Dokumenten gesehen hat. Hockney lernte Kitaj 1959 in der ersten Woche ihres gemeinsamen Studiums im Londoner Royal College of Art kennen. Sie teilten sich 1970 eine gemeinsame Wohnung in London, Hockney war 1983 Trauzeuge bei der Hochzeit Kitajs mit Sandra Fisher und sie reisten immer wieder zusammen. Hockney verbrachte zwei Stunden in der Ausstellung, die 130 Gemälde aus allen Perioden aus dem Werk Kitajs zeigt, darunter auch das berühmte Portrait »Neo Cubist«, das Kitaj 1976-1987 von seinem Freund malte. Hockney hatte Kitaj zuletzt 2006 in Los Angeles besucht, ein Jahr vor seinem Tod. Hockney unterbrach für seinen Besuch im Jüdischen Museum Berlin seinen Ausstellungsaufbau im Kölner Museum Ludwig.

R.B. Kitaj zum 80. Geburtstag

Am 29. Oktober hätte der Künstler R.B. Kitaj seinen 80. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass würdigt das Jüdische Museum Berlin R.B. Kitaj mit einem international besetztem Symposion am 25. und 26. Oktober im Großen Saal des Museums. Das Symposion mit dem Titel »R.B. Kitaj: Künstler einer fragmentierten Welt« findet in Kooperation mit der Akademie der Künste Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Am eigentlichen Geburtstag am Montag, dem 29. Oktober, ist von 10 bis 22 Uhr der Eintritt in die Sonderausstellung frei. Um 18 Uhr wird im Auditorium noch einmal der Dokumentarfilm »Kitaj… In the Picture« von Jake Auerbach gezeigt (UK 1994, 40 Min., engl. OV).

Laufzeiten der Ausstellung »R.B. Kitaj (1932–2007). Obsessionen«

Jüdisches Museum Berlin: 21. September 2012 bis 27. Januar 2013
Weitere Stationen:
Jewish Museum London: 24. Februar bis 16. Juni 2013
Pallant House in Chichester: 23. Februar bis 16. Juni 2013
Kunsthalle Hamburg: 18. Juli bis 10. November 2013

Die Ausstellung versammelt Leihgaben bedeutender Museen und Privatsammlungen aus aller Welt, unter ihnen das MoMA in New York, die Tate in London und die Sammlung Thyssen-Bornemisza in Madrid. Es werden 130 Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen aus allen Perioden seines Werks in 13 Themenräumen ausgestellt. Erstmals stand das umfangreiche persönliche Archiv R.B. Kitajs aus seinem »Yellow Studio« in Los Angeles zur Verfügung. Der Nachlass des Künstlers in der University of California Los Angeles (UCLA) birgt wichtige Indizien für die Entschlüsselung der vielschichtigen Bilder, die bis heute als verrätselt und provokant gelten.

Katalog:

Kontakt

Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)30 25 993 419
k.schmidt-narischkin[at]jmberlin.de
 
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
www.jmberlin.de
www.facebook.com/jmberlin

Der umfangreiche Katalog erscheint in einer deutschen und einer englischen Ausgabe. 256 Seiten, 200 farbige Bilder, Vergleichsabbildungen und fünf Klapptafeln, Museumsausgabe 34.- Euro, Presseexemplar 12.- Euro, Kerber Verlag Bielefeld/Berlin 2012, ISBN (dt.): 978-3-86678-697-4, ISBN (engl.): 978-3-86678-697-5.

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