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Presseinformation vom 5. März 2013

Einladung zu Pressevorführung, 14. März 2013
   
»ROUNDHOUSE REVERB. Eine filmische Installation der Kafka-Fragmente op. 24 von György Kurtág« vom 15. März bis 26. April 2013 im Jüdischen Museum Berlin


»Einmal brach ich mir das Bein, das war das schönste Erlebnis meines Lebens«. Die 40 melancholisch-absurden Kafka-Fragmente werden ab dem 15. März in einer filmischen Installation mit Musikclips des György Kurtág-Zyklus’ in der Eric F. Ross Galerie des Jüdischen Museums Berlin zu sehen und zu hören sein.

Wir laden Sie zu einer Pressevorführung am Donnerstag, dem 14. März um 11 Uhr in die Eric. F. Ross Galerie des Jüdischen Museums Berlin ein.

Am Pressegespräch werden teilnehmen:
Isabel Robson (Konzept und Video)
Susanne Vincenz (Konzept und Dramaturgie)
Caroline Melzer (Sopran und Performance)
Nurit Stark (Violine und Performance)

Die Installation

Die Kafka-Fragmente op. 24 des ungarischen Komponisten György Kurtág, entstanden 1987, zählen zu den bedeutendsten Werken zeitgenössischer Kammermusik. Der Zyklus für Sopran und Violine basiert auf Satzsplittern und Aphorismen Franz Kafkas. Die Installation »ROUNDHOUSE REVERB« lädt die Besucher ein, sich innerhalb einer kreisförmigen Anordnung, die einem Rundlokschuppen nachempfunden ist, zu bewegen und die einstündige Komposition der Kafka-Fragmente zu hören.

Begleitet wird die Musik von Videoclips: Ausgehend vom zentralen Motiv der »Reise« und dem »Weg« in den Kafka-Fragmenten sind die Sopranistin Caroline Melzer und die Violinistin Nurit Stark über mehrere Monate der Gedankenwelt Franz Kafkas und der musikalischen Inspiration György Kurtágs von Berlin über Polen Richtung Russland gefolgt. Die 40 Musikclips zeigen die Künstlerinnen beim Spielen der zum Teil sehr kurzen Fragmente an unterschiedlichen Orten, unter anderem in Eisenbahnen, Rundlokschuppen und Unterführungen. Dabei löst sich der Osten, den Caroline Melzer und Nurit Stark bereisen, von konkreten Plätzen und driftet ins Imaginäre. So werden die Frauen im Verlauf ihrer Tour manchmal zu Figuren aus Kafkas Welt oder zu Heldinnen des postsowjetischen Alltags. Die filmische Installation erforscht das absurde Potenzial der kafkaschen Textfragmente und benutzt die Architektur der Rundlokschuppen als Drehscheibe durch die Zeit.

Die Kafka-Fragmente op. 24 von György Kurtág

György Kurtág, 1926 geboren und in der jüdischen Tradition Budapests aufgewachsen, schuf 1987 die Kafka-Fragmente op. 24. Die 40 zum Teil sehr kurzen Fragmente gehen bis an die Grenze spieltechnischer Möglichkeiten, Violine und Gesangsstimme bewältigen ein enormes Ausdrucksspektrum. Mit »Die Guten gehn im gleichen Schritt« beginnt der Zyklus, eines der zentralen Fragmente trägt den Titel »Der wahre Weg«.

Live-Konzert am 10. April

Am 10. April haben die Besucher die Möglichkeit, eine konzertante Aufführung der Kafka-Fragmente mit den beiden Interpretinnen Caroline Melzer und Nurit Stark in den Ausstellungsräumen des Jüdischen Museums Berlin live zu erleben.

Laufzeit der Ausstellung

Jüdisches Museum Berlin: 15. März bis 26. April 2013
Ort: Libeskind-Bau, Dauerausstellung, Eric. F. Ross Galerie
Eintritt: mit dem Museumsticket

Weitere Station

deSingel International Arts Campus Antwerpen: 2. bis zum 15. Mai 2013

Bildmaterial für die Berichterstattung unter Beachtung des Bildnachweises finden Sie zum Download unter www.jmberlin.de/fotodownload.

Abendliche Ausstellungseröffnung

Selbstverständlich sind Sie auch zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 14. März 2013, um 19 Uhr in die Eric. F. Ross Galerie des Jüdischen Museums Berlin eingeladen.
 

Kontakt

Katharina Schmidt-Narischkin
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)30 25 993 419
k.schmidt-narischkin[at]jmberlin.de
 
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
www.jmberlin.de
www.facebook.com/jmberlin

»ROUNDHOUSE REVERB. Eine filmische Installation der Kafka-Fragmente op. 24 von György Kurtág« ist eine Produktion der Roundhouse Reverb GbR in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin, deSingel International Arts Campus Antwerpen und Deutschlandradio Kultur und finanziert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

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